"La Buena Vida" – oder was Energie wirklich kostet

Weltweit steigt der Energiekonsum – auch aus Braunkohle. Und die stammt häufig aus Kolumbien, denn dort finden sich die weltweit grössten Minen. Dabei fressen sich die Bergbaugebiete quadratkilometerweise durch die Landschaft und bringen den Einheimischen Staub, Krankheit und nur wenig Arbeit. Viele Dörfer werden umgesiedelt. Genau das soll mit der Gemeinde Tamaquito im Film "La buena Vida"  (dt. "Das gute Leben") von Jens Schanze geschehen. Doch die Bäuerinnen und Bauern wehren sich – der ungleiche Kampf zwischen Campesinos und Minenbetreiberin, eine Glencore-Tochter, nimmt seinen Anfang. Wird es der Dorfgemeinschaft um den charismatischen Anführer Jairo Fuentes
gelingen, am neuen Ort gute Lebensbedingungen auszuhandeln, fruchtbare Äcker und genug Wasser?

In seinem sehenswerten Dokumentarfilm «La Buena Vida»  begleitet Jens Schanze die Verhandlungen der Dorfbewohner, zeigt die Zerstörung durch die Minen und den Kampf der Leute für ein menschwürdiges Dasein. Eindrücklich führt der Dok vor Augen, welchen Preis unser Energiekonsum am anderen Ende der Welt hat. Energiesparen und Lichterlöschen ist nach diesem Kinobesuch keine Frage der Haltung mehr.

"La Buena Vida" von Jens Schanze läuft ab 21. Janaur im Kino. 

Vorpremiere mit Diskussion in Bern

Am Montag, 18. Januar, findet um 20:30 Uhr im Kino Rex in Bern eine Vorpremiere mit Diskussion statt. Podiumsteilnehmer sind Regisseur Jens Schanze und Dominique Rothen von «ask!» (Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien). Moderiert wird der Anlass von Lorenz Kummer, Rohstoff-Spezialist bei SWISSAID.

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