Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin ausgerufen. Das Jahr soll sichtbar machen, was lange übersehen wurde: Nämlich, dass Frauen die Welt ernähren. Weltweit werden mindestens 60% aller Lebensmittel in kleinen Betrieben angebaut. Es sind aber Frauen, die bis zu 80% dieser Arbeit verrichten. Sie bearbeiten Felder, produzieren und erhalten Saatgut, schützen Ökosysteme und verkaufen die Ernte auf den Markt. All dies erledigen sie oft parallel zu häuslichen Pflichten und Kindererziehung – und mit weniger Zugang zu Land, materiellen Ressourcen oder politischer Mitsprache als Männer.

Mit Agrarökologie Gleichstellung fördern

SWISSAID setzt sich ein, um diese systemische Ungleichheit in der Landwirtschaft zu beseitigen und Bäuerinnen des globalen Südens zu ermächtigen. Unsere Projekte orientieren sich an der Agrarökologie, ein Ansatz, der eine sozial und ökologisch verträgliche Landwirtschaft anstrebt.

Die Agrarökologie zeichnet sich unter anderem durch niedrige Produktionskosten aus, kommt mit wenig chemischen Hilfsmitteln zurecht, schont die Umwelt, liefert langfristig stabile Erträge und ist unkompliziert zu erlernen. Für Frauen in der Landwirtschaft stellt sie so einen risikoarmen, erschwinglichen und zugänglichen Weg dar, um ihre Ernährung zu sichern, wirtschaftliche Autonomie zu erlangen und sich in ihren Gemeinschaften zu beteiligen.

Von Guinea-Bissau bis Niger, von Myanmar bis Ecuador: SWISSAID verschafft Bäuerinnen Gehör. Klicken Sie auf die Länder auf der Karte und entdecken Sie ihre Geschichten.

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen stärken wir das Wissen der Bäuerinnen über nachhaltige Landwirtschaft, organisieren Kurse zu agrarökologischen Methoden oder buchhalterischen Kenntnissen und unterstützen Frauen dabei, sich untereinander zu vernetzen.

Frauen stärken, Hunger beseitigen

Die Klimakrise setzt Ernährungssysteme weltweit unter enormen Druck. Auch 2026 sind Hunger und Mangelernährung für viele Familien alltäglich. Um die Ernährungssicherheit langfristig sicherzustellen, führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen Bäuerinnen stärken.

Es lohnt sich, wie die FAO aufzeigt: Mit gezielten Programmen zur Förderung von Bäuerinnen könnte das Einkommen von 58 Millionen Menschen gesteigert und die Resilienz von 235 Millionen von Menschen verbessert werden.

Wie gehen die Bäuerinnen in unseren Projektländern mit Ernährungsunsicherheit um? Welche Lösungen haben sie erfolgreich umgesetzt? Wie sieht ihr Alltag aus?

Erfahren Sie in den untenstehenden Geschichten mehr dazu.