L’économie mondiale: aveugle aux inégalités

L’économie mondiale: aveugle aux inégalités

Une grande partie des tâches, comme les soins, l’alimentation, le travail communautaire et le ménage, sont accomplies par des femmes. Le plus souvent, ce travail n’est pas rétribué.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die  unentgeltiche Frauenarbeit (Pflege, Haushalt, geminnützige Arbeit etc.) bis zu 35 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts ausmacht. Und dennoch taucht diese Arbeit in keiner Wirtschaftsstatistik der Welt auf.

Werden wirtschaftspolitische Strategien ausgearbeitet, geht diese Frauenarbeit darum vergessen – was statistisch nicht erfasst ist, ist aus ökonomischer Sicht unsichtbar. Die wirtschaftspolitischen Massnahmen, die sich aus diesen Strategien ergeben, treffen die Frauen jedoch sehr wohl.

Frauen springen in die Bresche

Kommt es beispielsweise zur Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen, sind Frauen wesentlich stärker betroffen als Männer. Sie kompensieren, was durch die Privatisierung verloren geht. Wird eine Dienstleistung nicht mehr vom Staat angeboten, springen sie ohne zu zögern in die Bresche.

Sie übernehmen die Pflege kranker und alter Familienmitglieder oder nehmen weite Wege auf sich, um Wasser zu holen. Der Staat kann seine sozialen Ausgaben senken, indem er die Verantwortung den Frauen zuschiebt. Und werden die Arbeiten erst unbezahlt von Frauen übernommen, sind sie aus wirtschaftlicher Sicht leicht und gerne zu übersehen.

Macht für Veränderungen in den Händen der Frauen

Frauen erwächst aus dieser gesellschaftlichen Arbeit jedoch nicht nur Mehrarbeit, sondern auch Verantwortung und Macht für Veränderungen. Hier setzt SWISSAID an und unterstützt gezielt initiative Frauen, die sich selbstbewusst für Veränderungen in ihrem Sinne einsetzen.

Doch auch Regierungen und internationale Entwicklungsagenturen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) stehen in der Verantwortung. Sie müssen ihre wirtschaftspolitischen Strategien so gestalten, dass Frauen nicht weiterhin die Folgen und Kosten zu tragen haben. Nur eine Politik, die auf die Gleichberechtigung der Geschlechter setzt, kann langfristig eine gesellschaftliche Entwicklung in Gang setzen, die allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.