Einmal im Monat schulen ausgebildete Frauen die Jugendlichen. Dort werden Fragen thematisiert, zum Beispiel: Was ist männlich? Was ist weiblich? Was bedeutet Gewalt für das Opfer? Was für den Täter? Welche Folgen hat eine Kinderheirat für die Betroffenen? Mit Liedern, Diskussionen, Plakaten und Rollenspielen lernen die Jugendlichen wichtige Meilensteine für eine gleichberechtigte Gesellschaft kennen. In den Zentren können die Mädchen und Buben auch Bücher ausleihen oder vor Ort lesen. Auch verschiedene Bildungsangebote wie Computer- oder Nähkurse unterstützen die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.
Mobile Rechtsberatungsstellen geben Betroffenen Antworten auf juristische Fragen. Und Ärztinnen und ausgebildete Psychologinnen stützen Betroffene auf dem Weg zur Genesung. «Die Hilfe umfasst sehr viele verschiedene Aspekte und hat damit eine sehr nachhaltige Wirkung.»
Immer wieder sensibilisiert SWISSAID auch die staatlichen Akteure. Ziel ist, dass Kinderheirat und Gewalt an Frauen in den Institutionen ernst genommen werden.
Das Leben von Shyamal hat sich dank der Arbeit von SWISSAID bereits positiv verändert. In der dörflichen Mädchengruppe hat das Mädchen Gleichgesinnte kennengelernt und Selbstvertrauen getankt. Sie geht zur Schule und will aus ihrem Leben etwas machen: «Ich möchte mich zur Krankenpflegerin ausbilden lassen. Sodass ich für mich, meine Mutter und meine Schwester sorgen kann!»
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union mitfinanziert.