Myanmar (Burma) will die EITI umsetzen.

Myanmar (Burma) will die EITI umsetzen.

SWISSAID ist seit Jahrzehnten in Myanmar tätig und begrüsst die Absicht der Regierung, einen Rahmen für eine transparente Nutzung der umfangreichen Erdöl- und Bergbauressourcen des Landes zu schaffen. Die Behörden haben kürzlich bekannt gegeben, die Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) umsetzen zu wollen. Dabei hat die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle zu spielen.

Die aktuelle politische Öffnung in Myanmar weckt zahlreiche Begehrlichkeiten bei Bergbau- und Erdölgesellschaften, die raschmöglichst Zugang zu den natürlichen Reichtümern des Landes erhalten wollen. SWISSAID ist seit 20 Jahren in Myanmar präsent und besorgt darüber, dass das Land ausschliesslich als sehr lukrativer Markt zulasten einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung gesehen wird (Medienmitteilungen).

SWISSAID begrüsst daher die Ankündigung der Behörden, die Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) umsetzen zu wollen. SWISSAID engagiert sich in den Ländern, in denen die Organisation tätig ist, sehr für einen transparenten Umgang mit den Einnahmen aus Bergbau und Erdölvorkommen.

Diese Initiative umfasst sämtliche Stakeholder, d.h. Vertreter von Behörden, Erdöl- und Bergbauunternehmen sowie Zivilgesellschaft. Das Engagement der Behörden wird sich folglich insbesondere daran messen, über wie viel Spielraum die zivilgesellschaftlichen Organisationen Burmas verfügen werden, um sich aktiv in diesen Prozess einzubringen.

Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat bereits mehrmals Stellung zu diesem Thema bezogen und beispielsweise die ausländischen Investoren aufgefordert, wegen fehlender Transparenz keine Geschäfte mit der der Militärregierung nahestehenden staatlichen Myanmar Oil and Gas Enterprise (MOGE) zu tätigen. Ausserdem rief sie die Regierung Myanmars auf, die EITI umzusetzen.