Myanmar: ökologisch in die Zukunft?

Myanmar: ökologisch in die Zukunft?

SWISSAID leistet nicht nur konkrete Entwicklungszusammenarbeit in Selbsthilfeprojekten. SWISSAID unterstützt Partnerorganisationen bei Bedarf auch wenn es darum geht, die Grundzüge der ökologischen Landwirtschaft zu verstehen und einheimisches Saatgut zu schützen. So auch in Myanmar (Burma).

Lokale Sorten stärken

Der ökologische Landbau hat keinen einfachen Stand in Myanmar. Die Regierung will den Reisexport ankurbeln und drängt auf die Verbreitung von hybriden Hochleistungssorten. Diese benötigen jedoch teuren chemischen Dünger und Pestizide.

SWISSAID lud daher Ende Februar 25 Vertreterinnen und Vertreter lokaler Organisationen nach Yangon ein. Während dreier Tage wurde in Workshops über Massnahmen beraten, wie der ökologische Landbau und die Nutzung des lokalen Saatguts weiter gefördert werden können. Denn einheimische traditionelle Landsorten drohen verdrängt zu werden. Vor allem im Norden Myanmars, in Kachin-State, gelangt viel undeklariertes billiges Saatgut aus dem benachbarten China auf den Markt.

Augenzeugenbericht aus Indien

Zu Besuch in Yangon weilte auch Bhabani Das, der SWISSAID-Mitarbeiter, der sich im indischen SWISSAID-Büro mit ökologischer Landwirtschaft beschäftigt. Er berichtete in den Workshops von den Erfahrungen im Nachbarland, wo mittlerweile rund 100 000 indische Bäuerinnen und Bauern überzeugte Bioproduzenten sind.

In Myanmar sind die Voraussetzungen nicht mit denen Indiens zu vergleichen. Noch ist es Landwirten nicht erlaubt, sich in Organisationen zusammen zu schliessen. SWISSAID wird die Anstrengungen noch verstärken, um gemeinsam mit den Kleinbauernfamilien eine ökologische Zukunft zu bauen.