Es bedarf nachhaltigerer, regional stärker vernetzter und sozial verantwortlicherer Ernährungssysteme, um in Zukunft einseitige Abhängigkeiten vom Weltmarkt zu vermeiden. Die Agrarökologie, die SWISSAID seit Jahren in ihren Projekten praktiziert, ist eine Methode, die all diese Kriterien erfüllt.
Es handelt sich um einen mehrdimensionalen Ansatz, der die lokale Produktion unterstützt und die Autonomie der Bauernfamilien fördert. Er setzt unter anderem auf regionale Verkaufskanäle über lokale Märkte und bringt lokales, widerstandsfähiges und an die Umwelt angepasstes Saatgut in Umlauf. Dadurch werden die Ernten widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Bedingungen. „Mit der Agrarökologie kommen wir den Zielen der UNO für eine nachhaltige Entwicklung näher“, sagt Nicole Stolz, Leiterin der Abteilung Entwicklungszusammenarbeit bei SWISSAID. „Sie ermöglicht es den Ländern des Südens auch, handlungsfähig zu sein und weniger abhängig von großen Marktakteuren und damit weniger anfällig für globale Krisen.“
SWISSAID demonstriert immer wieder den Nutzen dieser Methode. Vor allem im Rahmen der Sufosec-Allianz. Im vergangenen Jahr wandten 52’000 Familien agrarökologische Methoden an und verbesserten so ihre Lebensbedingungen. Bis 2024 will die Allianz den Hunger und die Unterernährung in ihren Projektgebieten um 20% senken, ebenfalls mit Hilfe der Agrarökologie. Auf diese Weise werden fast 100’000 Menschen nicht mehr hungrig ins Bett gehen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Hunger, trotz Kriegen und Krisen.