Fast jeder zehnte Mensch hungert heute noch – das geht aus dem Welternährungsbericht der Vereinten Nationen hervor. Als die Vereinten Nationen 2015 auf einem Sondergipfel die Agenda 2030 verabschieden und sich damit 193 Mitgliedstaaten verpflichten, Armut und Hunger bis 2030 endgültig zu beseitigen, herrscht Zuversicht. Sechs Jahre später malen die Prognosen ein düsteres Bild. Die Zahl der Hungerleidenden nimmt seit ein paar Jahren wieder stark zu. Wenn sich der Trend fortsetzt, könnte es in zehn Jahren 840 Millionen unterernährte Kinder, Frauen und Männer geben.

Brandbeschleuniger: Covid-Krise

Noch nicht abgebildet sind die Folgen von Covid-19. Wir wissen aber, dass die Pandemie die Existenz von Millionen Familien vernichtet. Nahrungsketten werden unterbrochen, weil Kleinbäuerinnen ihre Felder nicht mehr bestellen können, es fehlt der Zugang zu Saatgut. Kinder und Jugendliche können nicht mehr zur Schule und verpassen so nicht nur Bildung, sondern auch die einzige Mahlzeit am Tag.

Studien zufolge starb im letzten Jahr allein durch Covid-19 alle 15 Sekunden ein Mensch an Hunger.

Neben Covid-19 bedroht eine weitere Krise das Nahrungsmittelsystem im Globalen Süden. Viele Länder kriegen den Klimawandel heute schon in voller Härte zu spüren. Dürrezeiten, Überschwemmungen und Stürme bringen viele Kleinbauernfamilien ans Existenzminimum – es geht um Leben und Tod.

Werden Sie Teil der Lösung

Mit Ihrer Spende bringen wir zum Beispiel Kleinbauernfamilien agroökologische Anbaumethoden bei. Das Ziel ist ebenso klar wie gross: Kein Mensch auf dieser Welt soll Hunger leiden!

Solidarität: Globale Probleme brauchen globale Lösungen

Die Verbreitung des Coronavirus und die Klimakrise machen die Hungerbekämpfung also noch dringlicher. Dabei erinnert uns die Pandemie daran, wie empfindlich unser System ist, wie abstrakt unsere Grenzen sind und wie sehr eine Veränderung notwendig ist. Globale Probleme können nicht isoliert angegangen werden: sie sind miteinander verbunden und voneinander abhängig.

Respektvoll mit der Natur umzugehen und lokale und nachhaltige Ernährungssysteme zu fördern, bedeutet, das Überleben der armen und benachteiligten Menschen zu sichern. Und unser eigenes.

Gegen den Hunger. Mit Agroökologie und Gleichstellung

SWISSAID fördert seit Jahrzenten die agroökologische Produktion. Die Agroökologie stärkt die Beziehung zwischen Natur, Landwirtschaft und Gesundheit und fördert ein nachhaltiges Ernährungssystem, die Biodiversität und genetische Vielfalt. Agroökologisch bewirtschaftete Betriebe sind deswegen resilienter gegenüber Krisen, Viren und Schädlingen – für Mensch, Pflanzen und Tiere.

Frauen ernähren die Welt – trotzdem haben sie oftmals kaum Rechte. Deshalb setzt sich SWISSAID seit Jahrzehnten dafür ein, Frauen zu stärken. Dank Alphabetisierungs- und Agrökologie-Kursen behaupten sich Bäuerinnen erfolgreich in der Männerwelt und sind Vorbilder für ihre Kinder und ganze Gemeinden.

Mit der Agroökologie und dem Fokus auf Gleichstellung haben wir ein wirksames Mittel gegen den Hunger in der Hand. Aber wir sind überzeugt, dass die grossen Herausforderungen dieser Zeit nur gemeinsam angegangen werden können. Wir alle sind Teil der Lösung: Die Kleinbäuerin im Tschad, der Spender in der Schweiz, die Politikerin in Bern. SWISSAID setzt die verschiedenen Teile zusammen. Damit die Vision einer Welt ohne Hunger Realität wird. Stück für Stück.

In Kürze

Klimakrise, Pandemie, Hunger: Wir sind überzeugt, dass die grossen Herausforderungen dieser Zeit nur gemeinsam angegangen werden können. Wir alle sind Teil der Lösung: Die Kleinbäuerin im Tschad, der Spender in der Schweiz, die Politikerin in Bern. SWISSAID setzt die verschiedenen Teile zusammen. Damit die Vision einer Welt ohne Hunger Realität wird. Stück für Stück.