Unterzeichnen Sie die Petition „Areva – Stoppt den Druck auf den Niger“

Unterzeichnen Sie die Petition „Areva – Stoppt den Druck auf den Niger“

Die nigrische Bevölkerung sieht kaum etwas von den Milliarden, die der Abbau des Urans dem Rohstoffgiganten Areva bringt. SWISSAID unterstützt deshalb eine Petition, die den französischen Staatskonzern in die Mangel nehmen will.

Eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus dem Uranabbau – davon träumt die nigrische Bevölkerung schon seit langem. Nun tut sich eine geradezu historische Chance auf: Das SWISSAID-Partnernetzwerk ROTAB, Experte für Transparenz im Rohstoffbereich nutzt diese und  geht mit einer Petition, die es in sich hat, auf Unterschriftensuche!

Adressaten sind der CEO und die Aktionäre von Areva: Das französische, „in der Kernenergie weltweit führende“ Unternehmen ist derzeit daran, den Vertrag über den Abbau von Uran mit der nigrischen Regierung neu auszuhandeln. Seit über 40 Jahren schürft der französische Staatskonzern im Sahelstaat Uran für Europas Atomstrom – und profitiert dabei von grosszügigen Steuerbefreiungen und Steuergeschenken. Ergebnis: Der Niger ist zwar der viertgrösste Uranproduzent weltweit, aber dennoch eines der ärmsten  und am wenigsten entwickelten Länder auf dem Planeten. Jedes vierte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag.

Hinter verschlossenen Türen

Über die Neuverhandlungen der Abbauverträge dringt wenig nach aussen. Klar ist aber schon jetzt, dass das neue Übereinkommen den  Staat über viele Jahre binden wird. Gelingt es dem Land nicht, seine Interessen im Abkommen deutlich zu machen, setzt es dringend benötigte Gelder aufs Spiel. Einnahmen, die für die Bewältigung der wiederkehrenden Lebensmittelkrisen und für Investitionen in das Bildungswesen, das Gesundheitssystem und die Landwirtschaft unentbehrlich sind.

Das Energieunternehmen gehört dem französischen Staat zu mehr als 80 Prozent. Der Abbau von Uran ist für den Konzern von tragender Bedeutung: Eine von drei Lampen, die in Frankreich angezündet wird, erhält ihre Strahlkraft dank Uran aus dem Niger. Umgekehrt haben im afrikanischen Staat fast 90 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu Strom. Oder anders gesagt: Der Gewinn, der Areva alleine im 1. Habljahr 2010 einstreichen konnte, beträgt annähernd das Fünfeinhalbfache der gesamten nigrischen Staatseinnahmen im Jahr 2009.

Mit einer Unterschrift die Chance packen

Mit einer Unterschrift können wir alle zu mehr Gerechtigkeit beitragen. Schnelles Handeln ist angezeigt, denn jeden Moment kann die letzte Unterschrift unter das neue Abkommen gesetzt werden. Wann die nächsten Neuverhandlungen angesetzt werden, steht noch völlig in den Sternen. Lassen wir uns diese Chance nicht entgehen!

Ich unterschreibe jetzt die Petition des SWISSAID-Partners ROTAB  „Areva – Stoppt den Druck auf den Niger“