Swissaid: Gentech verschärft den Hunger

Swissaid: Gentech verschärft den Hunger

Bern / Lausanne, 29 Februar 2012. SWISSAID begrüsst die von 121 Parlaments-Mitgliedern unterzeichnete Motion zur Verlängerung des Gentech-Moratoriums, die am Dienstag eingereicht wurde. Denn Gentech-Produkte verschärfen den Hunger und gefährden die Biodiversität auch in den Entwicklungsländern.

Das Gentech-Moratorium für die Landwirtschaft läuft Ende November 2013 aus. Nun fordert CVP-Nationalrat Markus Ritter in einer von 121 Mitunterzeichnerinnen unterstützten Motion die Verlängerung des Moratoriums bis Ende 2017. Die Konsumenten lehnten Gentech-Produkte ab. Zudem könnten Bauernbetriebe diesen nicht profitieren, argumentiert Ritter, Vorstands-Mitglied des Schweizerischen Bauernverband (SBV).

SWISSAID begrüsst die Motion, denn diese reflektiert die konkrete Erfahrung des Hilfswerks in den Ländern des Südens. Dort unterstützt SWISSAID Kleinbauern-Familien, die sich wachsendem Druck von Agrokonzernen wie Syngenta und Monsanto ausgesetzt sehen. Diese verkaufen gentechnisch verändertes Saatgut mit dem Argument, damit den Hunger zu bekämpfen. "Das Gegenteil trifft zu", sagt SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel. Die Bäuerinnen und Bauern verschuldeten sich und gerieten in Abhängigkeit von Grosskonzernen, die Biodiversität beim lokalen Saatgut nehme ab. "Dies verschärft letztlich den Hunger", so Morel.

Für weitere Informationen:
-> Caroline Morel, Geschäftsleiterin SWISSAID, Tel. 079 208 75 17; c.morel@swissaid.ch

SWISSAID ist in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Entwicklungs-zusammenarbeit tätig und nimmt auch in der Schweiz auf entwicklungspolitische Fragen Einfluss. Das Hilfswerk beschäftigt weltweit 124 Mitarbeitende, davon 29 in der Schweiz. SWISSAID finanziert sich durch Spenden und wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mitgetragen.