Im Klassenzimmer beginnt, was weit über die Schule hinauswirkt: Schulklassen aus der ganzen Schweiz engagieren sich mit dem Verkauf von SWISSAID-Abzeichen. Die Sammelaktion hat sich als ein wertvolles pädagogisches Projekt bewährt: Sie schlägt eine Brücke zwischen der Schweizer Jugend und Bauerngemeinschaften im globalen Süden und fördert die Weltoffenheit der Schülerinnen und Schüler.
Renate Bach, Lehrerin in Gstaad, hat über vierzig Jahre lang mit ihren Schulkindern am Verkauf teilgenommen. Ihrer Erfahrung nach war die Aktion für die Kinder stets lehrreich: «Die Schüler und Schülerinnen lernen, mit Zahlen umzugehen. Beim Verkauf der Abzeichen machen sie ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit Geld.» Doch der Lerneffekt geht noch weiter: «Für sie ist der Verkauf auch eine wunderbare Gelegenheit, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Sie treten auf Menschen zu und setzen sich für andere ein, die Unterstützung brauchen.»
Ursula Ehrsam, Lehrerin in Brunnmatt, nimmt ebenfalls seit rund zehn Jahren daran teil. «Es ist ein Zeichen der Solidarität und für die Kinder eine willkommene Abwechslung zum Unterricht. Und das Tüpfelchen auf dem i: Ein kleiner Betrag fliesst in die Klassenkasse, was uns einen Ausflug ermöglicht. Für mich ist das die perfekte Kombination!»
