SWISSAID sagt Ja zur Energiestrategie 2050: Die Schweiz muss ihre globale Verantwortung für das Klima wahrnehmen

SWISSAID sagt Ja zur Energiestrategie 2050: Die Schweiz muss ihre globale Verantwortung für das Klima wahrnehmen

Bern/ Lausanne, 3. Mai 2017. Für die Abstimmung vom 21. Mai 2017 über die Energiestrategie 2050 empfiehlt SWISSAID der Stimmbevölkerung, ein Ja aus entwicklungspolitischer Sicht in die Urne zu legen. Die ärmsten Menschen unseres Planeten sind von der drohenden Klimakatastrophe am stärksten betroffen. Als reiches Industrieland trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung zur Linderung des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die Energiestrategie 2050 ist hierfür ein wirksamer Beitrag.

Ausbleibende Regenfälle, Dürren und Überschwemmungen treten durch den fortschreitenden Klimawandel gehäuft auf. Am meisten zu spüren bekommen das die Menschen in Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas – die Ärmsten dieser Welt. SWISSAID setzt sich in neun Projektländern für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen wie Wasser, Wald, Boden oder Artenvielfalt ein und fördert eine nachhaltige Entwicklung. Ausserdem engagieren wir uns im In- und Ausland für eine verantwortungsvolle Klima- und Umweltpolitik.

Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens hat sich die Schweiz verpflichtet, ihren Teil zur Reduktion kohlenstoffintensiver Investitionen zu leisten und den globalen Temperaturanstieg auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Die Energiestrategie 2050 ist Teil dieser globalen Bestrebungen und damit ein Beitrag an eine nachhaltigere Entwicklung in den Entwicklungsländern, die von den Folgen der Klimakatastrophe am stärksten betroffen sind.

Insbesondere begrüsst SWISSAID die folgenden Massnahmen der Energievorlage, die eine nachhaltigere und ressourcengerechtere Entwicklung unterstützen:

  • Mit der Energiestrategie 2050 soll der Energieverbrauch pro Kopf bis ins Jahr 2035 um 43 Prozent gegenüber dem Stand von 2000 reduziert werden. Dies wäre ein substantieller Beitrag zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdruckes der Schweiz.
  • Im Rahmen des Aktionsplans «Koordinierte Energieforschung Schweiz» soll in nachhaltige und emissionsärmere Energietechniken investiert und damit Wege aus der Klimakrise gefördert werden. Zudem würden die Beiträge für die Innovationsförderung massiv erhöht – Innovation, die indirekt auch dem globalen Süden zu Gute kommen dürfte.
  • Durch neue, verschärfte CO2-Emissionsvorschriften soll in Übereinstimmung mit der Europäischen Union der Ausstoss von klimaschädigendem Kohlenstoffdioxid reduziert werden. So sollen neu in Verkehr gesetzte Personenwagen bis Ende 2020 durchschnittlich nur noch 95 g CO2/km ausstossen. Die Vorschriften werden zudem auf Lieferwagen und leichte Sattelschlepper ausgeweitet.

Die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und längerfristig Hunger und Leid zu mindern, ist eine internationale Aufgabe. SWISSAID ist überzeugt, dass die Schweiz ihre Verantwortung fürs Weltklima wahrnehmen muss und empfiehlt die Energiestrategie zur Annahme.

Weitere Informationen:

Caroline Morel, Geschäftsleiterin SWISSAID, 079 208 75 17