Tansania zeigt, wie Agroökologie geht

In Tansania steigt die Nachfrage nach ökologischen Produkten – die Bauern passen sich an, indem sie auf agroökologische Anbaumethoden umstellen. Eine Win-Win-Lösung für Produzentinnen, Verbraucher und das gesamte Land.


Die Dokumentation (Originalsprache, englische Untertitel) wurde von SWISSAID Tansania gemeinsam mit «Tanzania Organic Agriculture Movement» (TOAM) und «Sustainable Agriculture Tanzania» (SAT) produziert.

«Es gibt nichts, was man nicht auf einem Stück Land pflanzen könnte, man muss nur wissen, wie man es macht», sagt Mercy Meena, eine tansanische Bäuerin. Dieses Wissen hat einen Namen: Agroökologie. Anbaumethode, Wassermanagement, konsequenter Verzicht auf Kunstdünger und Pestizide, kein Kraftfutter und nur Antibiotika auf Basis von Heilpflanzen für Nutztiere: So breit und komplex die Thematik der Agroökologie ist, Ziel ist immer, das, was zur Verfügung steht mit geringen Kosten so nutzen, dass Mensch und Natur gleichermassen profitieren.

Agroökologie vereinigt Tradition und neuste Technik

Die Agroökologie ist eine Mischung aus traditionellem Wissen und neuen wissenschaftlichen Techniken. Ein Gewinn für alle - das haben die Tansanierinnen und Tansanier längst verstanden. So wächst der Bio-Sektor in Tansania kontinuierlich. Immer mehr Lebensmittel werden agroökologisch produziert - auch weil die gut informierten Konsumentinnen und Konsumenten danach verlangen.

Unterstützung von der Regierung

Die tansanische Regierung unterstützt diese Entwicklung und hat das ostafrikanische Bio-Label «Kilimohai» übernommen, um landesweit agroökologische Qualitätsstandards zu garantieren. Für die Gesundheit und Ernährungssicherheit der Bevölkerung, aber auch, weil der agroökologische Anbau Tansania wirtschaftlich vorwärts bringt. Der Export von Bioprodukten in die USA, nach England und langfristig nach Asien kommt sowohl kleinen als auch grossen Produzenten zugute.