Geschichte

SWISSAID arbeitet seit ihrer Gründung in den 40er Jahren mit der DEZA zusammen. SWISSAID – damals noch die «Schweizer Spende» – leistete zunächst Nothilfe für das kriegszerstörte Europa. In den 60er Jahren expandierte das Hilfswerk als «Schweizer Auslandhilfe (SAH)» auf andere Kontinente. Die ersten Projekte der SAH in Indien markieren den Beginn der eigentlichen Entwicklungshilfe. Dieses Engagement wurde unter anderem durch die Mittel der DEZA ermöglicht. Dank ihrer Unterstützung konnten bis heute Millionen von Menschen durch Hunderte von Projekten ihre Lebensbedingungen verbessern und sich selbst helfen.

Finanzierungsinstrumente

Die Zusammenarbeit der DEZA mit Schweizer NGO zielt darauf ab, Synergien und Multiplikatoreffekte zu schaffen, um die Ziele der internationalen Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz zu erreichen. Die Zusammenarbeit mit NGO, die in der Schweizer Bevölkerung gut verankert sind, stärkt auch das Verständnis für diese aussenpolitische Aktivität.

Die Beiträge der DEZA können auf zwei Arten geleistet werden:

  • Programmbeiträge: Finanzielle Unterstützung für internationale Programme, die von Schweizer NGO durchgeführt werden. Diese Programme ermöglichen eine nachhaltige Entwicklungshilfe in direkter Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. SWISSAID strebt die Stärkung dieser an und legt grossen Wert darauf, sie in jeder Phase des Projekts einzubeziehen. Die Programmbeiträge der DEZA machen maximal 30% des Programms der jeweiligen NGO aus. Spenden und Beiträge von Institutionen oder Privatpersonen müssen also mehr als das Doppelte, nämlich 70% des Programms, abdecken. So finanziert die DEZA für jeden gesammelten Franken einen Betrag von rund 30 Rappen. Dieser Multiplikatoreffekt soll private Spenderinnen und Spender ermutigen, sich an der Seite der DEZA für ein SWISSAID-Projekt zu engagieren.
  • Mandat und gezielte Beiträge: Finanzielle Beiträge oder Verträge für spezifische Projekte oder Initiativen, die von schweizerischen oder ausländischen NGOs durchgeführt werden. Sie delegieren die Durchführung von Projekten, die den thematischen und lokalen Strategien der DEZA entsprechen, an die NGO.

Aktuelle Beiträge

Im Jahr 2020 leistete der Bund einen Beitrag von rund 6.34 Millionen an die Entwicklungsprogramme von SWISSAID in den neun Partnerländern. Alle vier Jahre erneuert SWISSAID ihr Gesuch um Programmbeiträge beim Bund. Dabei orientiert sie sich an den Grundzügen der Strategie für die internationale Zusammenarbeit. SWISSAID hat sein Gesuch für den Zeitraum 2021-2024 erneuert. Der für die Mandate und gezielten Beiträge erhaltene Beitrag beläuft sich auf rund 5.5 Millionen. Diese Mittel werden durch zahlreiche institutionelle Organisationen und Partner sowie private Spenderinnen und Spender ergänzt.