Bundespräsidentin Leuthard dankt Schulkindern für Freiwilligen-Einsatz

Bundespräsidentin Leuthard dankt Schulkindern für Freiwilligen-Einsatz

Bern/Lausanne. Bundespräsidentin Doris Leuthard hat am Dienstag vier Schulklassen empfangen. Der Grund für die Ehre: Sie hatten mit rund 25’000 anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID im Frühling Abzeichen verkauft. Leuthard dankte den Kindern für ihren Freiwilligen-Einsatz zugunsten der Benachteiligten in der Dritten Welt. 

Bundespräsidentin Leuthard fühlte sich sichtlich wohl beim Empfang der Schulkinder aus Merenschwand (AG), Wynigen (BE), Rothenburg (LU) und Bevaix (NE) im Bundeshaus und war immer wieder zu Spässchen aufgelegt. Sie dankte den Kindern für den Verkauf der SWISSAID-Abzeichen und für deren grossen Einsatz zugunsten von Menschen, "denen es nicht so gut geht wie uns."

Kinder engagieren sich für eine gute Sache

Es habe  viel Spass gemacht und sei ein gutes Gefühl, armen Menschen zu helfen, erzählte die 9-jährige Marion aus Bevaix (NE).  "Ich bin sehr stolz auf Euer Engagement", lobte die Bundespräsidentin. 

Auch SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der Schülerinnen und Schüler: "Es ist immer etwas Besonderes, wenn man miterlebt, wie sich Kinder für eine gute Sache ins Zeug legen."

Leuthard liebt es, Positives zu bewirken

Die Schulkinder – unter ihnen eine Klasse aus Leuthards Heimatort Merenschwand – überreichten kleine Geschenke, trugen Lieder vor und fragten der Bundespräsidentin Löcher in den Bauch: Mehrmals kam die Frage, was denn das Schönste sei an Ihrem Job: "Dass man Dinge zum Positiven bewegen kann", erwiderte Leuthard.

Jedes Jahr werden 250’000 SWISSAID-Abzeichen in sorgfältiger Handarbeit in Indien hergestellt. Für den nächsten Verkauf im Februar und März 2011 haben rund 200 indische Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker Kartenhalter aus Holz gedrechselt und bemalt.

Erster Kontakt mit Entwicklungszusammenarbeit

Mit der Herstellung der Abzeichen erhalten viele Familien in den Ländern des Südens ein gerechtes Einkommen. Der Abzeichenverkauf ist Teil der Jahreskampagne von SWISSAID, die 2010 aufzeigt, dass die Vielfalt von Nutzpflanzen und Tierrassen im Kampf gegen Armut und Hunger entscheidend ist. 

Seit über 60 Jahren bietet der Strassenverkauf von SWISSAID-Abzeichen der Schweizer Jugend die Möglichkeit, die Situation von benachteiligten Menschen im Süden verstehen zu lernen und sich aktiv für diese einzusetzen. Oft kommen sie bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal mit der Entwicklungszusammenarbeit in Kontakt.

Dieses Jahr erzielten die Schulkinder mit dem Verkauf von Holztierchen einen Erlös von rund 1,18 Millionen Franken, rund zehn Prozent der Jahreseinnahmen von SWISSAID. Damit unterstützt das Hilfswerk Selbsthilfeprojekte in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.