«In Guinea-Bissau sind die Auswirkungen von El Niño bereits Realität geworden. Der verspätete Regen und die Versalzung – also die übermässige Anreicherung von Mineralsalzen, welche die Pflanzen daran hindert, Wasser aufzunehmen – treffen den traditionellen Reisanbau mit voller Wucht», warnt Cherno Talato Jalo, der im Land für Klimafragen zuständig ist.
Neben Reis leiden auch mehrere andere Kulturen wie Mais oder Maniok unter anhaltendem Wasserstress, der ihr Wachstum und ihre Entwicklung hemmt und manchmal sogar zum vollständigen Verlust der Pflanzen führen kann.
Die Besorgnis ist spürbar, insbesondere bei den Frauen, berichtet das Team von SWISSAID. In den ländlichen Regionen Oio, Bafatá und Cacheu droht in den von Frauengruppen bewirtschafteten Gemüseanbaugebieten eine vorzeitige Erschöpfung der Brunnen und oberflächennahen Grundwasservorkommen. Auch das lokale bäuerliche Saatgut mit langem Wachstumszyklus könnte möglicherweise nicht zur Reife gelangen, sollte die Regenzeit früher als erwartet enden.

