SWISSAID begrüsst die Fortschritte in der Diskussion rund um die Ernährungssicherheit, die dank des Welternährungsgipfels angestossen wurden. Wir bedauern aber, dass die zentralen Akteurinnen, die Kleinbäuerinnen und die ländliche Bevölkerung, weitgehend von den Diskussionen ausgeschlossen und überhört wurden. Leider werden Ansätze wie die der Agroökologie politisch von der Staatengemeinschaft nur zögerlich aufgenommen und umgesetzt. Obwohl agroökologische Methoden auf der Lebensweise von rund 500 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aufbauen, die einen Grossteil der weltweiten Nahrung bereitstellen. In ihrem Bericht gibt SWISSAID den Bäuerinnen eine Stimme und zeigt auf, welch grosses Potenzial in der Agroökologie liegt.
Der Bericht wurde an Herrn Christian Hofer, Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft, übergeben. Er enthält eine Auswahl an Geschichten von verschiedenen Bäuerinnen und ihren Hindernissen, die sich ihnen tagtäglich in den Weg stellen. SWISSAID zeigt im Bericht auf, welches Potenzial die Bäuerinnen in der Agrarökologie sehen: Eine Möglichkeit, ihre Autonomie zu stärken, damit sie auch in Zukunft Lebensmittel für die weltweite Bevölkerung produzieren können. Der Bericht enthält auch Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und liefert Vorschläge für die Verbesserung der Ernährungssysteme. Zu diesen gehört die Förderung der Agroökologie. Denn: Agroökologische Ernährungssysteme stärken die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Frauen von teuren Produktionsmitteln und unsicheren internationalen Preisentwicklungen.
