Ein Symbol für Solidarität
Im Klassenzimmer beginnt, was weit über die Schule hinauswirkt: Schulklassen aus der ganzen Schweiz engagieren sich mit dem Verkauf von SWISSAID-Abzeichen. Die Sammelaktion hat sich als ein wertvolles pädagogisches Projekt bewährt: Sie schlägt eine Brücke zwischen der Schweizer Jugend und Bauerngemeinschaften im globalen Süden und fördert die Weltoffenheit der Schülerinnen und Schüler.
Renate Bach, Lehrerin in Gstaad, hat über vierzig Jahre lang mit ihren Schulkindern am Verkauf teilgenommen. Ihrer Erfahrung nach war die Aktion für die Kinder stets lehrreich: «Die Schüler und Schülerinnen lernen, mit Zahlen umzugehen. Beim Verkauf der Abzeichen machen sie ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit Geld.» Doch der Lerneffekt geht noch weiter: «Für sie ist der Verkauf auch eine wunderbare Gelegenheit, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Sie treten auf Menschen zu und setzen sich für andere ein, die Unterstützung brauchen.»
Ursula Ehrsam, Lehrerin in Brunnmatt, nimmt ebenfalls seit rund zehn Jahren daran teil. «Es ist ein Zeichen der Solidarität und für die Kinder eine willkommene Abwechslung zum Unterricht. Und das Tüpfelchen auf dem i: Ein kleiner Betrag fliesst in die Klassenkasse, was uns einen Ausflug ermöglicht. Für mich ist das die perfekte Kombination!»
Lehrerin Ursula Ehrsam freut sich, mit ihrer Klasse am Abzeichenverkauf teilzunehmen.
«Es ist ein Zeichen der Solidarität und für die Kinder eine willkommene Abwechslung zum Unterricht. Und das Tüpfelchen auf dem i: Ein kleiner Betrag fliesst in die Klassenkasse, was uns einen Ausflug ermöglicht. Für mich ist das die perfekte Kombination!»
Mit dem Abzeichenverkauf globale Zusammenhänge besser verstehen
Gemeinsam mit einem begleitenden Magazin macht der Abzeichenverkauf abstrakte Themen wie Klimawandel oder Geschlechterungleichheit für die Schülerinnen und Schüler greifbarer. Die Schülerinnen und Schüler werden so zu Botschafterinnen und Botschafter, die erklären können, warum Ernährungssouveränität zentral im Kampf gegen Armut ist.
Jedes Jahr erhalten zudem im November zwei der teilnehmenden Klassen eine Einladung ins Bundeshaus in Bern. Dort werden sie vom Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin empfangen – ein oft ganz besonderer Moment für die Kinder und Lehrpersonen. Unter der grossen Kuppel werden sie für ihr Engagement gewürdigt und für ihren Beitrag zu besseren Lebensbedingungen im globalen Süden gedankt. «Ihr seid ein wahres Beispiel für gelebte Solidarität: Mit dem Verkauf von Abzeichen zeigt ihr euer Interesse und euren Einsatz für eine gerechtere Welt», sagte Bundeskanzler Viktor Rossi im Jahr 2025.
Auch wenn ein persönliches Treffen einmal nicht möglich ist, erreichen die Kinder Dankesworte aus Bern – wie im Jahr 2020, als Simonetta Sommaruga ihre Anerkennung per Video übermittelte.
Was bewirken Ihre Spenden?
Die gesammelten Beträge fliessen in unsere Projekte und unterstützen beispielsweise die Finanzierung von lokalem Saatgut sowie Schulungen in agrarökologischen Anbaumethoden. Darüber hinaus fördern sie Projekte zur Gleichstellung der Geschlechter, zum Beispiel indem sie Frauen Workshops anbieten, um ihre Rechte besser zu kennen und einzufordern.
Da die Länder des globalen Südens besonders stark von der Klimakrise betroffen sind, verfolgen viele Projekte einen nachhaltigen Ansatz in der Landwirtschaft und stärken die Resilienz der Gemeinschaften gegenüber Klimarisiken.
So kommen die Erlöse aus dem Abzeichenverkauf direkt Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute.