Titelbild des Newsletters mit einem grünen Quadrat und einem Bild, das eine Bäuerin in Guinea-Bissau zeigt, die eine Sense geschultert hat und auf dem Kopf einen Korb trägt. Rechts das Logo von SWISSAID.
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5. Februar 2009

Der erste SWISSAID-Newsletter dieses Jahres ist der Auftakt zu unserer Informations- und Spendenkampagne zu Agrotreibstoffen. Wir informieren über den Wahnsinn, statt Nahrungsmittel Pflanzen zur Treibstoffproduktion anzubauen und laden Sie ein zu aktuellen Veranstaltungen.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Redaktions-Team
 

Keine Treibstoffe auf Kosten der Hungernden

Treibstoffe auf Kosten der Armen
Nächste Woche startet die SWISSAID-Kampagne gegen Agrotreibstoffe. In Ländern, in denen ohnehin schon viele Menschen hungern, wird immer mehr Land für den Anbau von Pflanzen genutzt, aus denen Ethanol oder Diesel gewonnen wird. Land wird zum Spekulationsobjekt und die Lebensmittelpreise steigen. Kleinbauern müssen Ölpalm- oder Zuckerrohrplantagen weichen. Die SWISSAID-Kampagne macht die Absurditäten des Agrotreibstoffbooms deutlich. Los geht’s diesen Sonntag um 19.20 auf SF1 mit einem Kurzfilm zu den Ölpalmplantagen in Kolumbien. Mehr»

Agrotreibstoffe in Indien - Devinder Sharma in Zürich

Indische Frau pflanzt Jatropha
Die indische Regierung hat sich in Sachen Agrotreibstoffe ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis im Jahr 2017 will sie den Agrotreibstoffanteil am nationalen Spritverbrauch auf 20 Prozent erhöhen. Allein für den Anbau der ölhaltigen Brechnuss Jatropha will die Regierung elf Millionen Hektar Land einsetzen. Der indische Landwirtschafts- und Ernährungsexperte Devinder Sharma kommt nächste Woche nach Zürich, um an der ETH über die Gefahren des Agrotreibstoffbooms für die Armen zu sprechen.
Workshop mit Devinder Sharma
Agrotreibstoffe in Indien  

Mit Holztierchen gegen die Armut

Holztierchen als Abzeichen
In Kürze werden wieder Schulkinder unterwegs sein, um SWISSAID-Abzeichen zu verkaufen. In diesem Jahr verkaufen die Jungen und Mädchen bemalte Holztierchen. Die kleinen Ziegen, Katzen und anderen Tiere wurden in Indien von Hand hergestellt und sicherten dort 200 Familien während eines Jahres ein faires Einkommen. Jedes Holztierchen kostet fünf Franken und unterstützt die SWISSAID-Projekte für die Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Gehen Sie auf die Kinder zu und unterstützen auch Sie unsere Arbeit mit dem Kauf eines kleinen Holztierchens.
Mehr zum Abzeichenverkauf

Ernährung indigener Völker in Indien verbessern

Adivasi Familie
Indigene Völker in Indien – auch Adivasi genannt - leiden meist unter sehr prekären Lebensbedingungen. Traditionell leben sie isoliert in den Wäldern und schlagen sich als Jäger und Sammler von Waldprodukten durch. An den Waldrändern bauen sie auf wenig fruchtbaren Böden Nahrungspflanzen an, doch die Erträge sind bescheiden. SWISSAID hilft den Adivasi, ihre Anbaumethoden und ihre Ernährung zu verbessern. Ausserdem unterstützt SWISSAID Adivasi-Organisationen in ihrem Kampf um Anerkennung und Land. Mehr»

Tagung zu gentechnikfreier Landwirtschaft

Tagung Food and Democracy
Die Mehrheit der europäischen Bevölkerung will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Auch die Mehrheit der Bauern will keine Gentechnik. Doch wie kann eine gentechfreie Lebensmittelproduktion bis in die Instanzen der EU auf demokratische Weise durchgesetzt werden? Um diese Frage dreht sich die Europäische Konferenz „Food and Democracy“ am 24. und 25. April in Luzern im KKL. SWISSAID ist an der Konferenz beteiligt und mit der Verantwortlichen für Ernährungssouverainität, Tina Goethe, vertreten.
www.gmo-free-conf2009.ch
SWISSAID zur Gentechnologie

Erdöleinnahmen für die Entwicklung einsetzen

EITI-Konferenz
Von den Erdöleinnahmen ihres Staates sieht die arme Bevölkerung der meisten Förderländer herzlich wenig. Auch andere Rohstoffeinnahmen kommen in der Regel nur einer kleinen Elite zugute - eine Tatsache, die SWISSAID mit Informations- und Lobby-Arbeit seit Jahren bekämpft. Abhilfe versucht auch die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) mit Regeln zur Offenlegung der Geldströme im Rohstoffgeschäft zu schaffen. EITI bringt Regierungen, Erdöl- und Bergbaufirmen sowie die Zivilgesellschaft an einen Tisch und trifft sich vom 16. bis 18 Februar in Doha (Katar) zur ihrer 4. globalen Konferenz.
SWISSAID und Erdöl
www.eitransparency.org
 
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