Im Süden des Tschads, im Departement Abtouyour. Dort lebt Yaya Adoum. Die Witwe hat sich gemeinsam mit 15 anderen Bäuerinnen der Erdnussöl-Produktion verschrieben. Die Arbeit ist mühsam und beschwerlich. Mit Steinen zerkleinern die Frauen die Samen. Oft stundenlang. Bis sich aus den Samen eine Paste gebildet hat. Daraus können die Frauen endlich Öl gewinnen.
Ähnlich erging es Mankaria Baya, die einen Steinwurf entfernt in einem Nachbardorf wohnt. Die Mutter von sechs Kindern pflanzte Hirse an. Weil es im Dorf keine Mühle gab, mussten die Frauen das Getreide von Hand zu Mehl verarbeiten – oder sie nahmen den weiten Weg in die über zehn Kilometer entfernte grössere Stadt Bitkine unter die Füsse. Doch ohne Transportmittel war der Weg mit der schweren Last fast nicht zu schaffen. Und einen Karren zu mieten war teuer, brauchte Geld, Zeit und Energie –, die am Schluss für die Kinder und die Familie fehlten. «Dafür bräuchten wir ein Transportmittel. Das kostet jedoch Geld. Ausserdem viel Energie und Zeit. Danach müssen wir noch für die Familie kochen, was bedeutet, dass wir Wasser und Holz holen müssen. Am Ende können die Kinder erst spät in der Nacht essen», erklärt Mankaria.
