Nationalrat Carlo Sommaruga verstärkt SWISSAID-Führung

Nationalrat Carlo Sommaruga verstärkt SWISSAID-Führung

Bern, Lausanne. Nationalrat Carlo Sommaruga und Thomas Kohler, Associate Director des "Centre for Development and Environment" der Universität Bern, verstärken als neue Mitglieder des Stiftungsratsausschusses die Führung von SWISSAID. Trotz Wirtschaftskrise erzielte das Hilfswerk im Jahr 2009 ein gutes Sammelergebnis und konnte ein Auslandprogramm in der Höhe von 11,6 Millionen Franken umsetzen. 

"Die nachhaltige Bekämpfung der Armut unter Beachtung der Menschenrechte ist ein Anliegen, für das ich mich schon jahrelang einsetze. Nun freue ich mich, im strategischen Führungsorgan von SWISSAID in Zukunft eine aktive Rolle spielen zu dürfen. Als Parlamentarier nahm ich an SWISSAID-Reisen nach Indien und Anfang dieses Jahres nach Kolumbien teil und habe dabei die kompetente und engagierte Arbeit vor Ort kennen und schätzen gelernt" So umschrieb der Anwalt und Genfer SP-Nationalrat Carlo Sommaruga am Freitag vor dem SWISSAID-Stiftungsrat seine Motivation, im Stiftungsratsausschuss von SWISSAID mitzuwirken. Als neues Ausschussmitglied wurde zudem Thomas Kohler gewählt. Er ist Associate Director des "Centre for Development and Environment" der Universität Bern und bringt vielfältige Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit mit.

In den Stiftungsrat wurden neu Jean-Claude Bolay, Direktor der Abteilung Entwicklungszusammenarbeit der polytechnischen Hochschule Lausanne, Francine John-Calame, Familien-Mediatorin und Nationalrätin (Grüne, Neuenburg), Gian Nicolay, Agronom am Forschungsinstitut für biologischen Landbau, sowie Wendy Peter, Biobäuerin und Geschäftsführerin des Bioforum Schweiz, gewählt. 

SWISSAID-Präsident Rudolf Rechsteiner lobte das Engagement von SWISSAID für strenge Einfuhrbestimmungen für Agrotreibstoffe, für die er sich auf parlamentarischem Weg eingesetzt hat. Die Bundesverwaltung ist momentan daran, die Einfuhrbestimmungen zu verschärfen. Geschäftsleiterin Caroline Morel wies in diesem Zusammenhang auf die Probleme in Kolumbien hin, wo Kleinbauernfamilien von ihrem Land vertrieben werden, auf dem danach Palmöl für die Produktion von Agrotreibstoffen angebaut wird. 

Trotz wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen behauptete sich SWISSAID im vergangenen Jahr gut. Die allgemeinen Einnahmen liegen bei 19.15 Mio. Fr. Die Spenden und Projektbeiträge liegen mit 16.1 Mio. Fr (davon ein DEZA-Beitrag von 5.6 Mio.) auf dem Niveau der Vorjahre. Als Gesamtergebnis resultiert ein unüblich hoher Gewinn von 3.17 Mio. CHF, vorwiegend aufgrund des positiven Wertschriftenergebnisses. Dank der erfreulichen Ertragslage konnten wiederum mehr Projekte bewilligt werden als budgetiert. Die Ausgaben des Kerngeschäfts "Projekte Ausland" liegen mit 11.6 Mio. Fr. im Bereich des Vorjahres.