Aktuell hilft SWISSAID im Tschad und in Myanmar. In Myanmar steht die Bevölkerung nach einem Erdbeben vor dem Nichts. Und an der Grenze zum Sudan spielt sich in den Flüchtlingscamps eine humanitäre Tragödie ab …
Ja, die Not ist gross. Im Tschad stranden hunderttausende von Flüchtlingen aus dem Sudan. Bereits sind es mehr als eine Million Menschen. Es sind vorwiegend Frauen, Kinder und älteren Menschen, die in eilig aufgestellten Flüchtlingscamps unter prekären Umständen leben müssen. SWISSAID hat bisher in benachbarten Gebieten Entwicklungsprojekte durchgeführt. Nun wurde ein Nothilfeprojekt im Flüchtlingscamp Farchana lanciert. Auch die umliegenden Dörfer sind Teil des Projekts – denn sie sind stark vom steigenden Druck auf die ohnehin knappen natürlichen Ressourcen betroffen.
SWISSAID leistet seit vergangenem Jahr so viel Nothilfe wie noch nie. Warum?
Die Ursachen sind vielschichtig. Infolge des Klimawandels, treten vermehrt Dürren, Überschwemmungen, Hurrikans und andere extreme Wetterphänomene auf. In manchen Ländern des Globalen Südens herrschen zudem gewaltsame Konflikte zwischen ethnischen und religiösen Gruppen. Die Folgen sind Hungersnöte und Gewaltexzesse. Sehr viele Menschen sind gezwungen, auf der Suche nach Schutz und Nahrung ihre Heimat zu verlassen. Nothilfe kann dazu beitragen, dass Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen und sich eine neue Existenz aufbauen können.
Wie geht SWISSAID bei der Nothilfe vor?
Erste Priorität haben Nahrungsmittel und der Zugang zu Trinkwasser. Wir verteilen Saatgut, um die Nahrungsmittelproduktion wiederanzukurbeln. Begleitet werden Nothilfe-Interventionen immer durch konfliktsensible Massnahmen. Langfristig versucht SWISSAID zusammen mit den lokalen Partnerorganisationen einen nachhaltigen Entwicklungsprozess anzustossen. Dieser Ansatz, Triple-Nexus genannt, beinhaltet eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und anderen nationalen und internationalen Akteuren der humanitären Hilfe.
