Ein Bio-Paradies in Freiburg

In ihrem Geschäft, dem «Petit Paradis», bieten Véronique und Alexandre Robatel fair erzeugte Bioprodukte aus der Region an. Sie unterstützen damit auch die Projekte von SWISSAID, die denselben Werten verpflichtet sind.

Falls Sie das Paradies auf Erden suchen – SWISSAID hat es gefunden: An der Kreuzung der Rue du Tilleul und der Route des Alpes in Freiburg, um genau zu sein. Dort liegt das «Petit Paradis», das Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturprodukte von Véronique und Alexandre Robatel. Das Ehepaar Anfang 40 empfängt uns in seinem Laden mit dem reich bestückten Sortiment. 

Von der Chemie zu Bio

Alexandre Robatel hat einen untypischen Werdegang hinter sich. Zunächst arbeitete er als Chemielaborant für grosse Schweizer Unternehmen. Nach einem Sinneswandel in der Ernährung – er wurde Vegetarier – und Lektüre zum Thema absolvierte er eine Lehre als Biobauer. Die Arbeit auf dem Bauernhof gefiel ihm, aber er besass kein Land. Und weil er selbstständig sein wollte, eröffnete er 1998 das «Petit Paradis» zusammen mit seiner Frau Veronique Robatel, die zuständig für nachhaltige Entwicklung bei den Freiburgischen Verkehrsbetrieben war. Ein Paradies, in dem die Chemie keinen Platz hat.

Ein grosses Sortiment von Produkten und Werten

Das Paar achtet bei der Auswahl der Produkte darauf, dass sie den eigenen Werten entsprechen. Bio ist zwar sicher gut für Umwelt und Gesundheit, aber nicht zu jedem Preis. Sie wollen keine Bio-Tomaten verkaufen, die in einem Grossbetrieb mit miserablen Arbeitsbedingungen für die Landarbeiter gewachsen sind. Ebenso wollen sie ihren Kundinnen und Kunden Produkte mit einer möglichst geringen CO2-Bilanz anbieten – also lokale und saisonale Erzeugnisse. Bei jedem Produkt, das im «Petit Paradis» über den Ladentisch geht, haben die beiden überlegt, ob es mit den Werten Gesundheit, Fairness und Ökologie übereinstimmt.

Die Logik des Teilens

Diese Werte stehen im Einklang mit den SWISSAID-Projekten, die Alexandre und Véronique Robatel nicht zuletzt aus diesem Grund grosszügig unterstützen.  «Wir sind reich, weil sie arm sind. Das finde ich absolut unmoralisch », sagt Alexandre. Für ihn und seine Frau ist es deshalb wichtig, einen Teil ihres Gewinns an Entwicklungsprojekte weiterzugeben. Zudem sind die beiden überzeugt, dass «der Biolandbau langfristig die einzige mögliche Landwirtschaft ist».

Sinnvoll spenden

Seit einigen Jahren verteilen sie ihren Kunden am Jahresende kein Geschenk mehr, sondern stellen ihnen stattdessen ein Projekt von SWISSAID vor, für das sie einige Tausend Franken überweisen. «Für uns ist das sinnvoller», erklärt Véronique. «Ausserdem haben die Leute hier schon alles, was sie brauchen. Von der Kundschaft erhalten wir ein gutes Feedback, die Menschen unterstützen unsere Idee.»