2012 werden die Menschen im Sahelland Niger wegen der spärlichen und unregelmässigen Regenfälle in über der Hälfte der Dörfer hungern. Die Ausfälle für die letzte Ernte betragen bis zu 90 Prozent. Für Hilfe ist es aber noch nicht zu spät. Mehr»
Konzerne an die Leine: Demo am WEF in Davos
25. Januar 2012. Vertreterinnen und Vertreter der Trägerorganisationen der Kampagne "Recht ohne Grenzen" nahmen in Davos die Konzerne sozusagen an die Leine, die im Ausland die Menschenrechte und die Umwelt ächten. In einer witzigen Aktion führten rund 40 Aktivistinnen und Aktivisten "ihre" Konzerne an der Leine durch Davos. SWISSAID, Alliance Sud, Greenpeace und Amnesty International forderten in der Schweiz strengere Gesetze und riefen dazu auf, die Petition dazu zu unterschreiben.
Manche Schweizer Konzerne verstossen im Ausland gegen
Menschenrechte und Umweltstandards. Der Kabarettist Lorenz Keiser hat deshalb
für die von SWISSAID unterstützte Kampagne
„Recht ohne Grenzen“ einen spektakulären Test gemacht.
Der deutsche Agrarchemie-Multi BASF zieht sich aus der Gentech-Forschung für den europäischen Markt zurück. Ein Erfolg für die Protestbewegung und neuer Ansporn, auch Syngenta zum Rückzug zu bewegen. Stimmen Sie für Syngenta beim diesjährigen Schmähpreis "Public Eye Award".
Landraub und gewaltsame Vertreibung vorerst verhindert
Eine internationale Beobachtermission - mit
Beteiligung von SWISSAID - hat die Vertreibung von 120 Kleinbauernfamilien im Dorf
Nueva Esperanza im Zentrum Kolumbiens vorerst verhindert. Doch der Kampf um das
Land, das von Paramilitärs beansprucht wird, geht weiter. Mehr
Beschwerde von 25 tschadischen Dörfern akzeptiert
20. Dezember. Umweltver-schmutzung, Ausgangssperren, sinkende Erträge in der Landwirtschaft: Die Menschen im Südwesten Tschads leiden unter der Ölförderung. Nun hat der Ombudsmann der Weltbank-Tochter IFC, welche das Ölprojekt mitfinanziert hatte, eine Klage von 25 Dörfern akzeptiert, die von SWISSAID unterstützte Organisationen koordiniert hatten. Ein erster Erfolg auf dem Weg zu Entschädigungen und zur Verbesserung der Lage. Weiter
Bundesrat will Rohstoffhandel durchleuchten
13. Dezember. Die Schweiz hat sich
zur Drehscheibe im globalen Rohstoffhandel entwickelt. Und immer wieder sind Firmen
wie Glencore oder Trafigura in Entwicklungsländern mit Korruptions- und Umweltskandalen
konfrontiert. Nun will der Bundesrat als Antwort auf einen Vorstoss der SP einen
Bericht über die Schweizer Rohstoffhändler erstellen. Mehr
Nigers Öl beginnt zu fliessen - NGOs verlangen bessere Verträge
29. November 2011. Mit der Einweihung einer Raffinerie ist der Sahelstaat Niger in den Kreis der Ölproduzenten vorgestossen. Von SWISSAID unterstützte Organisationen kritisieren indessen die hohen Preise für die Treibstoffe und fordern von der Regierung mehr Transparenz und die Revision der Verträge mit dem chinesischen Ölkonzern CNPC. Mehr
Grosser Bahnhof für engagierte Kinder im Bundeshaus
17. November. Vier
Schulklassen sind am Donnerstag im Bundeshaus empfangen worden. Der Grund für
die Ehre: Sie hatten mit rund 20’000 anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID
im Frühling Abzeichen verkauft. DEZA-Vizedirektorin Maya Tissafi dankte ihnen für
ihren Freiwilligen-Einsatz zugunsten der Benachteiligten in der Dritten Welt.
Die tansanische Allianz für Biodiversität hat die Regierung des ostafrikanischen Landes aufgefordert, die Pläne für die Ausweitung des Anbaus von Gentech-Produkten zu stoppen. Der Aufruf erging zum Abschluss einer von SWISSAID organisierten Konferenz in Dar es Salaam. SWISSAID-Expertin Tina Goethe warnte davor, Tansanias hervorragende Biosicherheitsgesetze aufzuweichen und den Interessen der Agrokonzerne nachzugeben. Dies würde die Ernährungssicherheit von Millionen von Kleinbauernfamilien gefährden. Mehr
Eine wahre Freude - die Bio-Cashew-Nuss
Mitarbeiterinnen von SWISSAID wurden aufs herzlichste an der Abschlussfeier einer
Bauernschule im Süden Tansanias begrüßt
- der einzigen für Bioproduzenten in ganz Tansania. Mehr
Schweizer Firmen sollen weltweit die Menschenrechte respektieren
3. November 2011. Bundesrat und Parlament sollen mit klaren Regeln
sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte
und Umweltstandards einhalten. Das fordern rund 50 Organisationen - darunter SWISSAID - in einer
gemeinsamen Kampagne „Recht ohne Grenzen“. Menschenrechte und Umweltschutz sind
zu wichtige Anliegen, als sie einfach dem Gutdünken der Konzerne zu überlassen.
Unterstützung erhielten die Organisationen von Ständerat Dick Marty. Der
Menschenrechtsspezialist rief die Schweiz auf, auch im Interesse des eigenen
Rufes für klare Verhältnisse zu sorgen.
Weltweit sind die Lebensmittelpreise hoch und
unterliegen starken Schwankungen. Für Kleinproduzentinnen und arme Konsumenten bedeutet
das in vielen Fällen mehr Armut und Hunger. Gleichzeitig sind finanzkräftige
Regierungen, Firmen und Investoren weltweit daran, riesige Flächen guten
Ackerlands zu pachten oder zu kaufen. 50-80 Millionen Hektar sind vor allem in Afrika
diesem Landgrabbing bereits zum Opfer gefallen. Das höchste Gremium für
Ernährungssicherheit, das "Committe on World Food Security", rang um
Konsens. Mehr
Brokkoli bleibt patentiert
Das Europäische Patentamt hat eine öffentliche Anhörung zum umstrittenen Brokkoli-Patent des US-Konzerns Monsanto abgesagt. Damit bleibt das konventionell gezüchtete Gemüse patentiert, nur das Verfahren zur Züchtung wird aus den Patentansprüchen gestrichen. Die Koalition "Kein Patent auf Leben", der auch SWISSAID angehört, setzt die öffentlichen Proteste gegen das Brokkoli-Patent fort. Mehr
Myanmar: Humanitäre Krise trotz Anzeichen der Öffnung
In Myanmar (Burma) mehren sich die Zeichen der Öffnung: Häftlinge kommen frei, blockierte Internetseiten werden freigeschalten, der Bau eines umstrittenen Staudamms wird ausgesetzt. Dennoch wagen sich die Flüchtlinge in Kachin im Norden des Landes nicht in ihre Dörfer zurück, nachdem sie vor mehreren Monaten wegen Zusammenstössen mit der burmesischen Armee geflüchtet waren. In den Flüchtlingslagern herrschen teils katastrophale Zustände. Mehr
SFIAR Award setzt falsches Zeichen!
Das Schweizerische Forum für Internationale Agrarforschung
verleiht seit vier Jahren einen den "SFIAR Award". Der Preis geht an
Forscher, Forscherinnen oder Forscherteams, die "neuartige, innovative und
resultatsorientierte Agrarforschung" betreiben und will "relevante
Agrarforschung für Entwicklung" unterstützen. Dieses Jahr wird das "Cassava Research Team" der
ETH Zürich für seine Forschung zu Maniok ausgezeichnet. Gentechnisch veränderte
Maniok spielt in dieser Forschung eine zentrale Rolle. Mehr
Grain gewinnt Alternativen Nobelpreis
Wir gratulieren: Die Organisaton GRAIN gewinnt den Alternativen Nobelpreis 2011, weil, wie die Jury schreibt, "ihre weltweite Arbeit die Lebensgrundlage und Rechte bäuerlicher Gemein-schaften schützt und den massiven Aufkauf von Ackerland in Entwicklungsländern durch ausländische Finanz-investoren entlarvt". SWISSAID freut sich sehr über den mutigen Entscheid aus Stockholm, denn GRAIN - auch unterstützt von SWISSAID - kämpft seit langem für die Rechte der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Dritten Welt. Mehr
Agrarforschung: Mehr Einfluss für die Bauern
Welche Forschung braucht es, um den Hunger zu beseitigen? Tut die Schweiz das Richtige? Zur Diskussion dieser Fragen luden SWISSAID und das Centre for Development and Environment am 21. September zu einer Tagung an der Universität Bern ein.
23. August. SWISSAID war zum zweiten Mal Charity-Partner am 6. Basler Bruggelauf. Herzlichen Dank an alle LäuferInnen und freiwilligen
HelferInnen! Mehr»
Die Entwicklungszusammenarbeit ist innovativ!
Besuchen Sie SWISSAID an der
Jahreskonferenz der DEZA und des SECO, die dieses Jahr am 19. August 2011, von
10.30 bis 17.30 Uhr im Palais de Beaulieu in Lausanne
stattfindet. Dieses
Jahr liegt der Fokus auf der Innovation in der Entwicklungszusammenarbeit.
SWISSAID zeigt in eindrücklicher Weise, wie wirksame Massnahmen in der Schweiz
und in Afrika ergriffen werden, und für mehr Transparenz in der Regierungsarbeit
und der Verwendung der Einnahmen aus der Rohstoffindustrie
sorgen.
27. Juli. Eine Umfrage von
SWISSAID und der Erklärung von Bern zeigt, dass zwei Drittel der Schweizer
Bevölkerung grundsätzlich gegen Patente auf Pflanzen sind. Das zielt auch auf
Produkte des Agrokonzerns Syngenta, dessen Patent für Melonen mit „angenehmem
Geschmack" im April dieses Jahres vom Europäischen Patentamt bestätigt
wurde.
Trailer zu neuem Film über das Erdöl-Pipeline-Projekt im Tschad - die grösste aller Investitionen in Afrika
Neues Video zu Wasserprojekt in Ecuador
Myanmar (Burma): politische Situation gefährdet Projekte
22. Juni 2011. In den vergangenen Tagen kam es in Kachin State im Norden Myanmars zu ernsten Zusammenstössen zwischen der Kachin Independent Army (KIA) und der burmesischen Armee. In der Stadt Myitkyina zerstörten die Kämpfer der KIA zwei Regierungsgebäude und sprengten zahlreiche Brücken der Region. In einzelnen Dörfern flohen alle Einwohner ins benachbarte China. Verhandlungen zwischen dem burmesischen Staat und dem politischen Arm der KIA, der KIO, schlugen bislang fehl. Weiter
Fördert keine Agrotreibstoffe mehr!
21. Juni 2011. Die Landwirtschaftsminister der G-20 treffen sich am 22. Juni in Paris und beraten einen Aktionsplan, mit dem die Preisschwankungen bei Nahrungsmitteln bekämpft werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sofort alle staatlichen Fördermassnahmen für Agrotreibstoffe fallen, verlangt SWISSAID. Diese Forderung stellten jüngst auch Organisationen wie Weltbank, IWF, FAO und WTO. Mehr»
Kolumbien kommt dem Frieden ein Stück näher
16. Juni. Durchbruch für die Opfer des Konflikts, der seit über 50 Jahren Kolumbien entzweit und noch immer Leid und Tote fordert? Immerhin hat Staatspräsident Juan Manuel Santos ein Gesetz in Kraft gesetzt, mit dem über vier Millionen Gewaltopfer entschädigt werden sollen. Erstmals werden die Opfer überhaupt anerkannt. Die psychosoziale Betreuung von Opfern sowie Aktionen zur symbolischen Wiedergutmachung sind geplant. Zwar waren die Opferorganisationen nicht an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt, und Gewalt und Vertreibungen vor 1985 beziehungsweise 1991 können nicht geltend gemacht werden. Dennoch ist das Gesetz ein bedeutender Schritt Richtung Frieden. Nicht von ungefähr unterzeichnete Santos das Gesetz in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. SWISSAID setzt sich seit Jahrzehnten für die Gewaltopfer und die Friedensförderung in Kolumbien ein.
Guinea-Bissau verbietet die Beschneidung von Mädchen
15. Juni. Das Parlament des westafrikanischen Kleinstaats Guinea-Bissau hat Anfang Juni endlich ein Gesetz gutgeheissen, das die Beschneidung von Mädchen verbietet. Diese entsetzliche Praxis wird in Guinea-Bissau seit langem von vielen Frauenorganisationen bekämpft, darunter auch von "Sinimira Nasseque". Diese SWISSAID-Partnerorganisation hat sich sehr für das Verbot der Beschneidung eingesetzt.
Der
Zuger Rohstoffkonzern Glencore manipuliert die Buchhaltung seiner sambischen
Kupfermine, um dem dortigen Fiskus zu entgehen. Gleichzeitig scheffeln die
Top-Manager Milliarden mit dem Börsengang - nicht zuletzt dank der Profite aus
dem Kupfergeschäft. Ist dies gerecht? Oder legal?
Mehr
Besuchen Sie uns an der Afropfingsten
SWISSAID ist dieses Jahr wieder an der Winterthurer Afropfingsten unterwegs. Kommen Sie uns am Stand besuchen und halten Sie nach unseren verkleideten Maiskolben Ausschau. Wir freuen uns auf alle Besuche! Mehr
In eigener Sache: Alle Leiter der Länderbüros zu Besuch in der Schweiz
Für einmal kam die Party vor der Arbeit: Die Mitarbeitenden in Bern empfingen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Süden mit einem Grillplausch im Grünen. Bis Pfingsten sollen in Gesprächen und Sitzungen offene Fragen geklärt und die neue globale Strategie diskutiert werden. Die Mitarbeitenden in der Schweiz freuen sich über die Besuche und die erhellenden Gespräche.
Tschad-Erdöl: der Kampf geht weiter …
Im Februar 2011 besuchten Schweizer Parlamentsmitglieder auf einer von SWISSAID organisierten Reise die Erdölförderregion des Tschad. Dieser Besuch hat die Organisationen der Zivilgesellschaft in ihrem Kampf für eine transparente Verwendung der Erdöleinnahmen bestärkt, meint Nassingar Rimtébaye der tschadischen Nichtregierungsorganisation CPPN. Diese ist Mitglied der Koalition «Publish What You Pay», deren afrikanische Vertreter sich vom 24. bis 27. Mai 2011 in Kinshasa trafen. Mehr»
Melonen als Erfindung von Monsanto
17. Mai 2011. Monsanto hat kürzlich ein Patent auf Melonen aus konventioneller Zucht erhalten. Die Melonen weisen eine natürliche Resistenz gegen eine bestimmte Viruskrankheit auf. Diese Widerstandsfähigkeit wurde mithilfe üblicher Züchtung auf andere Melonen übertragen. Diese gelten jetzt als "Erfindung" von Monsanto - ein klarer Missbrauch des Patentrechts. Mehr
Umweltkommission bremst: Gesetzänderung sistiert
11. Mai. Die
Zulassung von Agrotreibstoffen soll eingeschränkt und bisherige
Steuerbegünstigungen an strengere Kriterien gebunden werden. Das fordert
eine
Gesetzesvorlage, die von der
Umweltkommission des Nationalrats am 9. Mai diskutiert wurde.
Die Kommission, die die
Gesetzesänderungen selber vorgeschlagen hatte, bremst ihre Parlamentarische
Initiative nun aus. Damit ignoriert sie
auch die Petition, mit der noch im
Februar 2011 rund 62 000 Menschen eine Einschränkung der Agrotreibstoffe
verlangt hatten. Mehr dazu
Allianz gegen Gentechnologie in Tansania
Die Landwirtschaft in Tansania ist gentechfrei - noch. Doch die Agro-Konzerne setzen sie Regierung und die Behörden unter Druck, GVO-Satgut zuzulassen. Einige Organisationen, darunter auch SWISSAID-Tansania, haben sich daher zu einer Allianz gegen GVO in der Landwirtschaft zusammengeschlossen. Mehr dazu
SWISSAID an Syngenta-GV: Keine Patente auf Leben!
19. April 2011. Der Saatgutmulti Syngenta vermeldete an seiner Generalversammlung (GV) beste Jahreszahlen und versprach Transparenz. Ein leeres Versprechen, wie ein Blick in den Jahresbericht zeigt: Dass Patentanträge auf Pflanzen aus konventionller Züchtung hängig sind, verschweigt das Unternehmen. SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel ergriff daher an der GV in Basel das Wort. SWISSAID-Forderungen an der Syngenta-GV / Offener Brief zum Download und Unterschreiben
Saatgutvielfalt mitten in Bern
Gleich neben dem Bundeshaus sät Longo Maï am
Freitag, 15. April zwischen 14 und 16 Uhr 40 Getreidesorten im Stadtpark
Kleine Schanze aus. 40 Schweizer Persönlichkeiten, darunter Künstler
und Schriftsteller wie Franz Gertsch oder Franz Hohler, übernehmen eine
Patentschaft für je eine Sorte. Der Clown Dimitri wird seine "eigene" Sorte selber säen. Die Aktion begleitet der Übergabe der Petition "Zukunft säen -
Vielfalt ernten". Auch SWISSAID nimmt an der Aktion teil und erläutert die
Bedeutung der Saatgutvielfalt im Kampf gegen Hunger. Die Rapperin Steff la Cheffe und die Alphornistin
Priska Walss begleiten die
Aktion.
Vertriebene: Rückkehr unter grossen Gefahren
7. April. Die 123 Bauernfamilien von las Pavas in Kolumbien, die vor zwei Jahren vertrieben wurden, kehrten Anfang April auf ihre Felder zurück - ohne gültigen Entscheid eines Gerichts, das ihnen das Recht auf das Land zugesprochen hätte. Trotz hängiger Klage hatte die Firma Daboon auf den Feldern Palmölplantagen angelegt. Die Bauernfamilien zählen auf den Schutz der neuen Regierung, die sich die Rückgabe von Land auf die Fahnen geschrieben hat. Bis jetzt verlief die Rückkehr und die Wieder-Inbesitz-Nahme der Häuser friedlich. Die internationale Gemeinschaft bangt jedoch um das Leben und die Sicherheit der Bauern.
Der heutige 22. März ist der Weltwassertag der
Vereinten Nationen. Für uns in der Schweiz ist Trinkwasser eine
Selbstverständlichkeit, doch weltweit haben über 1 Milliarde Menschen keinen
Zugang zu sauberem Trinkwasser. So zum Beispiel auch die Bevölkerung der
Gemeinde Abala im Sahelstaat Niger. Gemeinsam mit lokalen Partnern baut
SWISSAID dort Brunnen. Helfen auch Sie mit und unterstützen Sie unsere Wasserprojekte.
Das Ölgeschäft aus dem Dunkeln holen
14.3.2011. Mit der Transparenz in den Zahlungsströmen zwischen Rohstoff-Unternehmen und den Regierungen der Exportländer geht es voran. Die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) hat Anfang März sechs weitere Länder als „konform“ erklärt, darunter Niger. Mehr
Offener Brief gegen Patente
9.3.2011. SWISSAID und die "Koalition gegen Patente" rufen das
Europäische Parlament auf, Patente auf Pflanzen und Tiere zu verbieten. Einen
Teilerfolg bei umstrittenen Broccolipatent,
konnte Ende 2010 erreicht werden. Ein aktueller Bericht zeigt jedoch, wie das Europäische
Patentamt internationalen Konzernen weiterhin ermöglicht, Pflanzen und Tiere zu
patentieren. Das Saatgutkartell ist auf dem Vormarsch. Unterschreiben auch Sie
den offenen Brief.
Grosse Freude: Endlich mehr Entwicklungshilfe
28.2.2011. SWISSAID freut sich über den Entscheid des Parlaments, die öffentliche
Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz bis 2015 auf 0,5 Prozent des
Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen. Mit dem verbindlichen Entscheid hat sich die Schweiz auf den Weg gemacht, ihre wiederholten internationalen
Versprechen einzulösen. Mehr dazu von AllianceSud, der Dachorganisation der Hilfswerke
Petitionsübergabe: Über 61 000 Unterschriften gegen Agrotreibstoffe
24.2.2011. Brot! Kein Benzin. Unter dieses Motto stellten die 35 Organisationen - von AllianceSud bis WWF - die Übergabe der Petition gegen die Produktion von Agrotreibstoffen, die zu Hunger und Umweltzerstörung führen. Die Allianz von Schweizer Umwelt-, Bauern- und Entwicklungsorganisationen fordert mit der Petition vom Bundesrat und Parlament
strenge Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe in der Schweiz. Sie
unterstützt damit eine Gesetzesvorlage der Umweltkommission des
Nationalrats, die sich in Vernehmlassung befindet.
21.2.2011. SWISSAID ist tief betroffen vom Tod von Bernhard Luginbühl. Der Künstler vertrat in gewissen Fragen die gleichen Ansichten wie SWISSAID und unterstützte auch die Genschutz-Initiative, die das Volk 1998 annahm. Knapp ein Monat vor der Abstimmung zur Gen-Schutz-Initiative fand die grösste kulturelle Aktion der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) statt: Die Verbrennung der
„Pandora“ von Bernhard Luginbühl auf dem Albisgüetli in Zürich. Rund 1000 Leute
kamen in der Vollmondnacht zur Verbrennung der 30 Meter hohen Holzskulptur. SWISSAID unterstützt die SAG seit langem.
13.2.2011. Die Firma
Green Bio Energy hat ihre Pläne aufgegeben, im jurassischen Delsberg Agrotreibstoffe zu produzieren. Für SWISSAID ist das ein Erfolg. Seit Jahren
setzen wir uns für strenge Zulassungskriterien ein. Der Import von Zuckerrohr
aus Brasilien, um daraus in der Schweiz Benzin zu machen, ist nicht nachhaltig.
Noch immer werden in Brasilien tropische Wälder und Savannen zerstört, um
Zuckerrohr und Soja zu produzieren. Weltweit steigen die Nahrungsmittelpreise,
weil kostbares Ackerland und Wasser für die Produktion von Treibstoffen statt
Grundnahrungsmitteln eingesetzt wird. Auch in Bad Zurzach, wo aus Raps und aus
mosambikanischer Jatropha Diesel hergestellt werden soll, sind die Investoren
unsicher. Die Firma Green Bio Fuel gibt zu, dass ihre Projekte strenge
Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllen können und überlegen, ihr Projekt zu
stoppen. Aktuell ist ein Vorschlag der nationalrätlichen Umweltkommission in
Vernehmlassung, die den gesetzlichen Rahmen für Agrotreibstoffe in der Schweiz
verschärfen will. SWISSAID unterstützt diese Vorlage.
Schweizer Parlamentarier nehmen SWISSAID-Projekte unter die Lupe
Vier Parlamentsmitglieder bilden sich vom 5.-13.
Februar selber eine Meinung zur Entwicklungshilfe im Tschad, einem der
Schwerpunktländer der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Sie besuchen
Swissaid-Projekte und die Erdölförderregion im Süden des Landes. Denn
es ist paradox: Der Tschad zählt zu der wichtigsten Erdöl exportierenden
Ländern Afrikas. Doch die Erlöse kommen nur der schmalen Elite zugute
oder werden für Prestigeprojekte verschwendet. Die Bevölkerung hat das
Nachsehen. Erste Bilder und Programm
Stopp Agrotreibstoffe: Neste Oil übelstes Unternehmen des Jahres
Palmöl für Agrotreibstoff zerstört Regenwälder und wertvolles Kulturland und hat erst noch eine miserable Ökobilanz. Auf diese Zusammenhänge macht SWISSAID seit langem aufmerksam. Nun erhielt Neste Oil den Public Eye Award und wurde zum übelsten Unternehmen des Jahres gewählt. Der finnische Konzern verkauft unter der irreführenden Bezeichnung „Green Diesel“ schon heute den schädlichen Agrosprit an Zapfsäulen und will nun auch die Flugzeuge von Lufthansa und Finnair betanken. Doch IOI, Neste Oils Hauptlieferant für Palmöl, ist verwickelt in illegalen Holzschlag, Brandrodungen, Vertreibungen und die Vernichtung der Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen. www.publiceye.ch
Anne-Marie im Hof-Piguet gestorben
SWISSAID trauert um Anne-Marie im Hof-Piguet, die im zweiten
Weltkrieg vielen jüdischen Kindern das Leben rettete und sich Zeit ihres Lebens
für die Menschenrechte stark machte. Anne-Marie im Hof-Piguet war über 20 Jahre lang
– bis sie 2004 aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste – Mitglied des Stiftungsrates
von SWISSAID und brachte sich in dieser Funktion immer wieder ein. Mehr über die mutige Frau in "Der Bund"
In eigener Sache: Hohe Ehre für SWISSAID-Vertreterin
Die Präsidentin des SWISSAID-Ausschusses im Tschad, Dr.
Hélène Lambatim, wurde von der Pariser Sorbonne zur 50-Jahr-Feier zum Ende der
Kolonialzeit ausgezeichnet. Besonders verdient machte sich die Juristin um die
Menschenrechte und die Gleichstellung von Mann und Frau. Sie gründete vor 19
Jahren die heute bedeutende Vereinigung der tschadischen Juristinnen, ist
Präsidentin der nationalen Menschenrechtskommission und Vizepräsidentin des
tschadischen Wirtschaftsrates. Da sie ihr Jus-Studium seinerzeit dank eines Deza-Stipendiums beenden konnte, will sie sich heute besonders auch der Schweiz gegenüber erkenntlich zeigen, beispielsweise durch die Mitarbeit im SWISSAID-Ausschuss. SWISSAID gratuliert von Herzen. Mehr über die mutige Frau (auf französisch)
Kolumbien: Land unter Wasser
16. Dez. 2010. In den Konfliktzonen bei Simiti und bei Bajo San Juan, wo SWISSAID seit längerem tätig ist und über Partnerorganisationen verfügt, haben die sintflutartigen Regenfälle der letzten Monate die Ernte und das Saatgut weggeschwemmt (Bildergalerie zur Situation). Die Menschen leiden Hunger. SWISSAID stellt in einer Notaktion Nahrungsmittelhife und Saatgut in Höhe von 55 000 Franken zur Verfügung und ruft zu Spenden auf.
Etappensieg in München: Keine Patente auf Broccoli & Co.
Das
Europäische Patentamt (EPA) hat gestern in München die Entscheidung über das
sogenannte „Brokkoli-Patent“ gefällt. Darin erklärt das EPA, dass Verfahren zur
konventionellen Züchtung von Pflanzen und Tieren keine technischen Erfindungen
sind, und deswegen auch nicht patentiert werden können. SWISSAID begrüsst diese Klärung, weist aber auch darauf hin, dass Patente
auf Pflanzen trotzdem immer noch möglich sind. Deshalb braucht es grundlegende
Änderungen im Patentrecht. Mehr
Der Bau des Bewässerungssystems von Niton, Tungurahua, Ecuador glich einem Wunder - steile Hänge und tiefe Schluchten mussten überwunden werden. Das war vor zehn Jahren. Dieser Tage begingen die zehn beteiligten Gemeinden in Anwesenheit der Schweizer Programmverantwortlichen eine Feier, denn ohne die Hilfe der SWISSAID-Gönnerinnen wäre das nachhaltige Projekt nie zustande gekommen. Zur Bildergalerie des Jubiläums
Niger: Transparenz in der Verfassung verankert
Niger
ist reich an Bodenschätzen. In der neuen Verfassung wurde der Grundsatz
verankert, dass bei der Verwendung der Bergbaueinkünfte Transparenz
herrschen soll. Das Konzept der Ernährungssouveränität fand ebenfalls
Eingang. Dies sind Erfolge der Zivilgesellschaft, die SWISSAID
unterstützt. Weiter
SWISSAID freut sich über Freilassung von Suu Kyi
15. November. In Rangun ist die burmesische Friedensnobel-preisträgerin Aung San
Suu Kyi nach sieben Jahren Hausarrest erstmals vor ihre Anhänger getreten, die
ihr einen euphorischen Empfang bereiteten. In einer einstündigen Rede forderte
sie alle demokratischen Kräfte zur Zusammenarbeit auf. Suu Kyi und ihre Partei,
die National League for Democracy, hatten an den weltweit kritisierten Wahlen
vom vergangenen 7. November nicht teilgenommen. Doch vor 20 Jahren hatte die Dissidentin die Wahlen gewonnen. Wie
lange die regierende Junta die politische Arbeit von Suu Kyi tolerieren wird,
ist ungewiss. Doch fürs erste freut sich SWISSAID über die Freilassung der
charismatischen „Lady“.
Hürde für Agrotreibstoffe wird höher
10. November 2010. Die Kommission für Umwelt und Energie (UREK) des Nationalarats hat mit einem Gesetzesvorschlag die Hürde für Steuererleichterungen auf Agrotreibstoffe deutlich erhöht. Die geplanten Raffinerieprojekte in Bad Zurzach und Delémont dürften damit keine Chance mehr haben, Agrotreibstoffe für den Schweizer Markt zu produzieren. Mehr
Bundespräsidentin Leuthard dankt Schulkindern für Freiwilligen-Einsatz
9.
November 2010. Bundespräsidentin Doris Leuthard hat am Dienstag vier
Schulklassen empfangen. Der Grund für die Ehre: Sie hatten mit rund 25’000
anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID im Frühling Abzeichen verkauft.
Leuthard dankte den Kindern für ihren Freiwilligen-Einsatz zugunsten der
Benachteiligten in der Dritten Welt. Mehr» Video von BZonline
Jubel: 1000 SWISSAID-Freunde auf Facebook
25. Okt. Heute hat SWISSAID auf Facebook den 1000. Freund bestätigt. Das freut uns sehr - und spornt an. Das nächste Ziel heisst 5000 Freunde. Bitte helfen Sie uns dabei unter www.facebook.com/swissaid. Merci!
Frankophonie-Gipfel soll gute Regierungsführung thematisieren
21. Oktober 2010. Die Schweiz empfängt morgen die französischsprachigen Staaten zum Gipfeltreffen in Montreux. Nach Ansicht von SWISSAID bietet dies eine hervorragende Gelegenheit, die Staatschefs rohstoffreicher Länder dazu aufzufordern, ihren Reichtum an Öl, Gold oder Uran transparenter zu verwalten und zur Bekämpfung der Armut einzusetzen. Mehr
Hungersnot im Tschad: Erfolgreiche Nothilfeaktion
13. Oktober. Die lokalen SWISSAID-Mitarbeitenden und Mitglieder der langjährige Partnerorganisation Nagdaro haben in der der Region Guera im Süden des Landes fast 150 Tonnen Nahrungsmittel verteilt. Eine wertvolle Hilfe für die hungernde Bevölkerung.
Das Video wurde von SWISSAID Tschad erstellt und ist nur in französischer Sprache verfügbar.
Sahel: Nach der Dürre die Überschwemmung
29. September 2010. Im Tschad stehen weite Teile des Landes unter Wasser (Bildgalerie), auch in der Hauptstadt Ndjamena sind einzelne Quartiere überschwemmt. Die Wassermassen folgen auf die Dürre, die die letztjährige Ernte grossenteils vernichtete und zu einer Hungersnot im Land führte. SWISSAID verteilte noch letzte Woche in einer Nothilfeaktion im Landesinnern Sorghum und Hirse an die Hungernden (dafür will ich spenden). „Mit dem Regen besteht die Gefahr, dass sich Malaria und Cholera noch weiter ausbreiten“, berichtet Olivier Ngardouel, Leiter des SWISSAID-Büros im Tschad. „Die Hungersnot wird sich verlängern, denn auf den Feldern, die die Bauern im Mai und Juni bestellten, wird alles weggeschwemmt.“ Nach Einschätzung von Ngardouel sind auch die Partner von SWISSAID von den Überschwemmungen betroffen, das Ausmass ist jedoch noch nicht absehbar. Ein Ende der Regenfälle ist nicht in Sicht.
SWISSAID gratuliert Simonetta Sommaruga
22. September. Die neue Bundesrätin präsidierte fünf Jahre lang SWISSAID und ist Stiftungsrätin unseres Hilfswerks. Wir freuen uns mit ihr über die neue Aufgabe und gratulieren von Herzen. Die Ausrichtung der Schweizer Entwicklungshilfe wird in Sommarugas erstem Jahr in der Landesregierung ein wichtiges politisches Thema sein.
Tschad: SWISSAID verteilt Hirse und Mais an Hungernde
Im Tschad hungern Hundert Tausende Familien. Besonders Leid
tragend sind die Kinder und Betagten. Zur Zeit kaufen die SWISSAID-Mitarbeiter
vor Ort im Süden des Landes 145 Tonnen Mais und Hirse ein und bringen diese in
die Hungergebiete im Zentrum des Landes. Neben der Verzweiflung über die Misere
gibt es für die Helfer auch immer wieder unerwartete Glücksmomente. „Wir
konnten letztes Wochenende eine Mutter und ihr drei Tage altes Bébé retten“,
erzählt Jean Laoukolé von SWISSAID (Bildstrecke). Mit dem Auto hätten sie das Kind und
die Mutter, deren Blutungen sich nicht stillen liessen, in die die
nächste Krankenstation gefahren.
Erfolg für die Saatgutkampagne, die SWISSAID in Nicaragua gemeinsam mit lokalen Organisationen führt: Die Gemeinde San Dionisio, im Norden des Landes gelegen, hat sich für gentechfrei erklärt. Der naturnahe Anbau und die biologischen Anbaumethoden finden in diesem bitterarmen zentralamerikanischen Staat, in dem über die Hälfte der Menschen von der Landwirtschaft lebt, immer mehr Anhänger.
31. August 2010. Die Landnahme in Afrika zur Produktion von Agrotreibstoffen für den europäischen Markt nimmt dramatische Formen an. Rund 50'000 Quadratkilometer Land – eine Fläche grösser als die Schweiz – ist von ausländischen Unternehmen aufgekauft worden. Dies zeigt eine neue Studie von „Friends of the Earth“. In der Schweiz verlangen eine parlamentarische Initiative sowie eine von SWISSAID unterstützte Petition strenge Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe. Mehr»
Hungersnot erfasst den Tschad
Bern/Lausanne, 27. August 2010. Der Sahelstaat Tschad leidet wegen Dürre unter einer Hungersnot. Betroffen sind rund eine Millionen Menschen, unter ihnen viele Kinder. SWISSAID leistet Hilfe und bittet dafür um Spenden. Mehr»
Guinea-Bissau: Grosserfolg für SWISSAID-Partner
In Guinea-Bissau haben Organisationen der Zivilgesellschaft und die Regierung eine
Vereinbarung für die Zusammenarbeit bei der Förderung von Bodenschätzen
unterzeichnet. Dies ist ein grosser Erfolg für die von SWISSAID unterstützte
„Arbeitsgruppe Erdöl“. Diese kämpft dafür, dass die Einnahmen aus der
Ausbeutung der Rohstoffe für die Armutsbekämpfung und die nachhaltige
Entwicklung des Landes eingesetzt werden. Weiter
Bodenschätze – auch zum Wohl der Bevölkerung
Warum gehören Länder, die reich an Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen
sind, dennoch zu den ärmsten Ländern der Welt ? Ist der Reichtum an
Bodenschätzen gar ein Fluch für die lokale Bevölkerung ? Erfahren Sie mehr dazu in der Augustausgabe unseres Magazins Spiegel. Mehr»
„Seed Warriors“: Kino-Tickets zu verschenken
Im Norwegens ewigem
Eis steht der „Doomsday Vault“, ein riesiger „Saatgut-Kühlschrank“. Hier wird
die globale Saatgut-Vielfalt gespeichert, um so den Herausforderungen der
Klimaveränderung zu begegnen. Der Film „Seed Warriors“ (Saatgut-Krieger) geht
der Problematik auf den Grund.
Wie können Unternehmen in die Pflicht genommen werden?
Immer wieder verletzen multinationale Konzerne in Ländern
des Südens die Menschenrechte. Zusammen mit acht Partnerorganisationen hat
SWISSAID eine Studie über die rechtliche Situation in der Schweiz in Auftrag
gegeben. Sie zeigt auf, welche gesetzlichen Verpflichtungen zur Achtung der
Menschenrechte die Schweizer Konzerne bereits befolgen müssen – und sie gibt
Hinweise, wie sich der Schutz der Menschenrechte bei im Ausland tätigen Firmen
verbessern liesse. Zur Studie (auf Englisch)
Petition: Schon 33 000 Unterschriften - noch fehlen 17 000 zum Ziel
3. August 2010. Seit Ende April haben schon über 33 000 Menschen die Petition gegen die Agrotreibstoffe in der Schweiz unterschrieben. Das freut uns ungemein, denn die Herstellung von Agrotreibstoffen verdrängt in der Dritten Welt die Nahrungsmittelproduktion. Die Folgen: Noch mehr Hunger! Das wollen wir mit der Petition den Schweizer Behörden sowie Politikerinnen und Politikern noch einmal in aller Deutlichkeit sagen - denn es stehen entsprechende Entscheide und Baubewilligungen für Agrotreibstoff-Fabriken in Bad Zurzach und Delsberg an. Bitte machen Sie Freunde und Bekannte auf die Petition aufmerksam oder sammeln Sie selber Unterschriften - nur so können wir die Zielgrösse von 50 000 Unterschriften erreichen. Ein grosses Merci! Hier geht's zur Petition»
Durchbruch im Kampf für mehr Transparenz im Rohstoff-Sektor
An US-Börsen kotierte
Öl-, Gas- und Bergbaufirmen müssen künftig alle Zahlungen an Regierungen der
Förderländer offenlegen. Die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes ist ein
grosser Erfolg für die globale NGO-Koalition „Publish What You Pay“, der auch SWISSAID angehört. Mehr
Wem gehört der Broccoli?
Beim Europäischen Patentamt steht der
Grundsatzentscheid an, ob ganz „normales“ Gemüse wie Broccoli oder Tomaten und
die daraus hergestellten Lebensmittel weiterhin patentiert werden können. SWISSAID
ist - mit 300 anderen Organisationen - strikt dagegen. Am 20. Juli fand deshalb
eine internationale Protestaktion vor dem Patentamt statt. Zur Presseerklärung
Nothilfe für Katkari-Familien in Indien
Der Monsun kam für weite Teile im Osten
des indischen Gliedstaats Maharashtra verspätet, dafür nicht minder heftig. Mit
katastrophalen Folgen für die Familien der Katkari, die an den Flussufern
leben: Ihre Häuser – oder eher Verschläge – wurden überschwemmt und bieten kaum
Schutz vor den heftigen Regenfällen. SWISSAID leistet Hilfe in der Not. Weiter
Hunger im Niger: Hirse verteilt
Im Niger hungert mehr als
die Hälfte der Bevölkerung. SWISSAID verteilt den am meisten betroffenen
Menschen im Tätigkeitsgebiet Hirse. Die Hungersnot soll sich zudem in
diesen Dörfern nicht wiederholen: In einigen Gemeinden werden darum
Saatgutbanken angelegt und Männer und Frauen lernen lesen und schreiben.
Der profilierte Genfer Nationalrat Carlo Sommaruga verstärkt als neues Mitglied des Stiftungsratsausschusses die Führung von SWISSAID. Weitere erfreuliche Nachricht: Dank den Spenderinnen und Spendern erzielte SWISSAID 2009 trotz Wirtschaftskrise ein gutes Sammelergebnis
und konnte ein Auslandprogramm in der Höhe von 11,6 Millionen Franken
umsetzen. Mehr dazu in der Medienmitteilung»
Saatgutkarawane ade!
"Spannend, informativer Austausch, gute Abschlusserklärung", so lässt sich die Reise der Saatgut-Karawane durch die Schweiz aus Sicht der Bäuerinnen und Bauern aus dem Süden zusammenfassen. Das Abschlussfest auf dem Bundesplatz fand Anklang - die Diskussionen und die Konzerte machten dank der Sonne gleich doppelt Spass.
5. Mai. Im Sahelstaat Niger droht wegen zu geringer Regenfälle eine Hungersnot. Betroffen sind fast acht Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung. SWISSAID leistet humanitäre Hilfe und bittet dafür um Spenden. Mehr»
Nicaragua: Transgene Pflanzen unter Kontrolle
Nicaragua hat sich mit der fortschrittlichsten Gesetzgebung Zentralamerikas hinsichtlich Kontrolle und Regulierung von transgenen (genetisch manipulierten) Pflanzen gewappnet. Die Verabschiedung des "Gesetztes 705 zur Verhinderung von Risiken hervorgerufen durch genetisch modifizierte Organismen" ist ein ermutigender Schritt, um die Ernährungssouveränität und Biodiversität Nicaraguas abzusichern. Die wirkungsvolle Umsetzung dieses Gesetzes wird sich noch als grosse Herausforderung erweisen. SWISSAID Nicaragua
Schinken und Salami mit Patent?
27. April. Der US-Konzern Monsanto will Schinken, Schnitzel und Salami patentieren lassen. Ein eklatanter Missbrauch des Patentrechts, findet die globale Koalition „No Patents on Seeds“ (Kein Patent auf Leben), der in der Schweiz SWISSAID und die Erklärung von Bern (EvB) angehören. Mehr»
Petition gegen Agrotreibstoffe lanciert
Agrotreibstoffe verschärfen den Hunger und zerstören Umwelt und Tropenwälder. Eine Koalition von 21 Schweizer Organisationen lanciert daher eine Petition und fordert strenge Zulassungs-kriterien für Agrotreibstoffe in der Schweiz.
Syngenta-GV: SWISSAID wehrt sich gegen Gentechnologie
20. April. SWISSAID setzt sich im Einklang mit führenden Wissenschaftlern und Expertinnen seit Jahren gegen die Gentechnologie in der Landwirtschaft ein. Denn diese trägt nichts zur Minderung von Hunger und Mangelernährung bei - im Gegenteil. Diese Argumente führte Tina Goethe von SWISSAID an der Generalversammlung von Syngenta in Basel ins Feld. Zum Votum»
Neue Region in Kolumbien gentechfrei
Erneut ist es einem "Reservat" für Indigene in Kolumbien mit Hilfe der SWISSAID-Partnerorganisation Asproinca gelungen, das Reservatsgebiet für gentechfrei zu erklären. Die rund 22000 Bewohnerinnen und Bewohner von Cañamomo Lomaprieta in der Nähe von Rio Sucio - meist Kleinbauernfamilien - wollen so die Ernährungsouveränität erhalten. Sie nehmen auch an der internationalen Kampagne "Unser Saatgut, unser Leben" teil.
SWISSAID trauert um ermordeten Kollegen in Kolumbien
Am 30. März wurde Israel Lopez zu Hause vor den Augen seiner
Familie ermordet. Als Präsident der SWISSAID-Partnerorganisation
Apralsa, die
an der Karibikküste Kolumbiens Landwirtschaftsprojekte realisiert, hatte
er wiederholt und
offen die Misswirtschaft angeprangert. Die Gegend wird zudem von
kriminellen
Banden und ehemaligen Paramilitärs unsicher gemacht. Wir sind bestürzt
und
traurig.
Wir gehen davon aus, dass die brutale Ermordung im
Zusammenhang mit Israel Lopez’ Engagement steht, obwohl sich die
Hintergründe
vermutlich nicht werden klären lassen. Wer sich in Kolumbien als soziale
Führungsfigur
engagiert, ist in Gefahr. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Gegend
sowie die
Organisation Apralsa wollen die Landwirtschaftsprojekte dennoch
realisieren.
Verwaltung der Erdölgelder im Tschad: Die Bevölkerung macht mobil
Im Tschad versucht die Zivilgesellschaft die transparente
Verwaltung der Erdölgelder zu erwirken – schliesslich sehen die tschadischen
Gesetze vor, dass 5% der Erdölgelder in die Förderregion fliessen sollen. Als
die Zivilgesellschaft zu diesem Thema ein Treffen abhalten wollte, untersagte die Regierung dies
der SWISSAID-Partnerorganisation CPPL in letzter Minute. Beunruhigend: Der Geheimdienst besuchte die CPPL und liess sich die Vereinsunterlagen aushändigen. Mehr dazu»
Für eine neue europäische Agrarpolitik
16. März 2010. In mehreren Ländern Europas hat sich heute eine breite
europäische Allianz präsentiert, die für eine Neuausrichtung der Gemeinsamen
Agrarpolitik eintritt. 187 Organisationen aus 24 europäischen Ländern haben die
„European Food Declaration“ unterzeichnet, darunter SWISSAID. Unterstützen auch Sie die Erklärung. Zur Europäischen Deklaration im Wortlaut»»
Keine Gentechnologie in der Schweiz bis 2013!
9. März. Nun ist es definitiv: gestern hat auch der
Nationalrat einer Verlängerung des Gentech-Moratoriums zugestimmt. Damit bleibt
die Schweizer Landwirtschaft bis 2013 gentechfrei. SWISSAID begrüsst diesen vernünftigen
Entscheid von Bundesrat und Parlament, der auch aus entwicklungspolitischer
Sicht von grosser Bedeutung ist. Seit Jahren setzt sich SWISSAID gegen die
ungewollte Verbreitung der Gentechnologie in Ländern wie Indien, Nicaragua und
Kolumbien ein. Dass die Schweiz sich als eines der reichsten Länder der Welt,
mit Syngenta auch Sitz des weltweiten grössten Agrokonzerns, gegen
Gentechnologie entscheidet, ist für die Bauernorganisationen, mit denen
SWISSAID zusammenarbeitet, ein wichtiges Zeichen.
Pressemitteilung der SAG
Globale Erklärung gegen die „Monsantosierung“
8. März 2010. Weltweit
demonstrieren diese Woche Bauern-, Umwelt und Entwicklungsorganisation mit einer
Online-Erklärung gegen die Patentierung von Saatgut und Tieren. Am 20. Juli wird
das Europäische Patentamt über die Patentierung einer Broccoli- und einer
Tomatensorte entscheiden. SWISSAID ruft alle Verantwortlichen in der Schweiz und
Europa auf, sich vehement gegen diese Patente einzusetzen. Online-Erklärung»
EU lässt Gentech-Kartoffel zu
Die
EU Kommission hat am Dienstag die umstrittene Amflora-Kartoffel des deutschen
Chemie- und Saatgutkonzerns BASF zugelassen. Die Kartoffel soll vor allem
Stärke für die Papierindustrie liefern. Sie ist aber auch als Futtermittel
erlaubt. Für SWISSAID ist dieser Entscheid unverständlich und enttäuschend. Weiter»
Kolumbien: Agrotreibstoffe bedrohen Biodiversität
Wie ein Krebsgeschwür breiten sich in Kolumbien die Palmölplantagen immer weiter aus. Aus dem Öl wird Agrotreibstoff gewonnen – sowohl sozial wie ökologisch ein Irrweg. Davon konnten sich die Parlamentarier Rudolf Rechsteiner (SP/BS, SWISSAID-Präsident), Robert Cramer (GP/GE) und Carlo Sommaruga (SP/GE) auf einer Reise mit SWISSAID in das südamerikanische Land selbst überzeugen. Die Plantagenwirtschaft schürt Landkonflikte und bedroht die immense Biodiversität Kolumbiens – das Land beherbergt zehn Prozent aller Pflanzen- und Tierarten. Aber auch das lokale Saatgut ist in Gefahr. SWISSAID kämpft entschlossen dagegen an – und der Besuch aus der Schweiz war vom Mut der SWISSAID-Partner beeindruckt, der sich auszuzahlen beginnt.
Unsere aktuelle Kampagne heisst „Freiheit statt Abhängigkeit von Saatgutmultis“,
denn die Vielfalt von Saatgut ist in Gefahr – und damit die Existenz vieler Bauern-familien. Sie können nur noch hochgezüchtete Saatgutsorten kaufen. Das ist teuer, und Wiederverwenden lässt es sich
nicht – die Bauern müssen es jedes Jahr neu kaufen und sind abhängig von Saatgutkonzernen. Die einheimischen Landsorten hingegen verschwinden. Dabei liegen deren Vorteile auf der Hand: Sie sind an Klima und Boden angepasst – und sie
gehören den Bauern. SWISSAID setzt darum alles daran,
dass es den Kleinbauernfamilien in der Dritten Welt gelingt, das einheimische
Saatgut zu schützen und weiter zu züchten.
Bern/Lausanne, 9.
Februar 2010. SWISSAID ist erfreut über den Entscheid des indischen
Umweltministers, die umstrittene Gentech-Aubergine in Indien vorerst nicht
zuzulassen. Mit der Ankündigung eines Moratoriums reagiert die Regierung auf
die breite öffentliche Kritik der letzten Wochen. Der Zulassungsstopp gilt, bis
unabhängige Studien die Aubergine als unbedenklich für Mensch und Umwelt
einstufen. SWISSAID, seit Jahrzehnten in Indien tätig, ist erleichtert, dass
die Regierung den Interessen der Millionen Kleinbauern damit Priorität
einräumt.
Seit Ende Dezember 2009 spuckt
der Vulkan Tungurahua im Herzen Ecuadors wieder Glut und Asche. "Mama Tungurahua", wie der Berg von den Einheimischen genannt wird, bedroht auch SWISSAID-Projekte in der näheren Umgebung. Weiter»
100 000 Franken für Trinkwasser im Niger
Freude bei SWISSAID: Am 13. Januar übergaben der Club Soroptimist sowie Behördenvertreter (ACCM) SWISSAID einen Scheck über 100 000 Franken. Im September des vergangenen Jahres organisierte der Klub in Crans Montana einen Sponsorenlauf zu Gunsten von Wasserprojekten in Niger. 50 000 Franken kamen so zusammen. Diese Summe verdoppelte der Gemeindeverband ACCM. Dank dieser Spende werden bald 53 000 Einwohner der Gemeinde Abala im Niger Zugang zu Trinkwasser erhalten. SWISSAID dankt herzlich! Weiter»
Möchten Sie, dass sich Ihre Gemeinde ebenfalls für ein Wasserprojekt von SWISSAID engagiert? Das Projekt in Abala finden Sie auf der Website von Solidarit'eau.
Biodiversität heisst auch Sortenvielfalt
Bundesrat Moritz
Leuenberger hat das Internationale Jahr
der Biodiversität in der Schweiz lanciert .
SWISSAID engagiert sich seit Jahren für mehr Vielfalt, vor allem in der
Landwirtschaft. Denn mit Verbreitung der Gentechnologie und einer zunehmenden
Marktbeherrschung weniger multinationaler Saatgutkonzerne ist die Sortenvielfalt
in Gefahr. In vielen Regionen des Südens ist die Saatgutvielfalt noch in der
Hand der Bäuerinnen und Bauern. SWISSAID arbeitet dafür, dass sie diese
Kontrolle nicht verlieren. Mehr über Arten- und Sortenvielfalt»
Agrodiesel aus Bad Zurzach ist weder bio noch öko
5.1.2010. In
Bad Zurzach hat die Firma Green Biofuel AG eine Baubewilligung für eine
Agrodiesel-Anlage erhalten. Dort soll die ölhaltige Jatropha-Nuss aus
Mosambik verarbeitet werden. SWISSAID ist darüber äusserst besorgt. Jatropha kann nur mit grossem Einsatz von
Pestiziden, Kunstdüngern und Wasser gewinnbringend angebaut werden. Von
„Bio“-Treibstoffen kann deshalb nicht die Rede sein. Zudem verdrängen sie die
Nahrungsmittelproduktion. Die Schweiz muss auf die Verarbeitung von Jatropha
verzichten. Weiter zur Medienmitteilung»
Kolumbien: Neue gentechfreie Region
Die indigenen Gemeinschaften von Canamomoy Lomapriete in Rio Suica y Supia Caldas haben ihr Territorium für
gentechfrei erklärt. Dies bedeutet, dass auf gentechnisch verändertes Saatgut
verzichtet wird und generell dem einheimischen, lokalen Saatgut den Vorzug
gegeben wird. Dies schützt und fördert auch die Biodiversität. SWISSAID
unterstützt in Kolumbien die Kampagne „Unser Saatgut, unser Leben“, die zur
Erklärung des gentechfreien Reservats beigetragen hat. Weiter zur gentechfreien Region in Kolumbien (auf Spanisch)»
Mit gutem Gewissen Steuern sparen
Wer noch in diesem Jahr spendet, spart Steuern. Die Zuwendungen an Organisationen mit Zewo-Gütesiegel können bei der nächsten Steuererklärung in Abzug gebracht werden. Wie viel maximal in Abzug gebracht werden kann und wie hoch die Spende mindestens sein muss, hängt vom Wohnkanton ab. Vielerorts können bis zu 20 Prozent vom Reineinkommen abgezogen werden. Neu wurden die Abzüge auch im Kanton Wallis von 10 auf 20 Prozent und in Genf von 5 auf 20 Prozent erhöht. Details zu den kantonalen Steuerabzügen»
Wichtiger Schritt zur Verlängerung des Gentech-Moratoriums geschafft
Ende November hat der Ständerat das Gentech-Moratorium in der
Landwirtschaft bis 2013 verlängert. Das freut SWISSAID sehr. Denn der
Hunger in der Dritten Welt lässt sich nicht mit gentechnisch
verändertem Saatgut verhindern - im Gegenteil. Dieses Saatgut macht die
Kleinbauern abhängig von den grossen Saatgutfirmen, chemischem Dünger
und Pestiziden. Und es bedroht die Sortenvielfalt. Ein Moratorium im
Land von Saatgutmulti Syngenta stärkt den Kleinbauern im Süden den
Rücken. SWISSAID fordert darum den Nationalrat auf, es dem Ständerat in der kommenden Session gleichzutun.
Vertreibung in Kolumbien geht weiter
Im Sommer dieses Jahres wurden 120 Familien im Tätigkeitsgebiet von SWISSAID von ihrem Land vertrieben, weil kolumbianische Grossproduzenten Palmölplantagen anpflanzen wollten. SWISSAID leistete Nothilfe und forderte, dass die Bauern auf ihre Grundstücke zurückkehren dürfen - bis jetzt vergeblich. Noch immer leben die Familien in einem provisorischen Lager und die zuständige Behörde sieht sich nicht im Stande, den Forderungen der Bauern Nachdruck zu verleihen.
Nur die zweite Garde der Politiker hat sich nach Rom zum Ernährungsgipfel der FAO bemüht. Auch die Schweiz kümmert sich kaum. Obwohl heute über eine Milliarde Menschen hungern. SWISSAID fordert, dass das Problem endlich ernst genommen und angepackt werde - mit einer Entwicklungshilfe, die die Landwirtschaft der Kleinbauernfamilien in den Mittelpunkt stellt. SWISSAID fordert Taten statt Lippenbekenntnisse»
Bundespräsident Merz dankt Schulkindern für Freiwilligen-Einsatz
9.11.2009. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat am Montag vier Schulklassen empfangen. Der Grund für die Ehre: Sie hatten mit rund 25 000 anderen Schulkindern für das Hilfswerk SWISSAID im Frühling Abzeichen verkauft. Merz dankte den Kindern für ihren Freiwilligen-Einsatz zu Gunsten der Benachteiligten in der Dritten Welt.
Der Bundesrat will die Mittel der Entwicklungszusammen-arbeit nicht auf 0,5 Prozent des Bruttonationalein-kommens (BNE) erhöhen. Damit ignoriert er Beschlüsse des Parlaments. Dieses hatte im vergangenen Jahr eine Erhöhung auf 0,5 Prozent des BNE bis 2015 in Aussicht gestellt. Der Bundesrat macht für seine Haltung finanzielle Gründe geltend. Doch gerade die Entwick-lungsländer sind angesichts von Klimawandel und Finanzkrise doppelt auf die Unterstützung von aussen angewiesen, da sie besonders von den Auswirkungen betroffen sind. Mehr»
Klare Beschränkungen für die Zulassung von Agrotreibstoffen
19. Okt. Mit nur einer Gegenstimme hat die nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie beschlossen, strenge gesetzliche Zulassungskriterien für Agrotreibstoffe zu erarbeiten. Diese sollen die Kriterien für die Steuerbefreiung ersetzen. Wenn auch die Schwesterkommission des Ständerats zustimmt, sind die Weichen gestellt, einer unangemessenen politischen Förderung von Agrotreibstoffen Einhalt zu gebieten. SWISSAID hat sich stark für klare Beschränkungen engagiert, denn der Agrotreibstoffboom geht zu Lasten der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit armer Länder. SWISSAID ist über den Entscheid der Kommission sehr erfreut. Mehr»
SWISSAID befürwortet die Initiative „Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten“, über die am 29. November abgestimmt wird. Denn ein „Fall Tschad“ darf sich nicht wiederholen. Dem tschadischen Regime wurde aus der Schweiz trotz drohendem Bürgerkrieg ein Pilatus-Trainingsflugzeug geliefert. Wenig überraschend setzte das Regime im Kampf gegen die Aufständischen keine zwei Jahre später einen umgerüsteten Pilatus-Porter ein. Weiter»
Menschenrechts-Aktivist im Niger wieder auf freiem Fuss
Die Proteste – auch von SWISSAID – haben genützt: Der nigrische
Menschenrechts-Aktivist Marou Amadou ist wieder auf freiem Fuss – vorläufig
aber nur gegen Kaution. Er hatte sich gegen den kalten Putsch von Präsident
Tandja und für mehr Transparenz im Rohstoffsektor eingesetzt
und war deshalb vor gut einem Monat verhaftet worden. Mehr»
19. August 2009. Seit 2006 können indigene Gemeinschaften in Indien ihre Rechte an der Nutzung der Dorf-Wälder unter dem so genannten Scheduled Tribes and Other Traditional Forest Dwellers Act geltend machen – theoretisch. Die bürokratischen Hindernisse sind enorm. Nun ist dies den beiden Dörfern Mendha Lekha (1800 Hektar Wald) und Marda (880 Hektar) im Gliedstaat Maharashtra mit Unterstützung von SWISSAID erstmals gelungen. Als erste und einzige Dörfer ganz Indiens haben die Menschen, die seit jeher im Wald leben und diesen nutzen und schützen, die legalen Nutzungsrechte erhalten – am 16. August, dem Unabhängigkeitstag Indiens. Zeitungsbericht»
Unterschreiben Sie die Petition
Der Text des Fakultativprotokolls wurde am 10. Dezember 2008 von der Uno-Generalversammlung verabschiedet. Dies war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem besseren Schutz der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte für alle Menschen. Nach einer speziellen Eröffnungszeremoie am 24. September 2009 in New York kann das Fakultativprotokoll von den einzelnen Ländern unterzeichnet werden. Helfen Sie mit, dass möglichst viele Länder rasch unterzeichnen. Das Fakultativprotokoll tritt drei Monate nach der Ratifizierung durch mindestens zehn Staaten in Kraft. Ab dann können Einzelpersonen oder Personengruppen, deren Rechte verletzt werden, beim Uno-Ausschuss zum Pakt I (WSK-Rechte) eine Beschwerde einreichen. Mehr»
120 Familien von Palmölfirmen vertrieben
In Kolumbien weitet sich der Anbau von Ölpalmen immer weiter aus – auf Kosten der Landbevölkerung: 120 Familien wurden Mitte Juli im Departement Bolívar von ihrem Land vertrieben, weil zwei Firmen dort Palmöl gewinnen wollen. Dieses findet unter anderem bei der Produktion von Agrotreibstoffen Verwendung. SWISSAID leistet den betroffenen Familien Nothilfe und setzt sich dafür ein, dass sie auf ihr Land zurückkehren können. In der Region im Zentrum Kolumbien sind indessen Tausende weitere Menschen von der Vertreibung bedroht. Mehr»
Biopiraterie: Enola-Bohne endlich patentfrei
Die mexikanischen Kleinbauern und Saatguthändlerinnen dürfen die gelbe Bohne endlich wieder nutzen. Ein amerikanisches Gericht hat die Berufung des amerikanischen Produzenten Larry Poctor abgewiesen, der ein Patent an der Bohne hielt. Die Bohne erfülle keine der Bedinungen, die an Biopatente gestellt würden. Poctor hatte in den 90er-Jahren die Bohne von Mexiko in die USA eingeführt und dort 1999 unter dem Namen Enola erfolgreich patentieren lassen. Den Kleinbauern und Saatguthändlern erwuchs dadurch bis heute enormen wirtschaftlichen Schaden, mussten sie doch fortan Poctor Gebühren zahlen. Stossend am letztinstanzlichen Urteil ist, dass die Bäuerinnen und Saatguthändler in keiner Weise entschädigt werden. Wie SWISSAID über die Enola-Bohne berichtete» Mehr Informationen zum Fall» Warum Patente auf Leben stossend sind»
Keine Schweizer Franken für die Zerstörung von Regenwald
Die Schweizer Banken UBS, CS und PNB Paribas helfen indirekt bei der Vernichtung von Regenwald: Sie organisieren für den grössten börsenkotierten Palmölkonzern der Welt, Golden Agri-Resources (GAR), mittels einer Plazierung von neuen Aktien und Optionsscheinen eine Kapitalerhöhung von 280 Mio. Franken. Der Gigant benötigt das Geld, um auf Borneo und Papua 1,3 Mio. Hektar Land für Palmölplantagen zu erschliessen. Das Palmöl dient auch der Herstellung von Agrotreibstoffen. Helfen Sie mit, diesen Irrsinn zu stoppen und untersützen Sie die Protestaktion auf www.regenwald.org
Gentech-Moratorium wird verlängert
SWISSAID begrüsst die Verlängerung des in der Schweiz geltenden Moratoriums für den Anbau von Gentechpflanzen in der Landwirtschaft. Das ist der richtige Weg für die Konsuemten und Bauern in der Schweiz. Diese Verlängerung um drei Jahre im Land des Gentechkonzerns Syngenta stärkt aber auch den Bäuerinnen und Bauern in der Dritten Welt den Rücken. Diese wehren sich gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen, weil sie dadurch von den Saatgutkonzernen abhängig werden, die die Bauern zwingen, jedes Jahr das Saatgut neu zu kaufen. Zur Pressemitteilung der SAG»
Monsanto-Saatgut: 7 Millionen Verlust für Baumwollbauern
Die Baumwollbauern im
kolumbianischen Córdoba fuhren mit Gentechsaatgut in diesem Jahr eine 13%
tiefere Ernte ein. Das Gentech-Saatgut von Monsanto kostete gegenüber
konventionellen Baumwollsorten dreimal so viel. Durch die schlechte Ernte ist
den Bauern ein Verlust von rund sieben Millionen US Dollar entstanden. Die
kolumbianische Baumwollvereinigung Conalgodón verlangte daraufhin von Monsanto
Schadenersatz. Der Konzern willigte ein, einen Bruchteil der Ernteeinbussen zu
übernehmen und den Bauern 640 000 US-Dollar zu bezahlen. Das Swissaid-Büro in
Kolumbien unterstützt eine Informationskampagne über Gentechnologie und die
Bedeutung des lokalen Saatguts. Der biologische Anbau ist für Bäuerinnen und
Bauern die kostengünstigere und nachhaltige Alternative.
WIDE Switzerland fordert Konjunkturpaket mit Investitionen in soziale Infrastruktur
An einer dreitägigen Konferenz des feministischen Netzwerkes „Women in Development Europe“ (WIDE) in Basel haben sich Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt mit der Wirtschaftskrise befasst. Das Fazit: Frauen werden besonders unter den Auswirkungen der Krise leiden. WIDE Switzerland kritisiert deshalb die vom Bundesrat beschlossenen Konjunkturpakete und fordert Investitionen in die soziale Infrastruktur. Weiter»
Armutsbekämpfung dank Transparenz im Erdölgeschäft
Wehrt sich gegen Korruption: Festus Mogae
An der internationalen Erdöl-Konferenz in Zürich, die am 9. Juni stattfand, setzten sich viele Redner für mehr Transparenz im Erdöl-Sektor ein. Denn nur so kann es gelingen, dass Gelder aus der Erdölförderung zur Armutsbekämpfung eingesetzt werden und nicht für Waffenkäufe und ähnliches. Festus Mogae, der ehemalige Präsident Botswanas, zeigte in seiner Rede beispielsweise auf, wie es sein Land schaffte, die Gelder aus der Diamanten-, Kupfer- und Kohleförderung in die Armutsbekämpfung zu stecken.
Viele Burmesen leiden immer noch unter den Folgen des Wirbelsturms
Ein Jahr nachdem der Wirbelsturm Nargis den Süden von Myanmar verwüstete, leben noch immer zehntausende Burmesinnen und Burmesen in notdürftig ausgebesserten Hütten und sind auf Trinkwasser- und Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Dringend ist zur Zeit der Wiederaufbau solider Häuser, denn der Monsun, und damit Regen und Wind, steht vor der Tür. Weiter»
Patente auf konventionelle Pflanzen bedrohen Ernährungssicherheit
24. April. In Europa werden konventionell gezüchtete Pflanzen immer häufiger patentiert. Dies zeigt ein brisanter Bericht, den SWISSAID und andere NGO’s am Internationalen Kongress „Food and Democracy“ in Luzern vorgestellt haben. Wird dieser Trend im bevorstehenden Grundsatzentscheid des Europäischen Patentamts gestützt, muss mit massiven Behinderungen für künftige Zuchtarbeit und höheren Saatgut-Kosten für Bauern gerechnet werden. Eine breite NGO-Allianz – darunter SWISSAID - fordert deshalb, die neue Patentflut mit klaren politischen Vorgaben zu stoppen.
21. April 2009. SWISSAID-Vertreterin Tina Goethe hat an der Generalversammlung von Syngenta die Konzernleitung aufgefordert, auf die Förderung und Produktion von Agrotreibstoffen zu verzichten. Die Herstellung dieser Treibstoffe geht auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion. Und heute hungert weltweit bereits jeder siebte Mensch, wobei Syngenta massgeblich an der Produktion von Nahrungsmitteln und Agrotreibstoffen beteiligt ist. Vor der GV verteilten SWISSAID-Aktivisten als Maiskolben verkleidet einen Flyer, der den Zusammenhang zwischen der Treibstoffproduktion und steigendem Hunger belegt.
Mit einer Kampagne gegen Agrotreibstoffe macht SWISSAID auf den Wahnsinn der sogenannten Biotreibstoffe aufmerksam. Wir zeigen, wozu der Agrotreibstoffboom führen kann: Hunger! Menschen sterben,
weil wertvolles Land für den Anbau von Energiepflanzen genutzt wird und sie nicht mehr genug zu essen haben. In Ecuador ist darum soeben eine Kampagne angelaufen, in der die Bauern auf Plakaten rethorisch gefragt werden, was sie lieber möchten: Die Familie ernähren oder den Autotank füllen?
Agrarfreihandel löst Hungerproblem nicht 17. Dezember 2008. Der freie Handel mit Agrargütern löst das weltweite Ernährungsproblem nicht, sagte der UNO-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter. Vielmehr sollten arme Länder ihre Bauern und Bäuerinnen stärker unterstützen und darauf setzen, ihre Bevölkerung selbst zu ernähren. Nur 15% der weltweit produzierten Nahrungsmittel werden heute international gehandelt, der Rest wird lokal produziert und konsumiert. Mehr»
Die Weltbank wirft im Tschad das Handtuch September 2009. Der Tschad sollte zum Musterprojekt werden für eine Erdölförderung, die auch den Armen nützt. Doch Idriss Déby führte die Weltbank vor. Jahrelang hatte die Kreditinstitution ihr ganzes Gewicht in die Waagschale geworfen, damit die Erdöleinnahmen des Tschad der armen Bevölkerung zugute kommen. Nachdem Präsident Déby die getroffenen Vereinbarungen wiederholt missachtet hat, kündigte die Kreditinstitution dem Régime jetzt die Zusammenarbeit. SWISSAID hofft jedoch, dass die Weltbank sich im Tschad weiter für die Bekämpfung der Armut einsetzt und die zahlreichen Kriegsflüchtlinge unterstützt. Mehr»
Erste gentech-freie Gemeinde in Nicaragua 3. September 2008. San Ramon heisst die erste gentechfreie Gemeinde von Nicaragua. Bürgermeister und Bürgerrat haben eine Verordnung verabschiedet, welche im ganzen Gemeindegebiet die Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut verbietet. Diesem Entscheid gingen monatelange Diskussionen, Aufklärungskampagnen und Weiterbildungen voraus, die von SWISSAID-Partnern initiiert wurden. In einem offenen Dialog konnten die Zivilgesellschaft und die lokalen Behörden die Risiken und Chancen gentechnisch veränderter Pflanzen abwägen. Nicaragua»
Partner in Kolumbien erhält UN-Preis 2. September 2008. Die kolumbianische Basis- organisation ASPROINCA hat mit dem Premio Ecuatorial 2008 einen der Preise der UN-Entwicklungsorganisation gewonnen. ASPROINCA ist ein Zusammenschluss von indigenen und kleinbäuerlichen Produzentinnen, die sich für biologische Anbaumethoden und den Schutz und die Reinhaltung der regionalen Wasserquellen und Flussläufe engagieren. Mehr»
Niger wird Ölproduzent 4. Juni 2008. Wer macht im Niger als erster das grosse Geschäft mit dem Öl, das im Osten des Landes gefördert werden soll? Den Zuschlag hat soeben die chinesische Ölfimra CNPC erhalten. Bereits in drei Jahren soll das Öl sprudeln. Weiter»
Hans Hänny strampelt für SWISSAID Der Informatik-Unternehmer Hans Hänny fährt mit dem Velo von Pune nach Bern - und für jeden Kilometer spendet er, Bekannte und seine Kunden Geld zur Finanzierung von zwei Wasserprojekten in Indien und Guinea-Bissau. Wir drücken ihm die Daumen, dass alles gut geht! Start ist Ende April. Mehr zum Abenteuer von Hans Hänny»
Pilatus-Trainingsflugzeuge sindKriegsmaterial 21. Februar 2008. „Die militärischen Trainingsflugzeuge der Stanser Pilatuswerke sollen dem Kriegsmaterialgesetz unterstellt werden“, fordert SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel. Dies im Gegensatz zu Bundesrätin Doris Leuthard, die die Ausfuhr der Flugzeuge bloss in jene Länder verbieten will, die durch die Schweizer Entwicklungshilfe unterstützt werden. „Dies ist eine zynische und inkonsequente Haltung, die einseitig wirtschaftlichem Denken entspringt“, so Morel. Weiter»
Der Künstler Sven Unold aus Frick baut eine Kugel aus Besteck, das nicht gebraucht wird, und wird das Kunstwerk zu Gunsten von SWISSAID versteigern. Noch fehlt jedoch der Sockel aus Stahl-Blech... Mehr zur spannenden Kunst-Aktion
Tschad: Erfolgreiches Lobbying
13.9. 2011. Der tschadische Staat steckt rund 2 Millionen Schweizer Franken aus den Erdöleinnahmen in die Entwicklung der Erdölregionen - so wie es das Gesetz vorschreibt, wonach 5% der Öleinnahmen den betroffenen Regionen zu Gute kommen sollen. Über tausend Brunnen sollen gebaut, die Schulen verbessert und die Dorf-Apotheken ausgerüstet werden. Dass der tschadische Staat überhaupt die Investitionen verbindlich in Aussicht stellt, ist massgeblich dem hartnäckigen Lobbying der Partnerorganisation von SWISSAID zuzuschreiben. Wir gratulieren!
Ab sofort können die neuen Abzeichen bestellt werden
Im Winter verkaufen zehntausende Schulkinder die beliebten Abzeichen - handgearbeiteten Döschen. Ab sofort können Sie Online-Bestellungen aufgeben. Mehr übers Abzeichen
Mit Mut gegen Hunger
SWISSAID lanciert eine grosse Plakatkampagne zum Thema "Mutige Bauern und Bäuerinnen verändern die Welt". Lesen Sie dazu mehr hier.
Der Tschad zählt zu den grössten Erdölförderern Afrikas - und dennoch leiden die
Menschen unter Hunger . Wie es kommt, dass neben den High-Tech-Förderanlagen
bittere Armut herrscht und weit und breit keine Tankstelle steht. Mehr / Reiseprogramm / Medienmitteilung
Mehrere Schweizer Parlamentarier besuchten die Palmölplantagen Kolumbiens - dem drittgrössten Produzenten weltweit. Dabei droht vielen Familien die Vertreibung, weil ehemalige Drogenbarone ihre Äcker für die Monokultur nutzen wollen.