Unser Einsatz gegen den Hunger

Im Jahr 2022 haben wir – auch dank Ihrer Unterstützung – das Leben von über 360’000 Menschen auf der ganzen Welt verbessert. Davon erhielten mehr als 110’000 Menschen lebensrettende Nothilfe.

Wie zum Beispiel im Niger: Bereits im Herbst 2021 haben dort Starkregenfälle die Häuser und Ernten Tausender Menschen zerstört und sie ohne Lebensgrundlage zurückgelassen. Kurz darauf erlebte das Land eine extreme Dürre, die den Rest der Ernte vernichtete. SWISSAID war als eine der wenigen Organisationen vor Ort und half schnell und wirksam.

  • 69’000 Menschen erhielten umgehend Nahrungsmittelpakete
  • 3’000 nach den Überschwemmungen obdachlose Familien haben wieder ein Zuhause
  • 110’000 Bauernfamilien erhielten Saatgut und wurden beim Anbau von Gemüse unterstützt

Dank der Umstellung auf widerstandsfähiges, traditionelles Saatgut sind die Menschen im Niger nun besser gegen den Klimawandel gewappnet.

«Ich habe das Saatgut zu einem Zeitpunkt erhalten, als ich kein einziges Korn mehr hatte. Die Hilfe hat uns davor bewahrt, unsere Nachbarn anbetteln zu müssen», erinnert sich Zouera Idrissa, Nothilfebegünstigte aus dem Niger.

Es bleibt noch viel zu tun!

Als die Vereinten Nationen 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedeten und sich damit 193 Mitgliedstaaten verpflichteten, Armut und Hunger bis 2030 endgültig zu beseitigen, herrschte Zuversicht. Heute malen die Prognosen ein düsteres Bild. Der Krieg, die Klimakrise und die steigenden Lebensmittelpreise haben die Hungersituation weltweit verschärft.

Hunger nimmt zu.

Wir erleben es täglich: In unseren Projektregionen sind sieben von zehn Familien von Mangel- oder Unterernährung betroffen. Weltweit geht jeder zehnte Mensch abends hungrig zu Bett.

Ihre Spende macht Sinn

Unser Ziel ist unverändert: den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Das ist möglich - mit Ihrer Hilfe!

Unsere Ansätze im Kampf gegen den Hunger

Mit unserer Arbeit setzen wir uns dafür ein, den Hunger zu beenden, Ernährungssicherheit zu erreichen sowie die nachhaltige Landwirtschaft zu stärken. Wir haben uns daher ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Für 20% der Menschen in unseren Projektregionen soll Hunger bis 2024 kein Thema mehr sein. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt SWISSAID auf:

  • Die Stärkung der Frauen: Wir fördern Frauenrechte und stärken die Position von Frauen, insbesondere von Bäuerinnen. Von dieser Entwicklung profitiert die ganze Region langfristig.
  • Die Agrarökologie: Wir unterstützen die Menschen, mit den veränderten Klimabedingungen umzugehen und gleichzeitig selbst klimafreundlicher und nachhaltiger zu produzieren.

Die Stärkung der Frauen

Die Frauen spielen eine entscheidende Rolle bei die Ernährungssicherheit. Ihre Diskriminierung  beeinträchtigt die Entwicklung einer Gesellschaft. Durch die Stärkung ihrer Rechte, ihres Selbstbewusstseins, ihrer Stellung in der Gemeinschaft und ihres Marktzugangs verbessern wir mit unseren Projekten somit gleichzeitig die Ernährungssicherheit der Bauernfamilien.

Das folgende Video zeigt eindrücklich wie die gesamte Gesellschaft von der Stärkung der Frauen profitiert.

Agrarökologie funktioniert

Die Agrarökologie ist eine nachhaltige Landwirtschaftsform, die gesellschaftliche, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Aspekte miteinander verbindet. Mit agrarökologischen Schulungen und der Unterstützung von Bauernfamilien, die auf Agrarökologie umsteigen wollen, fördert SWISSAID die Wende zu umweltfreundlichen und nachhaltigen Ernährungssystemen. Dadurch werden die Familien widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel, was das Risiko für Unterernährung und Hunger beträchtlich senkt.

2022 veröffentlichte die Allianz Sufosec, bei der SWISSAID beteiligt ist, ihren ersten Ernährungsbericht. Anhand von Zahlen und Aussagen von Betroffenen im Globalen Süden beleuchtet er den dramatischen Anstieg des Hungers in der Welt. Er zeigt aber auch: Die Agrarökologie ist der richtige Ansatz, um eine gesunde, nachhaltige und ausreichende Ernährung sicherzustellen – und gleichzeitig den Planeten zu schützen.

Wie wir den Hunger beenden können

Wir alle sind Teil der Lösung

Die Agrarökologie und die Förderung der Gleichstellung zwischen Mann und Frau sind wirksame Mittel im Kampf gegen den Hunger. Aber wir sind überzeugt, dass wir die grossen Herausforderungen dieser Zeit nur gemeinsam angehen können. Wir alle sind Teil der Lösung: Die Kleinbäuerin im Tschad, der Spender in der Schweiz, die Politikerin in Bern. SWISSAID setzt die verschiedenen Teile zusammen. Mit dem Fokus auf Agrarökologie und Gleichstellung der Geschlechter wollen wir die Vision einer Welt ohne Hunger verwirklichen. Stück für Stück.

Wir setzen zusammen gegen den Hunger