Menschenrechte

Wer sich für die eigenen Rechte oder jene der anderen einsetzt, muss in in Entwicklungsländern häufig mit Verfolgung und Schikane rechnen. SWISSAID setzt sich daher für eine starke Zivilgesellschaft ein, die die Rechte der Bevölkerung einzufordern und zu verteidigen weiss.

In den meisten Ländern des Südens sind es die Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich für die Rechte der breiten Bevölkerung einsetzen, diese gegenüber Privatwirtschaft und Staat verteidigen und ihnen zustehende staatliche Dienstleistungen einfordern. Deshalb fördert SWISSAID die Bildung von Basisorganisationen, Vereinigungen, Interessenverbänden und die Vernetzung solcher Nichtregierungsorganisationen auf lokaler, nationaler und regionaler Ebene. Nur eine starke Zivilgesellschaft ist in der Lage, die Rechte der Bevölkerung einzufordern und zu verteidigen.

Im Tschad, wo seit Oktober 2003 Erdöl gefördert wird, haben sich die Organisationen der Zivilgesellschaft mit Unterstützung von SWISSAID zu wichtigen Konsultationspartnern der Regierung, der Erdölkonzerne wie auch der Weltbank entwickelt. Sie setzen sich dafür ein, dass die betroffene Bevölkerung angemessen entschädigt wird und dass die Gewinne aus der Erdölgewinnung in die Entwicklung des Landes investiert werden.

In Indien werden Tausende von Ureinwohnerinnen und Ureinwohner aus ihren angestammten Gebieten vertrieben, weil das Land für den Abbau von Bodenschätzen genutzt oder für den kommerziellen Holzschlag freigegeben wird. SWISSAID unterstützt die Organisationsbildung der Ureinwohner sowie indische Nichtregierungsorganisationen, damit sie den Kampf für Landrechte, für eine gerechte Entschädigung und für neue Einkommensquellen führen können.

In Kolumbien versuchen Biotechnologie-Unternehmen in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, Universitäten, der Agroindustrie und den Medien, die Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen ohne Konsultation der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, der indigenen und afrokolumbianischen Organisationen durchzusetzen. SWISSAID unterstützt diese Organisationen, damit sie sich für gentechfreie Zonen auf Gemeindebene einsetzten und sich so gegen die Kontaminierung ihres Saatgutes und für das Recht auf Mitbestimmung wehren können.


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