Alles in Butter dank Karité

Auf den Äckern vieler Kleinbauern wachsen in Form von Karitébäumen und Erdnussstauden wahre Schätze, mit denen sich das Los der Familien verbessern lässt – gewusst wie. Hier setzt ein gemeinsames Projekt von Caritas und SWISSAID an.

Im Süden des Tschads besitzen viele Bauernfamilien Karitébäume, deren Nüsse zu Butter verarbeitet werden. Die Karité- oder Sheabutter, wie das Produkt genannt wird, findet in der einheimischen Küche Anwendung, ist jedoch auch Bestandteil vieler Kosmetika. Ebenfalls eine grosse Nachfrage besteht für Erdnüsse, die auf vielen Betrieben angebaut werden.
Das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit als Mandat finanzierte und von SWISSAID und Caritas gemeinsam durchgeführte Projekt zielt darauf ab, nicht nur die Produktion von Karitébutter und Erdnüssen zu verbessern, sondern auch deren Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung. So soll möglichst viel Mehrwert geschaffen und sollen alle an dieser sogenannten «Wertschöpfungskette» beteiligt werden. Profitieren sollen nicht nur die Produzenten, sondern auch die Herstellerinnen der Endprodukte, die Händler sowie die Kundschaft, die zu einem fairen Preis ein qualitativ einwandfreies Produkt kaufen kann.
Die Bauernfamilien werden dabei unterstützt, sich für die Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung zu Genossenschaften zusammenzuschliessen, um selber einen möglichst grossen Teil der Wertschöpfung erwirtschaften zu können.
Im Projekt werden rund 3500 Produzentinnen und Verarbeiter ausgebildet und beraten. Um effizienzsteigernde Investitionen wie etwa den Kauf eines Karrens oder von Saatgut tätigen zu können, benötigen sie jedoch Kleinkredite. Regionale Spar- und Leihkassensysteme werden deshalb angeleitet, um entsprechende Finanzierungen anzubieten.
Damit die Interessen aller Beteiligten in die Rahmenbedingungen für die Karité- und Erdnussproduktion einfliessen, muss der Staat Spielregeln festlegen und deren Einhaltung durchsetzen. So waren die nationalen und lokalen Behörden bereits bei der Ausarbeitung des Projektes involviert und kooperieren nun bei der Umsetzung.
Denn wenn die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung der Nüsse wie geschmiert läuft, erhalten die Bauernfamilien bessere Preise und somit mehr Einkommen. Dies wiederum verbessert ihren Zugang zu Nahrung, Gesundheitsversorgung und Schulbildung für die Kinder.

Ihre Spende wirkt 

Mit 140 Franken kaufen Sie beispielsweise im Tschad einen Karren, mit dem eine Bauernfamilie Kompost auf dem Feld ausbringen oder die Ernte zum Markt transportieren kann. 330 Franken kostet eine Mühle zur Verarbeitung von Kariténüssen.

Projektcode: TS 02/15/01

Projektdauer: 1 Jahr

Projektkosten: 479'550 Franken 

Anzahl Begünstigte: 450'000 Kleinbauern und Kleinbäuerinnen