Jeder 10. Mensch hungert – das sind aktuell bis zu 828 Millionen Menschen weltweit. Tendenz steigend. Diese neusten Zahlen von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Welternährungslage unterstreichen unsere Ergebnisse aus dem vorliegenden Ernährungsbericht der Allianz Sufosec.

Ernährungsbericht Sufosec 2022

Die Sufosec-Umfrage von 2021 bei 14’000 Haushalten in Asien, Afrika und Lateinamerika  ergab schockierende Ergebnisse: Jeder vierte Haushalt war von Hunger betroffen und zwei von drei Haushalten hatten nur eingeschränkten Zugang zu Nahrung. Das Ziel Nummer 2 «Zero hunger» der Agenda 2030 der Vereinten Nationen scheint in weite Ferne gerückt.

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Hunger und Mangelernährung sind weiblich

Hunger wird immer weiblicher. Denn wenn die Lebensmittel knapp werden, sind es die Frauen, die als erste auf Nahrung verzichten und sich häufig zuletzt mit den Essensresten ihrer Kinder und Ehemänner begnügen müssen. Die FAO schätzt, dass zehn Prozent mehr Frauen als Männer von Hunger und Mangelernährung betroffen sind. Weiter kommt das uniformierte Ernährungssystem Frauen nicht entgegen. Ihr Bedarf an Nährstoffen ist anders als der von Männern oder Kindern. So verwundert es nicht, dass weltweit rund 571 Millionen Frauen von Blutarmut betroffen sind. Eine klare Folge von mangelhafter Ernährung.

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Unser Ziel ist unverändert: den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. Das ist möglich - mit Ihrer Hilfe!

Krisen als Treiber der Entwicklung

Klimakrise, Pandemie, Kriege das sind die Brandbeschleuniger, die die aktuelle Hungerkrise dramatisch verschlimmern. Mitschuldig für Hunger und Mangelernährung ist auch die Nahrungsmittelspekulation, die immer wieder zu Preisexplosionen führt. Die Klimakrise mit ihren Folgen und der damit verbundene Verlust der Artenvielfalt sowie fehlende Flächen für den Nahrungsmittelanbau sind weitere Treiber der dramatischen Hungerkrise.

Erste hoffnungsvolle Ergebnisse

Die weltweite Hungersituation ist kritisch. Aber die ersten Ergebnisse des Engagements der Allianz stimmen optimistisch:

  • 850’000 Menschen profitierten jährlich in Form von humanitärer Hilfe
  • 8‘300 Familien konnten sich jährlich ausreichend, nachhaltig und gesund ernähren
  • 291‘000 Haushalte wenden mindestens eine agrarökologische Anbaumethode an
  • 52’000 weitere Haushalte, die nach agrarökologischen Methoden anbauen, kommen jährlich hinzu
  • Das Risiko der Menschen in den Projektgebieten, an Hunger oder Mangelernährung zu leiden, sank seit 2020 um 16 Prozent.

Agrarökologie als Lösung im Kampf gegen den Hunger

Der Bericht zeigt auf, dass die Agrarökologie der richtige Ansatz ist, um den Zugang zu genügend und gesunden Lebensmitteln zu verbessern und unseren Planeten dabei nachhaltig zu schützen. Der umweltfreundliche Ansatz setzt auf kurze Wege, bäuerliches Saatgut und an die lokalen Bedingungen angepasste Anbaumethoden für eine grössere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel. Die Agrarökologie ermöglicht Menschen ein stabiles und gerechtes Einkommen und fördert die Autonomie der lokalen Gemeinschaften.

Prinzipien Agrarökologie

Entdecken Sie wie die Agrarökologie das Leben von mehreren Gemeinschaften in Indien verändert hat.

Ein ehrgeiziges Ziel

Der Weg ist lang, aber die Motivation der Allianz-Partner bleibt ungebrochen: Bis 2024 will es die Allianz schaffen, dass 20 Prozent weniger Menschen in den Projektgebieten hungern müssen. Dank nachhaltig produzierten und ausreichend zur Verfügung stehenden gesunden Lebensmittel.

Das Ziel ist gross, aber wir schaffen das – gemeinsam mit Ihnen, der Politik und Wirtschaft können wir den Hunger bekämpfen und das UNO-Ziel «Zero hunger» bis 2030 nachhaltig erreichen.

 

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