Myanmar, 7.4

Zunahme der Ungleichheiten in Myanmar

Im Kampf gegen das Coronavirus muss auch und vor allem an die Frauen gedacht werden. Bereits bestehende Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen verstärken sich in dieser Notsituation zusätzlich. Weltweit wird 70% der Arbeit im Sozial– und Gesundheitssektor von Frauen geleistet. Darüber hinaus steigt das Risiko häuslicher Gewalt in allen Ländern ab dem Alter von 40 Jahren. Und schliesslich arbeiten hauptsächlich Frauen in informellen und prekären Jobs.

LIFT, eine Stiftung, die die ärmsten Menschen in Myanmar unterstützt, stellt Forschungen von UNWOMEN und IASC (Inter-Agency Standing Committee) zu diesem Thema vor. Mehr dazu hier.

Tschad, 7.4

Die Krisenanfälligkeit der Tschaderinnen und Tschader nimmt von Tag zu Tag zu

Bis heute gibt es im Tschad neun Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Olivier Ngardouel, Leiter des SWISSAID-Büros im Tschad, beschreibt die Situation im Land:   

«Die Regierung hat eine Gesundheitsüberwachungs- und Sicherheitseinheit zur Prävention und Bekämpfung von Covid-19 eingerichtet. Sie hat eine Reihe von Massnahmen ergriffen, die sich auf das tägliche Leben der Tschaderinnen und Tschader auswirken.

 

Märkte, Moscheen und Kirchen sind geschlossen. Der öffentliche Verkehr zwischen den Städten ist ausgesetzt und wird auch innerhalb der Städte eingeschränkt. Als Folge davon sind die Grundnahrungsmittel knapp geworden und die Preise teurer: Der Preis von einem Kilogramm getrockneter Okra ist von 750 auf neu 2000 FCFA (von 1.20 auf 3.20 CHF) angestiegen und das Kilogramm getrockneter Fisch kostet statt bisher 4000 neu 6000 FCFA.   

Mit der Schliessung der Märkte und dem Abbau von Lagerbeständen leben die Familien von Tag zu Tag, was ihre Krisenanfälligkeit erhöht.»

Die Auswirkungen des Virus auf die Entwicklungszusammenarbeit

Schweiz – 6.4 | Das Coronavirus wirkt sich auch auf die Entwicklungszusammenarbeit aus und zwingt viele NGOs, die Programme in ihren Partnerländern zu ändern. Dies ist auch bei SWISSAID der Fall, wie Stiftungsdirektor Markus Allemann im Interview mit La Liberté erklärt: 

«Einige unserer Programme werden für ein paar Monate unterbrochen werden. Wir werden sie umstellen, indem wir uns beispielsweise auf Gesundheitsprävention und Hygiene konzentrieren, Bauern unterstützen, die in Nicaragua die Saat austragen wollen, oder die Lebensmittelversorgungsketten in Tansania sicherstellen.» Den vollständigen Artikel finden Sie hier (FR).

Ecuador, 6.4

Guayaquil befindet sich inmitten der Corona-Krise 

Die Gesundheitssituation in Guayaquil, der grössten und bevölkerungsreichsten Stadt Ecuadors, ist chaotisch. Die Zahl der durch Covid-19 verursachten Todesfälle nimmt zu und der Abtransport der Leichen hält nicht Schritt. Darüber hinaus wird keine Analyse der Todesursache durchgeführt, und Leichenhallen nehmen aus Angst vor dem Virus keine Leichen mehr an. Infolgedessen warten die Familien vergeblich darauf, dass die Behörden die Verstorbenen aus ihren Häusern abtransportieren. Die Familien leiden auch darunter, dass sie nicht in der Lage sind, sich von ihren Lieben in würdiger Weise zu verabschieden und ihnen die üblicherweise durchgeführte Bestattung zu ermöglichen 

Die Regierung hat versichert, dass sie alles in ihrer Macht stehende tue, um die Leichen aller Verstorbenen abzuholen, und hat erklärt, dass sie die Bestattung aller an Coronavirus gestorbenen Personen veranlassen werde. In der vergangenen Woche wurden nach Angaben der nationalen Polizei 310 Leichen eingesammelt. Allerdings ist momentan nicht bekannt, wie viele Todesfälle es in Guayaquil gegeben hat und wie viele auf das Coronavirus zurückzuführen sind. Mehr dazu (SP).

Solidarität macht uns stark

Solidarität verbindet Menschen auf der ganzen Welt – gerade in schwierigen Zeiten macht sie uns stark. Dank Ihrer Unterstützung können wir in unseren Partnerländern auch während der Corona-Krise wertvolle Arbeit leisten.
Kolumbien, 3.4

SWISSAID Kolumbien befürchtet einen Anstieg der häuslichen Gewalt während der Quarantäne

Die aktuell verhängten Ausgangssperren sind hart, doch für manche Menschen, insbesondere für Frauen, bedeuten sie eine grössere Gefahr. Denn laut Medienberichten haben in Kolumbien die Fälle von Gewalt gegen Frauen um 51% gegenüber dem Vorjahr zugenommen.  

Angesichts der Dringlichkeit dieser Situation hat SWISSAID Kolumbien einen Plan zur Soforthilfe erstellt. Ein grosses Netzwerk bietet in ländlichen Gemeinden Stellen für Erste-Hilfe an, führt eine virtuelle Überwachungen durch und telefoniert mit gefährdeten Frauen. Darüber hinaus sensibilisieren Erwachsene und junge Männer in mehreren Städten im Departement Sucre die Bevölkerung für Gewaltlosigkeit.

Während Covid-19 für viele Frauen eine Katastrophe ist, ist es auch eine aussergewöhnliche Möglichkeit, Solidarität zu mobilisieren und ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu fordern. 

Weitere Informationen über die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern während der Corona-Krise finden Sie hier. 

Guinea-Bissau, 3.4

«Es kommen schwere Zeiten»

In Guinea-Bissau bereitet die Ausgangssperre der Bevölkerung grosse Sorge. So ist etwa nicht klar, wie man in Zukunft zu Nahrung kommen soll. Schliesslich haben alle Geschäfte geschlossen. Mamadou Saliu Nanque, ein Einwohner von Bissau, erklärt die Schwierigkeiten, mit welchen er nun konfrontiert ist. Trotz allem fordert er, dass die Anweisungen der Regierung befolgt werden sollen 

Kolumbien, 2.4

Die Ausgangssperre kann die Jugendlichen aus Sucre nicht stoppen

Die Mitglieder der «plataforma de juventud» (Jugendplattform) in der Region Sucre, Kolumbien, nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden technologischen Mittel, um während der Ausgangssperre informiert zu bleiben und sich politisch zu engagieren. So ist es den Jugendlichen aus 11 der 26 Gemeinden der Region Sucre gelungen, ihre Vorschläge für die Entwicklung der Gemeinden von den Mitgliedern der Räte für Landnutzungsplanung genehmigen zu lassen.  

 

Zu ihren Initiativen gehören die Schaffung eines Wirtschaftsfonds für Jungunternehmende, ein verbilligtes Verkehrsabonnement für Studierende, die täglich aus den ländlichen Gemeinden ins Stadtzentrum fahren müssen, und die Schaffung von Gesundheitsdiensten, die an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst sind.  

Was können wir von der Corona-Pandemie lernen?

2.4 | Die Corona-Pandemie wirft grundlegende Fragen auf, darunter auch die nach unserem derzeitigen Ernährungssystem. Ein System, welches stark von der Globalisierung geprägt wurde und Pflanzen, wie auch Tiere nicht ausreichend respektiert. 

Vielleicht kann uns die durch Covid-19 hervorgerufene Krise wieder einen Schritt hin zu einem lokalisierten, nachhaltigen und agroökologischen Ernährungssystem bringen.

Hier geht es zum Artikel.

Tansania, 1.4

«Wir beobachten, welche Programmaktivitäten ausgesetzt, modifiziert, verstärkt oder gestrichen werden müssen.»

Blaise Burnier, Büroleiter in Tansania, äussert sich zu den Entwicklungen im ostafrikanischen Land: 

«Wir von SWISSAID Tansania informieren uns laufend über die Entwicklung der Pandemie im Land und die Präventionsmassnahmen der Regierung. Wir analysieren fortlaufend die Risiken für unsere Mitarbeitenden, Partner und Begünstigte und legen fest, welche Reaktionen in einem sich ständig verändernden Umfeld vorgenommen werden müssen. Wir beurteilen auch, welche unserer Programmaktivitäten ausgesetzt, modifiziert, verstärkt oder gestrichen werden müssen. Zu diesem Zweck kommuniziert unser Managementkomitee eng mit unseren Mitarbeitenden und Partnern. Wir arbeiten eng mit einem breiten Netzwerk von internationalen und nationalen NGOs zusammen, die in Tansania aktiv sind, und wir folgen den Empfehlungen der Regierung sowie von Sonderorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation.» 

Indien, 31.3

Indiens öffentlicher Verkehr kommt zum Stillstand

 

Nach der Ankündigung der Ausgangssperre am vergangenen Mittwoch (25. März) steht in Indien alles still. Als Reaktion darauf kehrt ein grosser Teil der armen Bevölkerung in ihre Dörfer zurück. In manchen Fällen müssen die betroffenen Menschen zu Fuss über Hunderte von Kilometern nach hause laufen, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr in Betrieb sind (auch „Der Bund“ berichtete).  

Vielerorts, wo SWISSAID mit Projekten aktiv ist, haben die Dorfbewohnerinnen und -bewohner Barrikaden errichtet, um sich einzuschliessen und zu verhindern, dass kranke Menschen von aussen in die Dörfer kommen.

Tansania, 31.3

Die Lage in Tansania ist angespannt

Nach der Bekanntgabe des ersten bestätigten Falls von Covid-19 am 16. März und der darauffolgenden Fernsehansprache des Präsidenten am 22. März stieg die Spannung in Tansania an. Alle Schulen wurden für 30 Tage geschlossen, grössere Demonstrationen und Kundgebungen wurden bis auf weiteres verboten und von Menschenansammlungen wird nachdrücklich abgeraten. Zudem werden alle Menschen, die aus stark betroffenen Ländern einreisen, unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt.  

Informationen über das Coronavirus dominieren alle Nachrichten und die sozialen Medien. Die Menschen sind sehr besorgt über die Gesundheitsrisiken, schliesslich ist das Gesundheitssystem des Landes nur begrenzt ausgebaut. Die Menschen sind jedoch auch sehr besorgt über die Auswirkungen dieser Pandemie auf die Wirtschaft. In einem Land, in dem ein grosser Teil der Bevölkerung von Tagelöhnen lebt, könnten strikte soziale Distanzierungs- und Eindämmungsmassnahmen katastrophale Folgen haben, auch wenn entscheidende Sektoren wie der Tourismus bereits jetzt praktisch zum Erliegen gekommen sind.

Schweiz, 30.3

Ideenreich durch die Krise 

Der Samstagsmarkt in Solothurn (Schweiz) ist seit zwei Wochen aufgehoben. Einzelne Marktstände verkaufen ihr Gemüse dennoch an unterschiedlichen Orten, und immer unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes. Dieser Biohof ist besonders konsequent: Ideenreich werden die Gebote der Distanz und der Hygiene eingehalten. 

Kann die Saat in Nicaragua rechtzeitig ausgebracht werden? 

Nicaragua, 30.3 | Der April ist ein sehr wichtiger Monat für die Landbevölkerung Nicaraguas. Es ist der Zeitpunkt, an dem die Bäuerinnen und Bauern ihre Ausrüstung, das Saatgut und weitere Ressourcen vorbereiten, welche für die Aussaat von Feldfrüchten im Mai (während der Regenzeit) benötigt werden. Das Überleben von Tausenden von Kleinbauernfamilien hängt von diesem Saatgut ab.
SWISSAID Nicaragua und ihre Partner setzen sich dafür ein, dass diese Aktivitäten in den unterstützten Gemeinden durchgeführt werden können. Davon hängt das Überleben der ärmsten Menschen ab.

Ecuador, 30.3

Die Auslandsverschuldung Ecuadors steigt an

Oscar Quillupangui, Co-Leiter des SWISSAID-Büros in Ecuador äussert sich zu der finanziellen Lage seines Landes:

«Die ersten Auswirkungen von Covid-19 in Ecuador bestätigen, dass das öffentliche Gesundheitssystem nicht auf die Pandemie vorbereitet ist. Den Krankenhäusern fehlt es an Ausrüstung – sie müssen dringend mehr Material erhalten. Statt in das Gesundheitssystem zu investieren, hat die ecuadorianische Regierung nun 325 Millionen Dollar für die Bezahlung von Staatsanleihen ausgegeben. Dies mit der Absicht, weitere Kredite zu erhalten.

Während die Weltbank und der Internationale Währungsfonds bestätigt haben, dass sie in den kommenden Wochen grosse Geldsummen bereitstellen können, verstehen die Bürgerinnen und Bürger nicht, aus welchem Grund diese grossen Finanzinstitutionen in einer Zeit der globalen Krise den Ländern Bedingungen für den Zugang zu Ressourcen in Form von Krediten auferlegen. Es scheint, dass die Vergabe von Krediten in der Zeit von Covid-19 ein gutes Geschäft ist.»

Niger, 27.3

Es braucht alle, um die Ansteckungskurve flach zu halten 

«Niamey, 24. März 2020, 19 Uhr, Zeit des Maghrib-Gebets, Sonnenuntergang. Nachdem ich das Büro um 18.30 Uhr verlassen hatte, nahm ich den üblichen Weg nach Hause. Ich war überrascht, dass die Menschen in den verschiedenen Moscheen des Viertels zusammengedrängt dastanden – so, als ob nichts passiert wäre! Eine Woche zuvor hatte sich die Regierung mit den Führern der beiden Hauptreligionen in Niger (Islam und Christentum) getroffen, um mit ihnen über die Risiken von kollektiven Gebeten zu sprechen. Es war ein hoffnungsloser Fall. Einige Menschen in der Bevölkerung halten sich weiterhin nicht an einfachste Vorsichtsregeln.» 

Trotz des ersten Falles in Niger (siehe Beitrag vom 20. März) befürchtet Adamou Moussa Abba, Leiter des SWISSAID-Büros in Niger, dass die Bevölkerung die Dringlichkeit der Situation noch nicht verstanden hat.

Kolumbien, 27.3

Kolumbianische Jugendliche werden aktiv

 

SWISSAID und vier weitere kolumbianische Organisationen haben die Produktion eines Sensibilisierungsvideos gegen die Verbreitung des Cornavirus unterstützt. Wie überall auf der Welt ist es wichtig, sich regelmässig die Hände zu waschen, zu Hause zu bleiben und eine Maske zu tragen. Jugendliche werde nun aktiv, um diese Informationen zu verbreiten.

Guinea-Bissau, 26.3

Der Alltag wird sich verändern müssen

Es ist sehr schwierig, die Gewohnheiten der Bevölkerung zu ändern das ist auch in Guinea-Bissau zu sehen. Trotz der vielen Präventionsbotschaften, die über das Radio übertragen werden, findet noch immer ein grosser Teil des Alltags auf der Strasse statt

Die Regierung hat die Schliessung der meisten Geschäfte, Märkte, kleinen Strassenverkaufsstellen und auch einiger Apotheken angeordnet. In einem der ärmsten Länder der Welt haben die Frauen nun grosse Angst davor, dass sie ihre Kinder bald nicht mehr ernähren können.

Was die Krise für Frauen bedeutet

Indien, 26.3 | «Die Situation von alleinstehenden Frauen, weiblichen Familienoberhäuptern und Frauen, die von Tageslöhnen abhängig sind, hat sich deutlich verschlechtert. Und wenn die durch den Corona-Virus hervorgerufenen Massnahmen noch lange bestehen bleiben, wird sie noch prekärer. Die häusliche Gewalt wird wahrscheinlich zunehmen und in dieser speziellen Situation wohl auch viele neue Formen annehmen.», berichtet Sneha Giridhari, die Gender-Expertin von SWISSAID in Indien. 

Weitere Informationen über die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern während der Corona-Krise finden Sie hier. 

Ecuador, 25.3

Ecuador: Mit gesunder Nahrung gegen den Virus

In Ecuador hat die Regierung am 16. März den Notstand ausgerufen. Dadurch wurde die Mobilität der Bevölkerung eingeschränkt und alle Arten von sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten wurden mit Ausnahme des Gesundheits- und Lebensmittelsektors eingestellt. Seither haben die bestätigten positiven Corona-Fälle um 139 Prozent zugenommen (von 451 auf 1082). Zudem gab es bereits 27 Todesfälle in der ersten Woche.   

Oscar Quillupangui, Co-Leiter des Büros in Ecuador, geht auf die Einschränkungen und deren Folgen ein: 

«Der Ausnahmezustand schränkt das Einkommen der am meisten gefährdeten Menschen ein. So trifft dieser Bäuerinnen und Bauern, wie auch indigene Frauen besonders hart. Zudem erreichen staatliche Hilfeleistungen und Gesundheitsdienste diese Bevölkerungsgruppen kaum. Dennoch konnte die Agroökologie, wie auch die chemiefreie Nahrungsmittelproduktion das Interesse der Stadtbevölkerung wecken. Schliesslich kann man mit einem gestärkten Immunsystem besser mit Viren wie Covid-19 zurechtkommen.  

Auf dem agroökologischen Markt im Dorf Pelileo (Provinz Tungurahua) werden einmal wöchentlich, unter Einhaltung der Massnahmen, gesunde Nahrungsmittel angeboten. SWISSAID hat 80 Frauen dabei unterstützt, dass sie weiterhin Produkte verkaufen können und folglich unter weniger starken Einkommenseinbussen leiden müssen. Die Bäuerinnen haben sich dazu verpflichtet, die gleichen Preise und Mengen wie üblich beizubehalten – im Gegensatz im Rest des Landes, wo die Spekulation um Lebensmittelpreise zunimmt 

Indien, 25.3

Grosse Herausforderungen in Indien

«Wir stehen in Kontakt mit unseren Partnern und bereiten einen Notfallplan vor, damit wir – wenn nötig reagieren können. Wir hoffen und beten, dass sich die Situation nicht weiter verschlechtert.» Die Worte von Kavita Ghandi, Leiterin des SWISSAID-Büros in Indien, zeigen die grossen Herausforderungen, mit denen das Land umgehen muss. Viele Teile des Landes, darunter auch der Bundesstaat Maharashtra, in dem SWISSAID viele Projekte betreibt, werden isoliert, mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung.

Tschad, 23.3.

Zusätzliche Hygienemassnahmen im Tschad

Im Tschad hat das SWISSAID-Koordinationsbüro Handwaschanlagen für die Personalhygiene installiert. Ein Sprühgerät (links) steht ebenfalls zur Verfügung, damit die Toiletten vor dem Benutzen desinfiziert werden können. Diese zusätzlichen Hygienemassnahmen haben zum Ziel, die Übertragungskette des Coronavirus zu unterbrechen. 

Kolumbien, 21.3.

Bogota übt für den Ernstfall

Claudia López, die Bürgermeisterin von Bogotá, hatte in der vergangenen Woche verfügt, dass von Freitag bis Montag Einwohnerinnen und Einwohner (also fast 8 Millionen Menschen) zu Übungszwecken zu Hause bleiben sollen, um sich auf einen möglichen Notfall vorzubereiten.

Walquiria Perez, Leiterin des SWISSAID-Büros in Kolumbien, erzählt:

«Am ersten Tag der angeordneten Quarantäne-Übung glich das sonst so geschäftige Bogotá am Freitag einer Geisterstadt. Die Menschen reagierten solidarisch auf die Massnahme zur Vorbereitung auf das Coronavirus, blieben in ihren Häusern und begannen, Beziehungen virtuell zu pflegen und im Homeoffice zu arbeiten.

Obwohl diese Massnahmen notwendig und wirksam sind, ist es wichtig, Familien, die von der Hand in den Mund leben, rechtzeitig Lösungen anzubieten. Wir müssen in dieser Krise Solidarität zeigen, und ich hoffe, dass es keine Hamsterkäufe in den Geschäften und keine Lebensmittelspekulationen geben wird.

Es ist wichtig, zu würdigen, dass es die Bauernfamilien sind, die uns mit Lebensmitteln versorgen. Dies ist eine ausserordentliche Gelegenheit, unsere Regierung aufzufordern, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, alternative Nahrungsmittelketten und die ländliche Produktion zu fördern.»

Momentan ist es ruhig in Niamey

Niger, 20.3. | Adamou Moussa Abba, Büroleiter SWISSAID Niger: «Im Moment ist es ruhig in Niamey, aber es kursieren sehr viele Fake News in den Sozialen Medien. Gestern ist im Niger der erste Corona-Fall bekannt geworden: ein junger Auszubildender einer Transportfirma, der das Virus von einer Reise in den Niger gebracht hat. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist er in Quarantäne.»

Schweiz, 19.3.

Videobotschaft von Markus Allemann

Solidarität macht uns stark

Solidarität verbindet Menschen auf der ganzen Welt – gerade in schwierigen Zeiten macht sie uns stark. Dank Ihrer Unterstützung können wir in unseren Partnerländern auch während der Corona-Krise wertvolle Arbeit leisten.