SWISSAID bekämpft Hungersnot im Niger

SWISSAID bekämpft Hungersnot im Niger

Bern / Lausanne, 28. März 2012. SWISSAID geht die Hungerkrise im Sahelstaat Niger direkt an und beginnt mit der Verteilung von Lebensmitteln für 10‘000 von Hunger bedrohte Menschen. Die Nothilfe, von der Deza und der Glückskette mitgetragen, umfasst auch Massnahmen gegen die Erosion der Böden, um künftige Hungerkrisen zu verhindern.

Die Ernährungslage im Niger ist dramatisch: Sechs Millionen Menschen im Westen und Osten des bitter armen Sahellandes sind von Hunger bedroht. Die Lebensmittel werden knapp, die Vorräte der meisten Dörfer in den betroffenen Regionen werden noch vor der nächsten Ernte aufgebraucht sein. Schon jetzt haben viele Menschen ihre Mahlzeiten reduziert, weil nicht mehr genug zu essen vorhanden ist und die Lebensmittelpreise auf den Märkten so stark gestiegen sind, dass sie sich keine Einkäufe leisten können.

„Wenn wir eine Katastrophe verhindern wollen, müssen wir sofort handeln“, sagt Almoustapha Moumouni, Swissaid-Koordinator im Niger. Swissaid hat deshalb ein Nothilfeprojekt lanciert und 475 Tonnen Getreide mit Lastwagen aus der Hauptstadt Niamey in neun Dörfer gebracht. In den kommenden Tagen werden Hirse, Mais und Sorghum an gut 10‘000 Personen verteilt, die damit für die nächsten sechs Monate ausreichend Nahrung haben sollten. Die Kosten der Nothilfe im Umfang von 340‘000 Franken werden mehrheitlich von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und der Glückskette getragen.

Die unregelmässigen Regenfälle der letzten Jahre und die gestiegenen Lebensmittelpreise sind die wichtigsten Gründe für die humanitäre Katastrophe im Niger. Zudem haben sich viele Menschen noch nicht von der Dürre im Jahr 2010 erholt. Um künftigen Hungerkrisen vorzubeugen, geht die SWISSAID-Nothilfe über die Lebensmittelverteilung hinaus. In einem „Nahrung-für-Arbeit“-Projekt verstärken alle begünstigen Dörfer mit von Swissaid zur Verfügung gestelltem Material den Kampf gegen die Erosion der Ackerböden.

SWISSAID dankt für Spenden zugunsten der hungernden Menschen im Niger:
Postkonto: 30-303-5

Für weitere Informationen:
Lorenz Kummer, Swissaid, Tel. 031-350-5351; 079 307-2592; l.kummer@swissiad.ch

Swissaid ist in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Entwicklungs-zusammenarbeit tätig und nimmt auch in der Schweiz auf entwicklungspolitische Fragen Einfluss. Das Hilfswerk beschäftigt weltweit 124 Mitarbeitende, davon 29 in der Schweiz. Swissaid finanziert sich durch Spenden und wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mitgetragen.