Grosser Bahnhof für engagierte Kinder im Bundeshaus

Grosser Bahnhof für engagierte Kinder im Bundeshaus

Bern/Lausanne, 23. Oktober 2012. Vier Schulklassen sind am Dienstag im Bundeshaus von Eveline Widmer-Schlumpf empfangen worden. Der Grund für die grosse Ehre: Sie hatten mit rund 20’000 anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID im Frühling Abzeichen verkauft. Die Bundespräsidentin dankte ihnen für ihren Freiwilligen-Einsatz zugunsten der Benachteiligten in der Dritten Welt.

Fröhlicher Kinderlärm statt politisches Getöse: Gegen 100 Schulkinder aus Chur (GR), Oberrieden (ZH), Schönenwerd (SO) und Malleray (BE) waren gestern ins Bundeshaus geladen. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf fühlte sich sichtlich wohl beim Empfang der Schulkinder und dankte ihnen für ihren grossen Einsatz zugunsten von Menschen, „denen es weniger gut geht als uns". „Ihr habt diesen Menschen Hoffnung und die Aussicht auf eine bessere Zukunft gebracht", sagte die Bundespräsidentin, „und das ist äusserst wertvoll".

Widmer-Schlumpf erinnerte sich an die Zeit vor 45 Jahren, als sie selbst für SWISSAID in ihrem Dorf Abzeichen verkaufte – und an „jeder Haustür ein wenig ein mulmiges Gefühl" hatte, ob sie etwas verkaufen könne. So war es auch in diesem Jahr für einige Kinder, welche der Bundespräsidentin einen Rap und andere Lieder darboten und sie mit Fragen „löchern" durften. „Aber es war ein megagutes Erlebnis, anderen Menschen helfen zu können", sagte der 12-jährige Florian Ramushi aus Chur. Seine Klasse habe in einem Video gesehen, wie schlecht es indischen Kindern gehe, und beschlossen, da müsse man helfen.

Jedes Jahr werden 280’000 SWISSAID-Abzeichen in sorgfältiger Handarbeit in Indien hergestellt. Für den nächsten Verkauf im Februar und März 2013 haben rund 100 indische Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker Anhängefiguren für Taschen und Schlüssel aus Holz gefertigt und bemalt. Mit der Herstellung der Abzeichen erhalten viele Familien in der Dritten Welt ein gerechtes Einkommen. Der Abzeichenverkauf ist Teil der Jahres-kampagne von SWISSAID, die 2012 auf die Bedeutung des gesicherten Zugangs zu Wasser bei der Bekämpfung des Hungers hinweist.

Seit über 60 Jahren bietet der Strassenverkauf von SWISSAID-Abzeichen der Schweizer Jugend die Möglichkeit, die Situation von benachteiligten Menschen im Süden verstehen zu lernen und sich aktiv für diese einzusetzen. Oft kommen sie bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal mit der Entwicklungszusammenarbeit in Kontakt. Dieses Jahr erzielten die Schulkinder mit dem Verkauf von Schmuckschächtelchen einen Erlös von knapp 1 Million Franken, rund zehn Prozent der Spendeneinnahmen von SWISSAID. Damit unterstützt das Hilfswerk Selbsthilfeprojekte in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

Bilder laufen über Keystone und Reuters, weitere Bilder zum Gratis-Download ab ca. 16 Uhr unter www.swissaid.ch/media

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Caroline Morel, Geschäftsleiterin SWISSAID, Tel. 079 208 7517