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Besorgniserregende Situation

Die 123 Familien, die letzten Sommer von ihren kleinen Bauernhöfen vertrieben wurden - darunter 191 Kinder - leben noch immer unter prekären Umständen in einem Lager. Die Ernährung ist nicht gesichert, die sanitären Verhältnisse spotten jeder Beschreibung und die Situation der Menschen bleibt juristisch ungeklärt. Stand der Dinge ist:
  • Diverse Botschaften, darunter auch die Schweizerische sowie das UNHCR, setzen sich dafür ein, dass die Familien bei der "Accion Social (der staatlichen Instanz für Vertriebene) als Vertriebene anerkannt werden und so Anspruch auf Sozialleistungen erhalten.
  • Diese Institutionen üben auch Druck auf die Behörde "Incoder" aus, die für die Vergaben von Landtiteln zuständig ist, damit die Landübertragung neu aufgerollt wird.
  • Die Kleinbauern wollten in der Zwischenzeit Land pachten, doch kam dies nicht zustande, weil mit dem Besitzer des Landes keine Einigung erzielt werden konnte. Dennoch bemühen sich die Bauern weiterhin um Land, um im Januar aussähen zu können.
  • Die kolumbianischen Palmölproduzenten setzen den Anbau der Ölpalme fort und sind dabei, grössere Waldstücke für den Anbau zu roden.
Die Forderungen der Kleinbauern an den kolumbianischen Staat sind - neben den oben erwähnten Anliegen:
  • Der Staat muss die Sicherheit der Familien gewährleisten, wenn sie dereinst auf ihr Land zurückkehren können. "Incoder" muss den Fall nochmals aufrollen.
  • Das Verfassungsgericht und die Umweltbehörden sollen einen Schiedsspruch zum Stopp der Tätigkeit der Palmölfirma erlassen.
  • Der Fall soll zudem im Hinblick auf die Unterstützung der Vertreibung durch die lokalen Behörden untersucht werden.

Stand Ende November 2009

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