BASF gibt auf: keine Gentechprodukte für Europa

Der deutsche Agrarchemie-Multi BASF zieht sich aus der Gentech-Forschung für den europäischen Markt zurück. Ein Erfolg für die Protestbewegung und neuer Ansporn, auch Syngenta zum Rückzug zu bewegen. Stimmen Sie für Syngenta beim diesjährigen Schmähpreis "Public Eye Award".

Jahrelang hatte die Firma versucht, eine Gentech-Kartoffel für die industrielle Stärkegewinnung in Deutschland zu lancieren. Sie konnte sich jedoch nicht gegen die massive Ablehnung der deutschen Bauern und Konsumentinnen durchsetzen. Damit ist auch die deutsche Landwirtschaft gentechfrei.

Erfolg für die Protestbewegung

SWISSAID begrüsst den Rückzug Firma im Bereich Pflanzenbiotechnologie und wertet diesen als Erfolg des engagierten Protests von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen in Deutschland und Europa. Der Konzern wird die Gentech-Produktentwicklung auf den Markt in Nord- und Südamerika konzentrieren, denn die USA, Brasilien und Argentinien sind die wichtigsten Anbauländer für Gentech-Pflanzen. Der Druck auf die anderen Länder der Region, sich diesem Trend anzuschliessen, wird so noch weiter wachsen. SWISSAID unterstützt seit Jahren die Bäuerinnen und Konsumenten in Kolumbien, Ecuador und Nicaragua, die sich gegen die Einführung und Auswertung der Gentech-Landwirtschaft zur Wehr setzen.

Vergiftung durch Agrarchemie bleibt

Die Firma BASF ist vor allem im Bereich der Agrarchemie eine Riese auf dem Weltmarkt: Nach Marktführer Syngenta und der deutschen Bayer folgt BASF auf Platz drei der internationalen Rangliste. Die Firmen verfolgen für ihre giftigen Produkte ein aggressives Marketing, auch in Entwicklungsländern. Mit ihren Lobbyaktivitäten versuchen sie zu verhindern, dass sich Regierungen und die internationale Gemeinschaft entschiedener für die dringend notwendige Umstellung auf ökologische Anbaumethoden einsetzen.

Abstimmen gegen Syngenta!

Syngenta ist daher für den "Public Eye Award" nominiert, dem Schmähpreis für unverantwortliche Unternehmen. Denn Syngenta verkauft trotz Verbot in Europa sein Herbizid Paraquat im Süden und vergiftet so abertausende Bauern. In den USA hat Syngenta Grundwasser verseucht. SWISSAID ruft dazu auf, sich an der Public-Eye-Wahl zu beteiligen und Syngenta eine Stimme zu geben.