Vier Krisen, die das Recht auf Nahrung bedrohen

  1. Klimakrise & Verlust der Biodiversität
    Dürren, Überschwemmungen und verschobene Regenzeiten zerstören Ernten – besonders in ohnehin verletzlichen Regionen. Gleichzeitig gehen Böden, Wälder und Artenvielfalt verloren.
  2. Konflikte & politische Instabilität
    Kriege und Gewalt vertreiben Millionen Menschen von ihrem Land. Felder werden zerstört, Märkte brechen zusammen, Preise explodieren.
  3. Verletzte Menschenrechte & schrumpfende Spielräume
    Autoritäre Regime schränken die Zivilgesellschaft ein, kritische Stimmen werden zum Schweigen gebracht. Wer sich für das Recht auf Nahrung oder gerechte Landverteilung einsetzt, lebt oft gefährlich.
  4. Wirtschaftliche Schocks & teure Lebensmittel
    Kriege (z.B. in der Ukraine), Turbulenzen auf globalen Märkten und steigende Kosten für Energie, Dünger und Transporte machen Nahrung für viele Menschen unbezahlbar. Arme Haushalte geben oft einen grossen Teil ihres Einkommens für Essen aus – und trotzdem reicht es nicht.

Diese Krisen zeigen: Unser Ernährungssystem braucht keinen kosmetischen Feinschliff, sondern eine grundlegende Transformation – vom Feld bis zum Teller.

Wie Agrarökologie helfen kann

Was ist Agrarökologie?

Agrarökologie ist eine ganzheitliche Form der Landwirtschaft, die sich an natürlichen Kreisläufen orientiert. Boden, Pflanzen, Tiere, Wasser und Klima werden dabei als miteinander verbundenes System betrachtet. Zudem stärkt die Anbauweise den Boden – und schützt so vor Stürmen, Starkregen oder Dürrezeiten.

Gleichzeitig verbindet sie ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Aspekte zu einem umfassenden Ansatz für ein gerechtes und nachhaltiges Ernährungssystem.

 

Wie funktioniert Agrarökologie?

Vielfalt statt Monokultur

Die Agrarökologie bewahrt und stärkt die Artenvielfalt. Sie ermöglicht die Entwicklung neuer Arten von lokalem, an die Umwelt angepasstem und damit widerstandsfähigerem Saatgut.

Lokales Wissen + moderne Wissenschaft

Agrarökologie verbindet traditionelles bäuerliches Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen – gemeinsam mit lokalen Fachkräften und Produzent:innen.

Starke Rolle der Frauen

Frauen sind zentrale Akteurinnen: Sie bewahren Saatgut, teilen Wissen und gewinnen wirtschaftliche Unabhängigkeit. SWISSAID definiert Gleichstellung sogar als eigenes Prinzip der Agrarökologie.Mehr zum Thema Agrarökologie.

Mit wenig viel bewirken

Schon ein kleiner Beitrag hilft, Bäuerinnen und Familien Zugang zu Saatgut, Wasser und Wissen zu ermöglichen. Jeder Franken zählt.