Entwicklungskredit soll ohne Kürzungen verabschiedet werden

Entwicklungskredit soll ohne Kürzungen verabschiedet werden

Bern / Lausanne, 8. Februar 2012. Elf Milliarden Franken will die Schweiz in den kommenden vier Jahren für Entwicklungshilfe ausgeben. SWISSAID fordert zum Auftakt ihrer Jahreskampagne Bundesrat und Parlament auf, zu ihrem Wort zu stehen und den entsprechenden Rahmenkredit nicht zu kürzen. Denn die Ärmsten der Welt sind von Wirtschafts- und Finanzkrise am stärksten betroffen.

2012 ist für die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz ein entscheidendes Jahr. Denn das Parlament berät über jene elf Milliarden Franken, welche zwischen 2013 und 2016 in die ärmsten Länder des Südens und Osteuropas sowie in die humanitäre Hilfe fliessen sollen. Der Bundesrat steckt derzeit mitten in den Beratungen, die aussenpolitische Kommission des Erstrates wird das Geschäft im Frühjahr behandeln. „Nun kann das neue Parlament beweisen, dass es die richtigen Prioritäten setzt“, erklärte SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel am Mittwoch zum Auftakt der Jahreskampagne des Hilfswerks.

Diese steht unter dem Motto „Ohne Wasser bleibt der Hunger“ und thematisiert damit einen der Schwerpunkte der Schweizer Entwicklungshilfe: den Zugang zu Wasser, ohne den die Bekämpfung von Hunger und Armut nicht möglich ist. Voraussetzung für ausreichende Hilfe sei jedoch die Verabschiedung der Entwicklungs-Kredite ohne Kürzungen, betonte Morel. So würden die Räte auch das letztes Jahr gemachte Versprechen einlösen, die Schweizer Entwicklungshilfe auf 0.5 Prozent des Bruttonationalproduktes zu erhöhen.

Vorbild könnten die Spenderinnen und Spender sein, die SWISSAID auch im letzten Jahr – trotz angespannter Wirtschaftlage – grosszügig unterstützt und damit für stabile Spendeneinnahmen gesorgt haben. Damit konnten unter anderem Wasserprojekte in Niger und Ecuador finanziert werden, wo dank neuer Wasserleitungen zahlreiche Dörfer den Weg aus der Armut gefunden haben.

Für weitere Informationen und Interviews:
Caroline Morel, Geschäftsleiterin SWISSAID, Tel. 079 208 75 17; c.morel@swissaid.ch

SWISSAID ist in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und nimmt auch in der Schweiz auf entwicklungspolitische Fragen Einfluss. Swissaid beschäftigt weltweit 124 Mitarbeitende, davon 29 in der Schweiz. SWISSAID finanziert sich durch Spenden und wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mitgetragen.

Informationen und Hintergründe zur SWISSAID-Jahreskampagne „Ohne Wasser bleibt der Hunger“ unter www.swissaid.ch