Ein starkes Signal an den Rohstoffhandel

Ein starkes Signal an den Rohstoffhandel

SWISSAID freut sich, dass vier von zehn Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne ihrer Besorgnis über die Spekulation mit Nahrungsmitteln Ausdruck verliehen haben. Denn mit Essen spielt man nicht!

Die 40 Prozent Ja-Stimmen zur Spekulationsstopp-Initiative, die von SWISSAID unterstützt wurde, reichen nicht für ein Verbot der schädlichen Spekulation mit Nahrungsmitteln. Dennoch ist das Ergebnis erfreulich. Das Resultat ist ein starkes Signal an die Adresse der zahlreichen Handelsunternehmen, die am Genfersee präsent sind. Die Botschaft ist klar: Der Sektor muss transparenter werden.

Die Schweiz ist die Nummer 1 im Getreidehandel

Wenigstens ist dank der Initiative heute allgemein bekannt, dass die Schweiz im weltweiten Getreidehandel die Nummer 1 ist. Allein zwischen Rolle und Genf finden sich die vier Rohstoff-Konzerne Archer Daniels Midland, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus. In der Europäischen Union und den USA steht derzeit die Regulierung des völlig liberalisierten Rohstoff-Marktes an, und die Schweiz täte gut daran, bei diesen Entwicklungen nicht – einmal mehr – hinten an zu stehen.

Keine Kürzung der Entwicklungshilfe!

Den Hunger bis zum Jahr 2030 auszurotten, wie es die von der Schweiz mitgetragenen nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO verlangen, heisst klar, dass die Entwicklungshilfe nicht reduziert werden darf, dies im Gegensatz zu den Plänen des Bundesrats.

Konzernverantwortungsinitiative führt Diskussion weiter

Die Diskussion um die Verantwortung international tätiger Unternehmen geht weiter: Die Konzernverantwortungsinitiative, die ebenfalls von SWISSAID unterstütz wird, verlangt, dass Unternehmen auch im Ausland die Menschenrechte und die Umwelt achten müssen. Noch werden dafür Unterschriften gesammelt.