Welche Hilfe hilft wirklich?

Immer wieder stellt sich die Frage: Welche Hilfe hilft wirklich weiter? Im Magazin haben wir Beispiele herausgepickt, die besonders gut zeigen, welche Hilfe zur Selbsthilfe die Menschen voranbringt: Alphabetisierungskurse für Frauen, Trinkwasserversorgungen für ganze Gemeinschaften oder die Schaffung von Perspektiven für Jugendliche.

Oberstes Ziel von SWISSAID ist es, mit den vorhandenen Mitteln möglichst viele Menschen zu erreichen und die bitterste Armut zu lindern. Welche HIlfe hilft da wirklich weiter?

Das Glück von stillen Örtchen und gesundem Wasser: Im Dorf Soucoutane im Sahelland Niger leben Hunderte Familien ohne Trinkwasserversorgung und sanitären Anlagen, ein grossteil der Zeit verbringen die Frauen und Mädchen mit Anstehen an der Wasserstelle ausserhalb des Dorfes - sie warten, dass sich der Brunnen wieder mit Trinkwasser füllt. Weil soviel Zeit einzig dafür aufgewendet werden muss, das Allernötigste zum Überleben zu sichern, fehlen die Hände der Frauen auf dem Feld und die Mädchen in der Schule.

Das ABC ist der beste Dünger: Im westafrikanischen Kleinstaat Guinea-Bissau lernen gestandene Frauen Lesen, Schreiben und Rechnen. Direkte Auswirkung: Auf dem Markt werden sie nicht mehr übers Ohr gehauen, ein besseres Selbstbewusstsein, und höhere Durchsetzungskraft. In den Kursen lernen die Frauen auch agroökologische Landbaumethoden kennen, die sie umgehend auf ihren Feldern anwenden und mehr ernten können. So ist nicht nur den Frauen geholfen, sondern ganzen Familien.

Von der Lageristin zu Lehrerin: In Nicaragua ist ein Grossteil der Bevölkerung unter 25 Jahre alt - und die Mehrheit auf dem Land hat keine Zukunftsperspektiven. Mit Unterstützung der Jugendorganisationen schafft SWISSAID hier Zukunft: dank Mikrokrediten und dem Aufbau eines kleinen Geschäfts - etwa einer Hühnerzucht - gelingt es den jungen Erwachsenen, sich ein Einkommen und damit eine Zukunft zu erarbeiten.

Nachhaltige Hilfe umfasst auch eine gesellschaftliche Entwicklung. Daher setzt sich SWISSAID dafür ein, die Rahmenbedingungen in der Schweiz zu verbessern, aktuell bei der Aktienrechtsrevision, bei der wir uns für mehr Transparenz im Rohstoffhandel einsetzen. Auch dazu finden Sie Informationen im aktuellen Gönnermagazin.

Wir wünschen gute Lektüre!