SFIAR-Award setzt falsches Zeichen

SFIAR-Award setzt falsches Zeichen

Das Schweizerische Forum für Internationale Agrarforschung verleiht seit vier Jahren einen den SFIAR-Award. Der Preis geht an Forscher, Forscherinnen oder Forscherteams, die "neuartige, innovative und resultatsorientierte Agrarforschung" betreiben und will gemäss eigenen Statuten "relevante Agrarforschung für Entwicklung" unterstützen.

Dieses Jahr wird das Cassava-Research-Team der ETH Zürich für seine Forschung zu Maniok ausgezeichnet. Gentechnisch veränderte Maniok spielt in dieser Forschung eine zentrale Rolle.

SWISSAID hat Einsitz in das informelle SFIAR-Netzwerk. Die Auswahl des diesjährigen Sieger-Teams hat SWISSAID zu einem kritischen Kommentar bewogen und damit eine Debatte innerhalb des SFIAR angeregt.
 
SWISSAID ist der Ansicht, dass das SFIAR-Auswahlkomitee kein innovatives und zukunftsweisendes Projekt ausgewählt hat. Mit der Wahl für die Auszeichnung von gentechnologischer Agrarforschung setzt das SFIAR ein falsches Zeichen, wie im Statement ausgeführt wird. Mit dem Award wird Forschung in eine unbewiesene und teure Technologie mit grossen Risikofaktoren ausgezeichnet. 
 
SWISSAID und die unterzeichnenden Organisationen sind hingegen der Ansicht, dass es höchste Zeit ist, Agrarforschung gemeinsam mit Bäuerinnen und Produzenten, unter Einbezug ihres Wissens und ihrer Erfahrung und auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet, zu betreiben. Dabei gilt es, die Risiken neuer Technologien und ihrer möglichen direkten wie indirekten Auswirkungen auf Mensch und Natur ernsthaft abzuklären. 
 
Das kritische Statement wird von folgenden Schweizer Organisationen unterstützt: 
 
  • Alliance Sud
  • Basler Appell gegen Gentechnologie
  • Bio Suisse
  • Brot für Alle
  • Erklärung von Bern
  • Greenpeace
  • Kleinbauervereinigung VKMB
  • Pro Specie Rara
  • Schweizer Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG
  • StopOGM
  • SWISSAID
  • Uniterre
  • Zukunft Säen