Denn Kleinbäuerin in Indien zu sein, ist nicht einfach.Viele Frauen besitzen kein eigenes Land. Es fehlt an Ausbildungsmöglichkeiten, an Anerkennung und an Unterstützung im Alltag. Umso wichtiger ist die Solidarität unter Frauen. Sie trägt und stärkt uns.
Bibi Jan, 41 Jahre alt, ist eine Landwirtin in Indien.
Die Landwirtschaft ist meine grosse Leidenschaft. Später möchte ich Bäuerin werden, moderne und umweltfreundliche Geräte einsetzen und zur Ernährungssicherheit meiner Gemeinde beitragen. Ich weiss, dass der Weg dahin nicht einfach sein wird.
Ally Majidu Makundi, 20 Jahre alt, angehende Bäuerin in Tansania
Verantwortlich für 80% unserer Nahrung, doch nur 15% Land
80%
Frauen ernähren die Welt: Frauen sind für bis zu 80% unserer Nahrung verantwortlich. Sie bestellen Felder, produzieren und erhalten Saatgut, schützen Ökosysteme und verkaufen die Ernte auf dem Markt. All dies erledigen sie oft parallel zu häuslichen Pflichten und Kindererziehung
15%
Frauen bleibt der Zugang zu Ressourcen, Wissen und politischer Mitsprache oft verwehrt. So sind weltweit zum Beispiel nur 15 Prozent aller Menschen, die Landrechte besitzen, Frauen.
Vervielfachen Sie die Kraft der Bäuerinnen
So hilft deine Spende
WISSAID setzt vor Ort dort an, wo Ungleichheit entsteht: beim Zugang zu Wissen, Saatgut und Einkommen. Unser Werkzeug ist die Agrarökologie – eine Landwirtschaft mit tiefen Kosten, stabilen Erträgen und ohne Abhängigkeit von teuren externen Inputs.
Für Bäuerinnen ist sie ein zugänglicher, risikoarmer Weg, die Ernährung ihrer Familien zu sichern und wirtschaftlich eigenständig zu werden.
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen organisieren wir Weiterbildungen zu agrarökologischen Methoden und Buchhaltung. Wir unterstützen Frauen dabei, sich zu vernetzen und ihre Anliegen gemeinsam zu vertreten.
Frauen stärken heisst Hunger besiegen
Der jüngste Bericht über Nahrungsmittelkrisen der UNO zeigt: Der Hunger nimmt weiter zu und betrifft immer mehr Länder. Um den Negativtrend zu unterbrechen, führt kein Weg daran vorbei: Bäuerinnen müssen einen gerechten Zugang zu Ressourcen, Land und Wissen erhalten.
Dann nämlich könnten Frauen 150 Millionen Menschen zusätzlich vom Hunger befreien.