Die Förderung der Rechte der Frauen und die Stärkung ihrer Autonomie stehen im Mittelpunkt der Projekte von SWISSAID. Anlässlich des Internationalen Frauentags richtet unsere Organisation die Scheinwerfer auf Projekte im Globalen Süden.
Im Niger unterstützt SWISSAID mehrere Projekte, die den Zugang zu Wasser und die Förderung der Hygiene verbessern. In der Region Boboye im Südwesten des Landes haben 55 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und über 75 Prozent keine Latrinen.
«Besonders schwierig ist die Situation für Mädchen während ihrer Menstruation. Ohne sanitäre Einrichtungen in der Nähe der Klassenzimmer und ohne Periodeneinlagen bleiben viele von ihnen dem Unterricht fern», bedauert Haouaou Tondi, Gender-Projektbeauftragte von SWISSAID Niger. Im Projektgebiet hat es bei sieben von 18 Primarschulen keine Toilette und bei allen Schulen fehlt jede Möglichkeit, um die Hände zu waschen.
Um den Alltag der Bevölkerung und insbesondere der Frauen zu verbessern, unterstützt SWISSAID den Bau von Brunnen und Toiletten auf dem Schulgelände. Von den 18 Grundschulen, die im Projektgebiet gezählt wurden, sind bereits elf mit Toiletten ausgestattet worden. Darüber hinaus werden Frauen und Männer über Menstruationshygiene aufgeklärt, unter anderem durch Kampagnen in den Dörfern. Weiter stellt SWISSAID Nähmaterial zur Verfügung, um Binden herzustellen, die wiederverwendbar sind. «Diese Massnahmen haben eine bemerkenswerte Veränderung im Alltag dieser Frauen bewirkt und kommen der ganzen Gemeinde zugute. Sie tragen dazu bei, die Menstruation zu enttabuisieren und als natürlichen Vorgang zu sehen», fährt Haouaou Tondi fort.