Hungersnot erfasst den Tschad

Hungersnot erfasst den Tschad

Bern/Lausanne. Der Sahelstaat Tschad leidet wegen Dürre unter einer Hungersnot. Betroffen sind rund eine Millionen Menschen, unter ihnen viele Kinder. SWISSAID leistet Hilfe und bittet dafür um Spenden.

In Afrikas Sahelzone können viele Menschen auch in einem normalen Jahr nur gerade so viel ernten, dass sie die Trockenzeit knapp überleben. Doch im vergangenen Jahr blieb an vielen Orten der Regen aus.

Eine Million Menschen vom Hunger bedroht

Die Ernte war schlecht, die Vorräte gehen zur Neige, und die Hungersnot breitet sich immer weiter aus. Nun hat sie auch den Tschad erfasst, wo über eine Millionen Menschen von Hunger bedroht sind, unter ihnen zahlreiche Kinder.

In einigen Regionen sind mehr als ein Viertel aller Kinder unter fünf Jahren von akuter Unterernährung betroffen – ein schockierend hoher Wert. Die Preise für Lebensmittel sind stark angestiegen, so dass sich viele Familien diese nicht mehr leisten können.

Hilfswerke konzentrieren sich auf Flüchtlinge aus dem Sudan

Erschwerend kommt hinzu, dass im Tschad nur wenige Hilfswerke tätig sind, und sich deren Hilfe vor allem auf die Flüchtlinge an der Grenze zu Sudan konzentriert. Die Uno hat deshalb dazu aufgerufen, die Hilfe auch im Rest des Landes zu verstärken, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.

SWISSAID ist seit 1965 mit Projekten zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung im Tschad tätig und leistet nun zusammen mit einer gut in der Bevölkerung verankerten lokalen Partnerorganisation Hilfe für die hungernden Menschen. Für rund 135'000 Franken werden auf regionalen Märkten 145 Tonnen Nahrungsmittel gekauft – vor allem Mais und Hirse – und an rund 16'000 Kinder, Frauen und Männer in 28 Dörfern verteilt. Dank dieser Nothilfe kommen die Menschen in der von der Hungersnot betroffenen Region bis zur nächsten Ernte im Oktober über die Runden.

Lesen Sie hier, wie es den Menschen im Tschad heute geht.