Rettender Strohhalm für Kleinbauernfamilien im Tschad

Über Kilometer kein sauberes Trinkwasser, Trockenheit, Ernteausfälle, Hunger: Das Leben der Bauernfamilien im Tschad ist unglaublich hart. Mit der Finanzierung von zwei Brunnen ermöglicht die Krüger + Co. AG den Zugang zum lebensrettenden Nass.

Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet und es ohne Unterbruch regnet, wenn Bäche und Flüsse über ihre Ufer treten, Strassen und Keller überflutet werden und die Menschen in Verzweiflung Sandsäcke schleppen, dann stehen die Mitarbeitenden der Firma Krüger im Dauereinsatz. Das Schweizer Traditionsunternehmen ist spezialisiert auf die Trocknung von Wasserschäden, auf die Luftentfeuchtung, Klimatisierung und Bauheizung. Es ist sofort zur Stelle, wenn es wie jüngst in der Schweiz zu Überschwemmungen kommt.

Von der Wasserflut zum Wassermangel

Kaum jemand weiss so gut wie die Krüger-Mitarbeiter, welche verheerenden Schäden die gewaltigen Wassermassen anrichten können. Und dennoch sagt Verkaufsdirektor Daniel Marti: „Kein Wasser zu haben ist auf jeden Fall das grössere Übel." Für die Bevölkerung im Tschad ist dieses Übel Alltag. 70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Besonders schwer betroffen ist die arme Landbevölkerung: Krankheiten, eine tiefe Lebenserwartung und eine erhöhte Kindersterblichkeit sind die Folgen. „Es ist uns wichtig, etwas zurückzugeben", erklärt Marketing-Chef Jochen Velinsky, der auf seiner Reise in die Sahara schon Wüstenluft geschnuppert hat. „Mit der Finanzierung von zwei SWISSAID-Trinkwasserbrunnen im Tschad haben wir eine Spendenmöglichkeit gefunden, die zu unserer Philosophie passt."

Hilfsbereitschaft hat Tradition

Mit der Brunnenspende bleibt das in dritter Generation geführte Familienunternehmen in bewährtem Fahrwasser: „Krüger ist ein ‚social entrepreneur‘. Herz zu zeigen hat bei uns Tradition", erklärt Daniel Marti. Sogar im Firmenleitbild ist die regelmässige Hilfeleistung an Bedürftige verankert – sei es im Inland mit der Wiederaufforstung des Visper Schutzwaldes nach dem Brand im Jahr 2011 oder sei es im Ausland, etwa mit der Unterstützung des Krüger Kinderhilfswerks in Gokul/Indien.

Direkte Spende, konkreter Nutzen

Szenewechsel: In den Dörfern Dodjigui und Larkaye im Süden des Tschads sind die Bauarbeiten bereits in vollem Gang. Mit blosser Muskelkraft wird der Bohrer 70 Meter tief in das trockene Erdreich getrieben, bevor Wasserrohre und eine Pumpvorrichtung installiert werden können. Abgeschlossen wird der Bau der Anlage im September mit einer Umfassungsmauer; damit sollen Schutz und Sauberkeit der Wasserstelle sichergestellt werden. Irgendwo an der Mauer wird dann ein Schild mit dem Namen der Firma Krüger prangen. „Publicity steht aber nicht im Vordergrund. Dass wir ein Projekt so konkret unterstützen können und unsere Spende in kurzer Zeit eine sichtbare Verbesserung für die Bevölkerung bringt, ist für uns der wahre Gewinn", erklärt Daniel Marti bescheiden.