Bäuerliche Saatgutsysteme: Der Schlüssel zum Überleben

Von der Saatgutvielfalt hängt nicht weniger als die Zukunft unserer Landwirtschaft und unserer Ernährung ab. Die von SWISSAID unterstützte Kampagne «Semillas de Identidad» sorgt dafür, dass das Saatgut in Kolumbien und Nicaragua in den Händen der Bäuerinnen und Bauern bleibt und die Vielfalt erhalten werden kann.

Die Biodiversität für Ernährung und Landwirtschaft geht weltweit verloren, die Auswirkungen des Klimawandels sind verheerend und das Saatgutmonopol einiger weniger transnationaler Konzerne wächst: Da kommt der Erhaltung und Förderung der Saatgutvielfalt eine grosse Bedeutung zu. Die SWISSAID-Kampagne «Semillas de Identidad» aus Nicaragua und Kolumbien fördert die agroökologische Saatgutproduktion, etabliert bäuerliche Saatgutbanken, vernetzt Saatguthüter, hilft Bäuerinnen und Bauern bei der Züchtung neuer Sorten und sichert die Saatgutqualität durch Partizipative Garantiesysteme (PGS).

Bäuerinnen und Bauern zeigen mit ihrer Arbeit auf, dass sich ihr agroökologisch angebautes Saatgut besonders gut an die unterschiedlichen klimatischen und ökologischen Bedingungen anpasst. Mit innovativen Ansätzen wie den Partizipativen Garantiesystemen PGS können sie zudem darlegen, dass das bäuerliche Saatgut den Qualitätsanforderungen der Bauernfamilien und des Marktes entspricht.

Die bäuerlichen Saatgutbanken und ihre Netzwerke leisten einen immensen Beitrag zur Ernährungssouveränität und zur Erhaltung der pflanzengenetischen Ressourcen. Ein Modell, das Zukunft hat – weltweit. Eine neue Publikation fasst die über viele Jahre erzielten Ergebnisse nun zusammen.

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