Entwicklungshilfe in Afrika: eine absolute Notwendigkeit

Entwicklungshilfe in Afrika: eine absolute Notwendigkeit

Bern / Lausanne, 17. Februar 2016. Der Bundesrat will das Budget für die Schweizer Entwicklungshilfe stark kürzen. Die heute lancierte SWISSAID-Kampagne zeigt jedoch, wie wichtig diese Hilfe gerade in Afrika ist. Sie bietet oft die einzige Chance, der Armut zu entkommen und sich im eigenen Land eine Perspektive zu schaffen. Damit sinkt auch die Zahl der Menschen, die ihr Glück in der Flucht nach Europa suchen.

„Das ABC ist nur der Anfang“: Die SWISSAID-Jahreskampagne legt den Fokus auf eine Erfolgsgeschichte aus dem Tschad. In ländlichen Regionen des zentralafrikanischen Landes können 86 Prozent der Frauen weder lesen noch schreiben. Dank von SWISSAID finanzierten Alphabetisierungskursen konnten sich zahlreiche Frauen im Südosten des Landes die wichtigsten Kenntnisse aneignen, um sich aus der Armut zu befreien. Ein Beispiel unter vielen, das die Notwendigkeit der Entwicklungshilfe gerade in Afrika illustriert – nicht zuletzt als Mittel zur Eindämmung der Flüchtlingsströme.

Die SWISSAID-Kampagne startet in einem schwierigen politischen Umfeld: Der Bundesrat will das Budget für die Entwicklungshilfe stark kürzen. „20 bis 25 Prozent der Einsparungen im Rahmen des Stabilisierungsprogramms sollen zulasten der Internationalen Zusammenarbeit gehen“, kritisiert Jeremias Blaser, der bei SWISSAID für das Entwicklungsprogramm verantwortlich ist. „Das steht in eklatantem Widerspruch zu der auch vom Bundesrat geforderten Umsetzung der neuen Uno-Ziele für nachhaltige Entwicklung“.

«Die Jahreskampagne von SWISSAID zeigt, wie man mit geringen Mitteln die Zukunft von tausenden Menschen verändern kann», erklärt Jon Andrea Florin, Leiter Information und Fundraising. Auch für ihn ist unverständlich, dass der Bund sein Engagement für die Ärmsten der Welt reduzieren will, während gleichzeitig tausende Schweizerinnen und Schweizer SWISSAID mit ihren Spenden unterstützen. SWISSAID finanziert Entwicklungsprojekte in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die dazu notwendigen Spendeneinnahmen beliefen sich 2015 auf 10.7 Millionen Franken.

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