SWISSAID: Neues Co-Präsidium mit Bastienne Joerchel und Fabian Molina

SWISSAID: Neues Co-Präsidium mit  Bastienne Joerchel und Fabian Molina

Bern/Lausanne, 6. Juni 2019.  SWISSAID, die schweizerische Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit, erhält ein Co-Präsidium. Bastienne Joerchel (Direktorin des Centre Social Protestant Vaud) und Fabian Molina (Nationalrat, Kt. Zürich) wurden heute vom Stiftungsrat an der jährlichen Sitzung ins Präsidium gewählt. Sie treten die Nachfolge von Ruedi Rechsteiner an, der von 2008 bis 2019 den Stiftungsratsausschuss und den Stiftungsrat von SWISSAID präsidierte.

Die Schaffung eines Co-Präsidiums mit Bastienne Joerchel und Fabian Molina ermöglicht es SWISSAID, auf der obersten Führungsstufe gesellschaftspolitisches Engagement und politische Einflussnahme, Managementerfahrung und mediale Ausstrahlung sowie Deutsch- und Westschweiz unter Beachtung der Geschlechterparität zu vereinen.

Bastienne Joerchel kann auf eine lange NGO-Managementerfahrung zurückblicken und amtiert derzeit als Direktorin des Centre Social Protestant Vaud. Was sie an SWISSAID besonders überzeugt, sind die beiden Hauptaktivitäten: «Zum einen ist SWISSAID im Feld tätig. Mit konkreten Projekten und Massnahmen, die zu einer nachhaltigen Unterstützung der bäuerlichen Familien beitragen. Zum anderen nimmt sie in der Schweiz Einfluss auf die Entscheidungsträger.»

Fabian Molina ist Mitglied des Nationalrats (Kanton Zürich). Ihn begeistert das Engagement von SWISSAID in der Landwirtschaft: «Nach wie vor arbeitet rund ein Drittel der Weltbevölkerung in der Landwirtschaft. SWISSAID engagiert sich seit Jahrzehnten dafür, die Agroökologie zu stärken und so Hunger und Armut nachhaltig zu reduzieren. Diesen Schweizer Beitrag möchte ich weiter ausbauen.»

Der Stiftungsrat dankt dem abtretenden Stiftungsratspräsidenten Ruedi Rechsteiner für sein Engagement. In seiner Amtszeit wurden wichtige Entwicklungen für die Organisation eingeleitet, so die Ausrichtung auf ökologische Anbaumethoden als Beitrag zum Klimaschutz, die Stärkung von bäuerlichen Genossenschaften und die Förderung von einheimischem Saatgut. «Besonders freut mich, dass bei der armen Bevölkerung ein grosses Interesse an biologischem Landbau vorhanden ist. Somit wird vermehrt auf teure Pestizide verzichtet und auf einheimisches Saatgut gesetzt», sagt Ruedi Rechsteiner.

Zu den grössten entwicklungspolitischen Erfolgen in der Schweiz zählt er den Widerstand gegen den Import von Agrotreibstoffen: «Eine Fehlentwicklung konnte von uns 2009 gebremst werden. Die Konkurrenz zwischen Agrotreibstoffen und Nahrungsmittelproduktion wird sich jetzt nicht weiter verschärfen, auch dank dem Vormarsch der Elektrofahrzeuge.»

Kontakt: 

Céline Kohlprath, 079 620 69 73, Mediensprecherin SWISSAID (Französisch)
Wangpo Tethong, 078 744 30 10, Mediensprecher SWISSAID (Deutsch)

Bastienne Joerchel 

Bastienne Joerchel  ist seit 2012 Mitglied des Stiftungsrats und des SRA. Während 20 Jahren hat sie grosse NGO-Managementerfahrung erworben. Sie ist seit 2017 Direktorin des Centre Social Protestant Vaud (www.csp.ch/vaud), zuvor leitete sie sieben Jahre lang die Alphabetisierungs-NGO «Lire et Ecrire Lausanne et Région». 1999-2009 war sie bei Alliance Sud verantwortlich für die Westschweiz und wirkte als Koordinatorin Entwicklungspolitik. Vorher arbeitete sie in leitender Stellung für Helvetas, Green Cross Schweiz und den Kanton Jura. Bastienne Joerchel ist verheiratet, lebt in Renens und hat drei Kinder.

Zum Interview

Fabian Molina

Fabian Molina kennt die Geschäftsstelle von SWISSAID von innen, arbeitete er doch 2017-18 bis zu seinem Einstand als Nationalrat für die Entwicklungspolitik von SWISSAID. Im Parlament verfügt er über gute Kontakte in alle politischen Lager und hat einen Sitz in der Aussenpolitischen Kommission (APK) inne. Mit seinem Alter spricht er auch ein junges Publikum an, das SWISSAID vermehrt erreichen möchte. 2017 baute Molina SWISSAID Zürich auf, ein engagierter Verein, dem er als Präsident bis heute vorsteht. Fabian Molina ist ledig und lebt in Zürich.

Zum Interview