2019 konnte SWISSAID für die neun Länder des Südprogramms Projekte im Umfang von 11,7 Millionen Franken genehmigen und so zusammen mit den lokalen SWISSAID-Büros und Partnerorganisationen 224’330 Männer, Frauen und Kinder eine Perspektive verschaffen.

Als Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit finanziert sich SWISSAID zum grössten Teil aus Spendengeldern. Das Herzstück unsere Arbeit – Projekte zugunsten der ärmsten Bevölkerung in unseren Partnerländern – ist also nur dank grosszügigen Spenden von Privatpersonen und Institutionen realisierbar. Jede und jeder ist gefordert, einen Beitrag zu leisten, aktiv und auch im eigenen Interesse bessere Lebensbedingungen für alle zu schaffen – dafür sensibilisieren wir in der Schweiz. Auch auf entwicklungspolitischer Ebene vertreten wir die Interessen von benachteiligten Menschen und Ländern: Wir stehen dafür ein, dass sich Gesetze, unser Konsumverhalten und Produktionsbedingungen hin zur Nachhaltigkeit verändern.

Ein Drittel der finanziellen Mittel von SWISSAID steuert die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (DEZA) bei.

Grösstmögliche Wirkung mit Ihren Spenden

Wir verstehen es als unsere Pflicht, mit Ihren Spenden die grösstmögliche Wirkung zugunsten der Menschen im Globalen Süden zu erzielen. Und es ist unsere Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklung beides benötigt: einerseits konkrete Hilfe vor Ort, anderseits mehr Bewusstsein für unsere gemeinsame Verantwortung hier im Norden. Diese beiden Kernelemente von Entwicklungszusammenarbeit spiegeln sich in unserer Programmarbeit wider.

Rund 80 Prozent unserer Mittel fliessen unmittelbar in diese Programmarbeit, rund 20 Prozent in die Mittelbeschaffung und Administration. Schwerpunkt unserer Programmarbeit sind unsere Hilfsprojekte im Süden, die 82 Prozent des SWISSAID-Programms ausmachen. Die restlichen Gelder werden für die Sensibilisierung (15 %) und entwicklungspolitische Arbeit (3 %) investiert. Konkret beinhaltet die entwicklungspolitische Arbeit den Mitgliedsbeitrag an Alliance Sud, wir unterstützten etwa die Konzernverantwortungsinitiative und aktuell zum Beispiel die Arbeit der Klima-Allianz.

Wir sorgen uns um Ihre Spende

SWISSAID verfügt über eine ZEWO-Zertifizierung. Dieses Gütesiegel bürgt für den sorgfältigen Umgang mit Spendengeldern. SWISSAID legt die Rechnung gemäss den Fachempfehlungen von SWISS GAAP FER 21/Kern-FER vor. Eine externe Revisionsgesellschaft prüft die Buchhaltung jährlich an einer Zwischen- und Schlussrevision. SWISSAID lässt sich freiwillig nach der strengeren ordentlichen Revision prüfen und hat insbesondere im Bereich IKS (internes Kontrollsystem) die Reportings standardisiert.

Revisionsberichte

Wichtigste Ressource: die Mitarbeitenden

Weltweit sind rund 190 Menschen für SWISSAID tätig, um die 40 davon in Bern und in Lausanne. Im Süden arbeitet SWISSAID vornehmlich mit lokalen Fachleuten und entsendet in aller Regel keine teuren Expertinnen und Experten aus der Schweiz.

Zum SWISSAID-Team

Wertschätzung unserer Arbeit

Gemeinden, Kantone, Städte, Stiftungen und vor allem Tausende von Spenderinnen und Spender in der Schweiz haben uns im 2019 grosszügig unterstützt und den Hauptanteil der finanziellen Mittel beigesteuert. Unser ganz grosses Dankeschön gilt ihnen allen. Wir verstehen diese Unterstützung als Vertrauen in unsere Arbeit und als Ansporn, weiter konsequent in die Steigerung von Qualität, Effektivität und Effizienz unserer Projekte zu investieren. Der sorgsame Umgang mit allen finanziellen Ressourcen ist für SWISSAID sehr wichtig. Wir unterstützen die Partnerorganisationen in unseren Partnerländern laufend bei der Umsetzung von Massnahmen zur Optimierung ihrer administrativen Abläufe. Dies führt zu einer besseren finanziellen Begleitung der Projekte und zu höherer Transparenz.

SWISSAID investiert ständig und nachhaltig in diese Prozesse. Jeder Schritt ist für sich betrachtet zwar unspektakulär, doch langfristig werden diese Fortschritte entscheidend sein.

Die klare Aufgabenteilung zwischen der Geschäftsstelle in Bern und den SWISSAID-Büros im Süden vermeidet Doppelspurigkeiten. Die professionelle Geschäftsführung und Begleitung der Projekte, das Controlling und die Qualitätssicherung, die Mittelbeschaffung selbst sowie eine transparente Buchhaltung sind wichtige Investitionen in die Zukunft der Stiftung SWISSAID und unserer Partnerorganisationen im Süden. Die effiziente Projektrealisierung und die Rentabilität der einzelnen Fundraisinginstrumente werden nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen laufend überprüft. Für uns ist es eine Daueraufgabe, die Prozesse und Abläufe schlank und effizient zu gestalten.

Gegen Korruption 

Korruption verhindert die Bekämpfung der Armut und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Sie verschärft die Ungleichheit und die Kluft zwischen den sozialen Schichten. SWISSAID arbeitet in Ländern mit einem hohen CPI (Corruption Perceptions Index von Transparency International) – das bedeutet, dass die befragte Bevölkerung der Meinung ist, dass korrupte Praktiken im Land sehr weit verbreitet sind. Es ist explizites Ziel von SWISSAID, Korruption zu bekämpfen. Ein wirksames Mittel ist die Stärkung der Zivilgesellschaft: ein Thema, für das sich SWISSAID in allen Arbeitsbereichen sehr engagiert. Eine starke, kritische und gut informierte Zivilgesellschaft setzt sich für Transparenz und Rechenschaftspflicht seitens der Regierung ein.  

Meldung von Verdachtsfällen

Inakzeptable Praktiken gibt es nicht nur im Umfeld von SWISSAID, sondern können trotz strengen Richtlinien auch innerhalb von Partnerorganisationen oder SWISSAID selbst geschehen. Wer Verstösse (wie Korruption, Betrug, Interessenskonflikte, Mobbing, sexuelle Belästigung, Nichteinhalten von Projektstandards) feststellt oder erfährt, kann dies über folgende Mailadresse vertraulich berichten:  

confidential@swissaid.ch 

Verantwortungsvolle Kommunikation 

Als Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit prägt SWISSAID mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit und dem Fundraising die öffentliche Wahrnehmung des Globalen Südens mit. Zusammen mit anderen Trägerorganisationen von Alliance Sud bekennen wir uns zu einer verantwortungsvollen Kommunikation und dem gemeinsam erarbeiteten Manifest. Das Manifest bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Orientierungshilfe. Den Kern bilden brancheninterne Leitlinien für verantwortungsvolle Kommunikation in der internationalen Zusammenarbeit, die als Selbstverpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit dienen.