Das Kandidatenkarussell dreht: Alain Berset trifft Kinder zur Anhörung

Kinderlärm im Bundeshaus: Wo sonst Ratsmitglieder lebhaft diskutieren, lärmte auch 2018 eine fröhliche Kinderschar. Die Schülerinnen und Schüler hatten mit rund 20’000 anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID Abzeichen verkauft. Der Bundespräsident dankte ihnen für ihren grossen Einsatz zugunsten der Ärmsten dieser Welt.

Bundespräsident Alain Berset begrüsste vier Klassen aus Bern, Wintersingen, Mörschwil und Les Breuleux im Bundeshaus. Er dankte den Kindern im Namen des Bundesrats für ihren Einsatz zugunsten benachteiligter Menschen in Entwicklungsländern: «Dieses Engagement ist sehr wertvoll. Unsere Gesellschaft lebt davon, dass sich Menschen für eine bessere, gerechtere Welt engagieren.»

«Etwas Gutes tun» war denn auch die Motivation der Kinder für ihr Engagement. «Alle Kinder brauchen Essen und Kleider und alle sollen in die Schule gehen dürfen», so die 9-jährige Hanna Hartmann aus Wintersingen. «Deshalb habe ich beim Abzeichenverkauf mitgemacht.»

Interessiert verfolgte der Bundespräsident die Lieder und Jonglierkunststücke der Kinder und beantwortete viele Fragen, etwa zu seiner Arbeit als Bundesrat oder zu seiner eigenen Schulzeit.
Rund 77 Millionen Franken in 70 Jahren

Seit 1948 sammeln Schulkinder mit dem Verkauf von Abzeichen Geld für SWISSAID. Rund 77 Millionen Franken sind seither so zusammengekommen. Mit dem Geld unterstützt die Hilfsorganisation Selbsthilfeprojekte in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.