SWISSAID fordert Verlängerung des Gentech-Moratoriums

SWISSAID fordert Verlängerung des Gentech-Moratoriums

28. August 2012. Die heute vorgestellten Resultate des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) 59 bestätigen problematische Aspekte der Gentechnik. SWISSAID fordert deshalb die Verlängerung des Schweizer Gentech-Moratoriums bis Ende 2017. Gentech-Produkte verstärken die Abhängigkeit vieler Bauernfamilien vom Saatgut der Agrarkonzerne und verschärfen das weltweite Hungerproblem.

Für SWISSAID stellen die Resultate des NFP 59 den Nutzen der Gentechnik für die Schweizer Konsumenten und Bäuerinnen in Frage. Zudem bestätigt das Forschungs-programm einige problematische ökonomische, agronomische und ökologische Folgen der Gentechnik. Die Schweizerische Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit SWISSAID fordert deshalb die Verlängerung des Gentech-Moratoriums bis Ende 2017.

SWISSAID unterstützt Bauernorganisationen in verschiedenen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, die für den Erhalt und die Kontrolle über ihr lokales Saatgut kämpfen. Dabei sehen sie sich wachsendem Druck global operierender Agrarunternehmen wie dem Basler Konzern Syngenta oder der US-Firma Monsanto ausgesetzt. Diese Konzerne versuchen ihr gentechnisch modifiziertes Saatgut mit dem Argument zu verkaufen, dieses helfe im Kampf gegen den Hunger.

Die konkrete Erfahrung von SWISSAID in den Ländern des Südens zeigt das Gegenteil. Der Einsatz von Gentech-Saatgut gefährdet die empfindlichen lokalen Ökosysteme und verringert die Vielfalt des traditionellen, an die lokalen klimatischen Bedingungen angepassten Saatgutes. Für den Kauf des patentierten Gentech-Saatguts müssen sich die Bäuerinnen und Bauern verschulden und werden damit von Grosskonzernen abhängig. "All dies verschärft letztlich den Hunger", sagt SWISSAID- Geschäftsleiterin Caroline Morel.

Für weitere Informationen:
Catherine Morand, SWISSAID, Tel. 078 707 26 04