Bäuerinnen-Dialog: Acht Frauen aus vier Kontinenten auf einer Tour de Suisse

Fremd – und doch vertraut: Bäuerinnen aus Kolumbien, Tschad, Myanmar (Burma) und Kanada reisten im Oktober während zwei Wochen von Genf nach St. Gallen und besuchten Schweizerinnen auf ihren Höfen. Die Frauen berichteten über den Bäuerinnen-Alltag in ihrer Heimat. Sie diskutierten über Gemüse, Vieh, Familie und Ökologie – in der Wüste, den Tropen, den Anden und den Alpen. Die von SWISSAID und dem Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband organisierten Veranstaltungen stiessen auf grosses Interesse.

Die Gastbäuerinnen zogen von Hof zu Hof und von Anlass zu Anlass. Die Diskussionsrunde zum "Tag der Bäuerin" an der Olma bildete den krönenden Abschluss zu dieser herbstlichen "Tour de Suisse". Fotos und Eindrücke zu allen Veranstaltungen finden Sie unter den Links zu den Veranstaltungen.

  1. Fruchtbare Erde - Montag, 6. Oktober, in Aire-la-Ville GE
  2. Milch und Käse - Mittwoch, 8. Oktober, in Romanens FR
  3. Von den Anden in die Alpen - Donnerstag, 9. Oktober, in Kerns OW
  4. Nahrung im Kreislauf der Natur - Samstag, 11. Oktober, in Wegenstetten AG
  5. Es Gmüesläbe - Montag, 13. Oktober, in Sevelen SG 
  6. Von Bäumen und Schulen - Dienstag, 14. Oktober, in Liebensberg ZH
  7. Bäuerinnen weltweit – so fremd und doch vertraut - Donnerstag, 16. Oktober, in St. Gallen an der OLMA

Wozu ein Bäuerinnen-Dialog?

Auf ihren Höfen züchten, säen, ernten, füttern, pflegen und veredeln Bauernfamilien, was bei uns später auf dem Teller landet. Häufig sind es die Frauen, die auf den Höfen die Fäden in der Hand halten. Doch wer sind diese unermüdlichen Macherinnen? Mit welchen Herausforderungen kämpfen sie und wovon träumen sie in ruhigen Momenten? Wie sieht ihr Alltag aus und wie meistern Bäuerinnen rund um den Globus die vielen verschiedenen Aufgaben? – Unser Bäuerinnen-Dialog bietet die aussergewöhnliche Gelegenheit, diesen und weiteren Fragen gemeinsam nachzugehen.
 

Familienbetriebe ernähren die Welt

Für die Ernährung der Welt sind bäuerliche Familienbetriebe alles andere als ein Nebenschauplatz: Zusammen produzieren sie weit mehr als die Hälfte der Nahrungsmittel. Für die Bekämpfung des weltweiten Hungerelends kommt ihnen deshalb eine bedeutende Rolle zu. Und mehr als das: Eine der Stärken von Familienbetrieben ist ihre nachhaltig ausgerichtete Produktion. Tier- und Umweltschutz werden von Bauernfamilien häufig gross geschrieben. Aus diesen Gründen hat die UNO das Jahr 2014 zum internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe erklärt. SWISSAID ist Mitglied im Schweizer Komitee des UNO-Jahres, mehr dazu findet sich hier.