Seit einigen Jahren gewinnt die regenerative Landwirtschaft an Popularität. Unternehmen, NGOs und Regierungen beziehen sie in ihre Strategien für nachhaltige Entwicklung ein. «Die regenerative Landwirtschaft ist aber kein neuer Ansatz», erläutert Sonja Tschirren, Themenverantwortliche Klimawandel bei SWISSAID und Mitautorin einer Publikation zum Thema. Wenn Regierungen und Unternehmen in diesen Ansatz investieren wollen, müssen sie jedoch wissen, worum es dabei geht, betont die Expertin.
Wie ihr Name bereits verrät, zielt die regenerative Landwirtschaft auf die Regeneration der Böden und die Wiederherstellung der Biodiversität ab. In ihren Grundprinzipien ähnelt sie stark der Agrarökologie: Fruchtfolge und Anbauvielfalt, Optimierung der Bodengesundheit und der Verzicht auf chemische Hilfsstoffe. Ausserdem soll sie Bauernfamilien Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln und bessere Lebensgrundlagen ermöglichen. Mittlerweile wird der Ansatz insbesondere zur Bekämpfung des Klimawandels genutzt. Gerade grosse Unternehmen erhoffen sich damit, ihre Netto-Null-Ziele einfacher zu erreichen. Mit anderen Worten lautet der Anspruch: Die regenerative Landwirtschaft soll sowohl zur Bekämpfung des Klimawandels als auch zur Lösung der Ernährungskrise beitragen.

