Startschuss zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe 2014 ist gefallen

Startschuss zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe 2014 ist gefallen

22. November 2013. Die vereinten Nationen (UNO) rufen heute in New York das internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe aus. Damit soll 2014 die Rolle der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in Bezug auf Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung zum weltweiten Thema gemacht werden. Entsprechend lautet auch das Motto „Wir ernähren die Welt und tragen ihr Sorge“. Der FAO-Generaldirektor Jose Graziano Da Silva ernennt dafür eigene Sonderbotschafter.

Bäuerliche Familienbetriebe produzieren weltweit mehr als die Hälfte aller Lebensmittel. Zudem sind sie das wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückgrat der ländlichen Räume, insbesondere in Ländern, in denen der grösste Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist. Auch die Schweizer Landwirtschaft besteht praktisch ausschliesslich aus Familienbetrieben. Daher haben verschiedene Organisationen, die sich für die Anliegen der Bauernfamilien in der Schweiz oder in Entwicklungsländern einsetzen, ein nationales Komitee gebildet.

Dieses will während dem ganzen Jahr die Leistungen und Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe der Öffentlichkeit bewusster machen und Perspektiven für deren Weiterentwicklung aufzeigen. Die entsprechenden Aktivitäten werden vom Bundesamt für Landwirtschaft und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützt, als Hauptsponsoren konnten Raiffeisen und Coop gewonnen werden. 

Der Startschuss für die Schweizer Kampagne fällt an der Neujahrsmedienkonferenz des Schweizerischen Bauernverbands, an der gemeinsam mit SWISSAID und Helvetas der Situationsbericht zum Thema bäuerliche Familienbetriebe präsentiert wird. Die wichtigsten gemeinsamen Projekte für die Kampagne zum UNO-Jahr in der Schweiz sind:

  • Mein Bauer. Meine Bäuerin: 27 Schweizer Bauernfamilien und drei Bauernfamilien aus Entwicklungsländern berichten das ganze Jahr auf Facebook mit Bildern und Texten über ihre Arbeit und ihr Leben.
  • Bäuerinnendialog: Bäuerinnen aus Indien, Tschad, Kolumbien und der Schweiz unternehmen gemeinsam eine landwirtschaftliche „Tour de Suisse“ mit einem Schlusspunkt am Tag der Bäuerin an der OLMA.
  • Nationale Tagung: Unter dem Patronat von CNS-FAO diskutieren Fachleute und Bauernfamilien am 27. Juni in Grangeneuve FR das Modell „Familienbetrieb“ und erarbeiten Vorschläge, wie dieses für die Zukunft weiterentwickelt werden kann.

Mehr Informationen sind auf www.familyfarming.ch zu finden.
 

Kontakt zu den beteiligten Organisationen:

  • Schweizer Bauernverband, Francis Egger, 031 385 36 48 (OK-Präsident)
  • Schweizer Bauernverband, Sandra Helfenstein, 056 462 51 11 (Koordinationsstelle)
  • Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, Jörg Beck
  • Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), Yvonne Grendelmeier
  • HELVETAS Swiss Intercooperation, Matthias Herfeldt, 076 338 59 38 (Mediensprecher)
  • SWISSAID, Caroline Morel, 031 350 53 53 (Geschäftsleiterin)